Neue Uni-Zugangsregeln

05. Februar 2019 12:34; Akt: 05.02.2019 13:38 Print

Bei diesen Fächern gibt es jetzt Aufnahmeverfahren

Ab dem Wintersemester wird es neue Zugangsbeschränkungen an den Unis Wien und Graz geben. Andere bauen hingegen bestehende Hürden ab.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Für manche Studienfächer gibt es schon länger Aufnahmetests, so etwa beim Medizin-Studium. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen dürfen die 22 öffentlichen Hochschulen Österreichs jetzt auch bei weiteren Fächern – konkret in Jus, Erziehungswissenschaften und Fremdsprachen –Aufnahmeverfahren einführen.

Umfrage
Sind Zugangsbeschränkungen an Unis zulässig?
59 %
39 %
2 %
Insgesamt 423 Teilnehmer

Außerdem dürfen die Unis Wien, Linz, Graz und die Boku in Wien in anderen, sehr überlaufenen Fächern den Zugang erschweren. Einige Unis nutzen diese Möglichkeit auch.

So sehen laut einem Ö1-Beitrag an der Uni Wien die Fächer Jus, Anglistik, Chemie und Politikwissenschaft künftig (zusätzlich neben den schon bestehenden) Zugangsbeschränkungen vor. In Graz werden für Jus, Dolmetsch, Umweltwissenschaften und Erziehungswissenschaft ab dem Wintersemester zusätzlich Aufnahmetests eingeführt. Auch an der WU und der BOKU werden neue Fächer mit Zugangsbeschränkungen versehen.

Weniger Hürden in Tirol und Salzburg

In Salzburg und Innsbruck hingegen werden einige bestehende Zugangsbeschränkungen wieder aufgehoben. An den übrigen Unis soll sich nichts ändern. Oliver Vitouch, Vizevorsitzender der Universitätenkonferenz, hält die Vorgehensweise der Unis für sinnvoll: "Das bedeutet, dass Zugangsregelungen nur dort eingeführt werden, wo es tatsächlich erforderlich ist."

Das Wissenschaftsministerium hofft, dass durch die Maßnahmen den Studierenden bessere Betreuung geboten werden kann, was zu mehr erfolgreichen Studienabschlüssen und gleichzeitig weniger Abbrüchen führen soll. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) hingegen pocht weiter auf einen freien und offenen Zugang und kritisiert die Maßnahmen daher scharf.

Am 1. März starten an den meisten Universitäten die Fristen zur Anmeldung für zugangsbeschränkte Studienfächer.

Für diese (Bachelor)Studien gibt es an der Uni Wien Aufnahmeverfahren:

>>> (Internationale) Betriebswirtschaft
>>> Volkswirtschaft
>>> Biologie
>>> Pharmazie
>>> Ernährungswissenschaft
>>> (Wirtschafts-)Informatik
>>> Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
>>> Psychologie
>>> Lehramt

zusätzlich ab dem WiSe 2019/20:
>>> Transkulturelle Kommunikation
>>> English and American Studies
>>> Chemie
>>> Rechtswissenschaften
>>> Soziologie
>>> Politikwissenschaft
>>> Kultur- und Sozialanthropologie

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(ek)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michael Treu am 05.02.2019 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der phantasielose Einheitsstudent ....

    Wer glaubt, dass Aufnahmeprüfungen bzw ein Numerus clausus mit Qualität einhergeht, der täuscht sich. Im Gegenteil, der Einheitsstudent bzw. Lernroboter wird selektioniert, wird herausgefiltert. Die menschliche Vielfalt, die Vielfalt an Persönlichkeiten, an Eigenschaften und Fähigkeiten gehen in den limitierten und selektionspflichtigen Studienrichtungen verloren und damit für die Gesellschaft. Erste Überraschungen erleben wir in der Medizin. Eine phantasielose, unselbstständige und unflexible Generation an Medizinern mit wenig Empathie verlässt die Universitäten!

  • Who Cares am 06.02.2019 05:09 Report Diesen Beitrag melden

    Studium

    Kurz und Kickl wird es nicht stören. Kurz: Ab 2005 studierte Kurz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (Juridicum Wien) Rechtswissenschaften. Er hat sein Studium nicht abgeschlossen. Kickl: 1988 begann er an der Universität Wien Publizistik und Politikwissenschaft, ab 1989 Philosophie und Geschichte zu studieren. Beide Studien schloss er allerdings nicht ab.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Who Cares am 06.02.2019 05:09 Report Diesen Beitrag melden

    Studium

    Kurz und Kickl wird es nicht stören. Kurz: Ab 2005 studierte Kurz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (Juridicum Wien) Rechtswissenschaften. Er hat sein Studium nicht abgeschlossen. Kickl: 1988 begann er an der Universität Wien Publizistik und Politikwissenschaft, ab 1989 Philosophie und Geschichte zu studieren. Beide Studien schloss er allerdings nicht ab.

  • Michael Treu am 05.02.2019 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der phantasielose Einheitsstudent ....

    Wer glaubt, dass Aufnahmeprüfungen bzw ein Numerus clausus mit Qualität einhergeht, der täuscht sich. Im Gegenteil, der Einheitsstudent bzw. Lernroboter wird selektioniert, wird herausgefiltert. Die menschliche Vielfalt, die Vielfalt an Persönlichkeiten, an Eigenschaften und Fähigkeiten gehen in den limitierten und selektionspflichtigen Studienrichtungen verloren und damit für die Gesellschaft. Erste Überraschungen erleben wir in der Medizin. Eine phantasielose, unselbstständige und unflexible Generation an Medizinern mit wenig Empathie verlässt die Universitäten!