"Zeichen der Unterstützung"

30. Mai 2018 14:22; Akt: 30.05.2018 15:35 Print

Van der Bellen verteidigt Dokumentationsarchiv

Bundespräsident Van der Bellen stärkte jetzt dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes öffentlich den Rücken.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Gast beim Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. (Bild: Screenshot Twitter)

Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Gast beim Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. (Bild: Screenshot Twitter)

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Mittwoch gemeinsam mit seiner Ehefrau Doris Schmidauer das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW). Mit seinem Besuch stärkte der Präsident dem DÖW ganz öffentlich den Rücken, nachdem dieses in den vergangenen Monaten immer wieder Angriffen rechter politischer Gruppierungen ausgesetzt gewesen war.

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Van der Bellen kann DÖW-Kritik nicht nachvollziehen

Der Bundespräsident sieht den Wert der wissenschaftlichen Arbeit des Dokumentationsarchives als "unbestreitbar" an. “Das ist alles ganz ernst zu nehmende Forschung, unverzichtbare Dokumentation”, erklärt der Präsident, der mit seinem Besuch auch ein Zeichen der Unterstützung für das Archiv setzen will. Van der Bellen ist beim DÖW allerdings kein Unbekannter. Bereits früher hatte er dem Archiv einen Besuch abgestattet, damals allerdings noch nicht in seiner Funktion als Bundespräsident. Außerdem ist seine Ehefrau über Jahre hinweg beim DÖW beruflich engagiert gewesen.

DÖW Beteiligung an der FP-Historikerkommission?

Van der Bellen hat kein Problem damit, wenn sein Besuch als warnendes Signal an österreichische Politiker verstanden wird, die immer wieder am rechten Rand anstreifen würden. Der Bundespräsident erinnerte in diesem Zusammenhang aber auch an die Ankündigung von Vizekanzler Strache (FP), das DÖW in die momentan laufende Arbeit der sogenannten Historikerkommission der Freiheitlichen einbinden zu wollen. Man werde sehen, ob das überhaupt funktionieren werde, aber die Ankündigung alleine habe Van der Bellen durchaus positiv zur Kenntnis genommen.

Präsident empfiehlt Jungpolitikern DÖW-Besuch zum Geschichte lernen

Bei seinem Besuch wurde Van der Bellen auch auf den umstrittenen Vergleich von Schriftsteller Michael Köhlmeier angesprochen. Dieser hatte sowohl FPÖ als auch ÖVP auf schärfste kritisiert, in dem er beispielsweise das Schließen von Fluchtrouten mit der Politik der Nationalsozialisten verglichen hatte. Vor allem die ÖVP hatte sich über diesen "unpassenden" Vergleich echauffiert. Auf die Frage, ob er vor allem jüngeren Politikern einen Besuch beim DÖW empfehlen würde, um sich dort über die Geschichte Österreichs zu informieren, antwortete Van der Bellen: "Nicht nur Politikern, im Grunde genommen allen!" Allerdings sollten Politiker laut dem Bundespräsidenten ohnehin über ein gewisses historisches Basiswissen verfügen.

Zum Abschluss des Besuches gab es vom Präsidenten übrigens noch eine freundliche Widmung im Gästebuch des Dokumentationsarchives:



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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 04.06.2018 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar doch !

    eine der wichtigsten, linken Propagandazellen.

  • Anti Links am 03.06.2018 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grässliche Truppe

    Das DÖW ist doch der schlimmste Hetzerklub. Vom Links-Linken System nur gegründet, um kritische Stimmen und nicht Indoktrinierbare zu beschnüffeln und diskreditieren. Wahnsinn, dass für so einen Spaltungsverein jährlich Millionen an Steuergeld mutwillig vernichtet werden.

  • Nebbichklopfer am 08.06.2018 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lernstunde

    VdB könnte auch etwas lernen: OLG Wien 18 Bs 384/97 Auszug: Straffrei bleibt die Behauptung, das DÖW schaffe ein Klima des Meinungs- und Gesinnungsterrors auf dem Wege von Geschichtsfälschungen und-Verdrehungen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nebbichklopfer am 08.06.2018 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lernstunde

    VdB könnte auch etwas lernen: OLG Wien 18 Bs 384/97 Auszug: Straffrei bleibt die Behauptung, das DÖW schaffe ein Klima des Meinungs- und Gesinnungsterrors auf dem Wege von Geschichtsfälschungen und-Verdrehungen.

  • zimbo am 04.06.2018 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar doch !

    eine der wichtigsten, linken Propagandazellen.

  • Anti Links am 03.06.2018 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grässliche Truppe

    Das DÖW ist doch der schlimmste Hetzerklub. Vom Links-Linken System nur gegründet, um kritische Stimmen und nicht Indoktrinierbare zu beschnüffeln und diskreditieren. Wahnsinn, dass für so einen Spaltungsverein jährlich Millionen an Steuergeld mutwillig vernichtet werden.

  • Nicks am 31.05.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich weiß,...

    ... dass ich dafür von vielen hier den roten Daumen bekommen werde, aber hier sprechen wieder viele rechts-Aussentümmler, die ziemlich viele Blaune Bretter vorm kopf haben...

    • Kritischer Geist am 01.06.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      @Nicks

      Haben Sie auch Argumente oder nur beleidigende Parolen?

    einklappen einklappen
  • Monika Marta am 30.05.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist gut...

    und richtig was Sie da machen, aber Sie müssen sich jetzt auch der Gegenwart zuwenden und VIEL, VIEL, VIEL mehr für die Zukunft Österreichs machen Herr Van der Bellen. Dafür Wünschen wir Ihnen Kraft und Ausdauer !