Verwechslung endet vor Gericht

27. September 2018 11:14; Akt: 27.09.2018 16:53 Print

Wegen Lehrlings-Eklat: Anschober klagt Gudenus

Der oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober (Grüne) klagt jetzt FP-Klubobmann Johann Gudenus wegen Verleumdung und übler Nachrede.

Sehen sich wahrscheinlich bald vor Gericht: Der grüne Landesrat Rudi Anschober (links) und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus. (Bild: Grafik Heute)

Sehen sich wahrscheinlich bald vor Gericht: Der grüne Landesrat Rudi Anschober (links) und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus. (Bild: Grafik Heute)

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Der Fall jenes fälschlicherweise von der FPÖ angezeigten Lehrlings ("Heute" berichtete) beschäftigt jetzt auch Österreichs Gerichte. Das bestätigte am Mittwoch der oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober (Grüne) in einer Aussendung.

Anschober kündigte an, FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus wegen über Nachrede und Verleumdung klagen zu wollen, nachdem dieser fälschlicherweise einen Lehrling als Terrorsympathisanten angezeigt hatte.

In weiterer Folge kristallisierte sich aber heraus, dass der FPÖ mit der Anzeige ein Fehler unterlaufen war. Jener Lehrling, den die Freiheitlichen anzeigen ließen, war nämlich nicht der Besitzer des fragwürdigen Facebook-Profils, auf welches die FPÖ die Anzeige gegründet hatte.

Die Ermittlungsbehörden stellten das Verfahren gegen den Lehrling umgehend wieder ein, dennoch veröffentlichte Gudenus sechs Tage nach seinen öffentlichen Anschuldigungen eine Richtigstellung. Viel zu spät, wie Anschober nun befindet.

Anschober: "Gudenus hat Grenze überschritten"

Für den grünen Landesrat ist klar, dass der FPÖ-Klubobmann damit gleich mehrere Grenzen überschritten habe. Anschober beauftragte deshalb die Anwältin Maria Windhager mit der Ausarbeitung möglicher juristischer Schritte. Diese kam zum Ergebnis, dass eine Klage "hohe Erfolgsaussichten" genießen würde.

Grund für diese guten Erfolgsaussichten sind laut Meinung der Anwältin die zahlreichen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten, die sich Gudenus und seine Partei im vorliegenden Falle zu Schulden kommen hätten ließen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grüne Verweigerer am 28.09.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Wenn man in der Politik sein will, sollte man auch nicht wehleidig sein. Das ist doch nur Effekthascherei, verzweifelt bemüht, noch irgendwie aufzufallen, aber ganz Ö zerkugelt sich vor Lachen.

  • Mr. A-Team am 27.09.2018 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Recht so!!!

    Geschieht Gudenus Recht, denn wie nennt ihr Rechten es: Recht muss Recht bleiben! Gudenus hat einen Unschuldigen öffentlich an den Pranger gestellt, und somit ist dies der richtige Schritt! Übrigens: Welche Partei hat die meisten rechtskräftig Verurteilten Ex-Politiker? Richtig: die FPÖ!!!

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  • zimbo am 01.10.2018 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    Anschober und sein Präsident

    haben für den verbleib von Illegalen geworben.Das ist der eigentliche Skandal.Und was ist mit dem Terrorverherrlicher, von dem ist nicht mehr die Rede?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 01.10.2018 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    Anschober und sein Präsident

    haben für den verbleib von Illegalen geworben.Das ist der eigentliche Skandal.Und was ist mit dem Terrorverherrlicher, von dem ist nicht mehr die Rede?

  • Grüne Verweigerer am 28.09.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Wenn man in der Politik sein will, sollte man auch nicht wehleidig sein. Das ist doch nur Effekthascherei, verzweifelt bemüht, noch irgendwie aufzufallen, aber ganz Ö zerkugelt sich vor Lachen.

  • Mr. A-Team am 27.09.2018 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Recht so!!!

    Geschieht Gudenus Recht, denn wie nennt ihr Rechten es: Recht muss Recht bleiben! Gudenus hat einen Unschuldigen öffentlich an den Pranger gestellt, und somit ist dies der richtige Schritt! Übrigens: Welche Partei hat die meisten rechtskräftig Verurteilten Ex-Politiker? Richtig: die FPÖ!!!

    • zimbo am 01.10.2018 06:51 Report Diesen Beitrag melden

      Liegt an der roten Justiz !

      Freie Meinung wird eingesperrt, Terrorverdächtige nicht angeklagt und freigelassen.

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