Plan von VP und FP

29. November 2017 10:08; Akt: 29.11.2017 10:45 Print

Wer (oft) Schule schwänzt, verliert Familienbeihilfe

Mehr Härte an Österreichs Schulen gegenüber Schülern, Lehrern – und Eltern: Das zeichnet sich bei den Bildungsplänen von Türkis-Blau ab.

Die Schulpflicht muss eingehalten werden - sonst drohen künftig Strafen. (Bild: iStock)

Die Schulpflicht muss eingehalten werden - sonst drohen künftig Strafen. (Bild: iStock)

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Lehrer, die nach Leistung bezahlt werden und in den Sommerferien zur Fortbildung müssen; Schüler, die ohne Deutschkenntnisse nicht in den Regelunterricht dürfen; Wiedereinführung der Noten an den Volksschulen - zumindest den Ankündigungen von VP-Chef Kurz und FP-Chef Strache zufolge weht an Österreichs Schulen künftig ein rauerer Wind. Das könnte auch die Eltern treffen.

Umfrage
Soll Kindern, die die Schulpflicht verletzen und zu oft schwänzen, die Familienbeihilfe gestrichen werden?
79 %
7 %
14 %
Insgesamt 137 Teilnehmer

Sanktionen gegen Eltern geplant

Im türkis-blauen Regierungsübereinkommen sind laut "Kleine Zeitung" auch Strafen vorgesehen, wenn die Schul- und Bildungspflicht nicht eingehalten wird. Das richtet sich speziell an die Eltern, ihre Verantwortung für die Schulkarriere ihrer Kinder wahrzunehmen. In diesem Fall soll die Familienbeihilfe gekürzt werden. Das ist zwar bisher auch schon möglich, soll aber verschärft werden. Genauere Details sind, wie bei den meisten anderen Punkten, aber noch nicht genannt worden.

Erlässe streichen

An den Kragen soll es außerdem unnötiger Bürokratie gehen. Hier will Türkis-Blau alle Erlässe auf ihre Sinnhaftigkeit prüfen. Laut "Kleine Zeitung" gab es seit 2008 allein 1.000 Erlässe zum Gendern.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Babsi am 29.11.2017 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Erziehungsberechtigte

    Wir sollten auch nicht länger von Erziehungsberechtigten sondern von Erziehungsverpflichteten sprechen!

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  • Egon am 29.11.2017 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Der Staat, das heisst alle Steuerzahler, finanziert die in Österreich KOSTENLOSE Ausbildung. Wer diese unbedingt erforderliche Ausbildung nicht in Anspruch nehmen will, sondern als Berufsziel AMS hat, dem muss die soziale Stütze vehement gekürzt werden. Eine andere "Sprache" verstehen die Empfänger von Steuergeldern nicht. Auch die Rot-Rot - Grünen nicht.

  • Patriot5611 am 29.11.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Endlich ist "Schluß mit Lustig"! Bildung kostet dem Staat, somit der Allgemeinheit, eine Menge Geld. Zu schade um es in halb volle (oder halb leere) Klassen zu investieren.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • franka am 30.11.2017 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bin

    dafür. auch bei mobbing gehört Schulpflicht allerdings gehören dann DIE Kinder bestraft die mobbing betreiben, aber nicht nur mit einem dudu sondern in einer Schule für schwererziehbare .so wie es das früher gab. und wenn ein Kind krank ist verlange ich ein Attest des artzes. gibt es das nicht, Geldstrafe.einkaufszentren gehören überwacht, trifft man ein schulpflichtiges Kind wird das überprüft ob das stimmt.

  • E. Gugging am 29.11.2017 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Sohnemann die Schule stangelt

    könnte man den Papa ja eine Geldstrafe aufbrummen die er dann in Form einer Ersatzarreststrafe ableisten darf.

  • Chris am 29.11.2017 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsere gäste werden integriert

    Schön balsam in meinen ohren das unseren gäste jetz vorgeschrieben wird was in unseren land für pflichten zu erfüllen sind, schluss mit lustig gut so

  • Igel am 29.11.2017 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finanzamt = Verbrecher

    Das Finanzamt streicht sowieso bei jeden blödsinn sofort die Mittel, egal ob man darauf angewiesen ist oder nicht. Die werden sich ins Fäustchen lachen, wenn das eingeführt wird.

    • Kritischer Geist am 29.11.2017 12:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Igel

      Vor allem werden sich die österreichischen Steuerzahler ins Fäustchen lachen, wenn in Zukunft ihr Geld gewissenhafter verteilt wird.

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  • 1002Himmelszelt am 29.11.2017 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Arbeit = trotzdem Kinderbeihilfe!

    Es gibt in einzelnen Fällen gute Gründe für die Kinder, nicht in die Schule zu gehen z.B. katastrophale Zustände zuhause = Überforderung, Depressionen, zerrissene Kleidung, gewalttätige Eltern... Oder auch Mobbing durch Mitschüler, Lehrer, Verprügeln beim Nachhauseweg, Erpressen von Geld durch Mitschüler usw. Viel wichtiger wäre verpflichtend ein Sozialarbeiter oder Psychologe für die Kinder, vor allem an Problemschulen, damit die Kinder jemand zum Reden haben und erst gar nicht schwänzen. Schüler in höheren Klassen entscheiden sowieso frei, ob sie die Schule besuchen oder nicht.

    • Dani am 29.11.2017 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @1002Himmelszelt

      Ich finde die Überlegung nicht schlecht. Einfach weil viele Kinder Schwänzen, weils daheim eh keinen interessiert. Und dein Argument finde ich gut und bin froh, dass unsere Schule (NMS) dies eingeführt hat. Soziales lernen - ohne fixen Lehrplan sondern immer auf aktuelle Problematiken eingehend. Mein Sohn sagt, dass es wirklich möglich ist, etwas zu besprechen ohne danach gehänselt zu werden. Sollte jede Schule haben.

    • Kritischer Geist am 29.11.2017 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      @1002Himmelszelt

      Wir sollten einfach damit aufhören, den Eltern am meisten Transferleistungen zukommen zu lassen, die am wenigsten für ihre Kinder sorgen. Die moderne Wohlfahrtsstaatlichkeit führt dazu, dass der Fähige bestraft und der Unfähige belohnt wird. Wohin das führt, können wir nicht nur am rasch fallenden Bildungsniveau unserer Schulen sehen sondern auch an der zunehmenden Zahl von Sozialleistungsempfängern, der hohen Nachwuchsrate der Unterschicht und der Attraktivität unseres Landes für Sozialleistungsempfänger aus dem Ausland.

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