"Reise endet beim Jodeln im Adamskostüm"

Bild: ImPulsTanz
Die "Sons of Sissy" schuhplatteln beim ImPulsTanz. Wer diese sind und was es mit dem Stück und dem Nacktbilder-Verbot auf sich hat? "Heute" klärt auf.
Die "Sons of Sissy" schuhplatteln beim ImPulsTanz. Wer diese sind und was es mit dem Stück und dem Nacktbilder-Verbot auf sich hat? "Heute" klärt auf.

"Heute": Wer sind die vier Söhne, die "Sons of Sissy"?

Simon Mayer: Ein guter Mix aus Stadt- und Landmenschen, die Ansichten über Tradition und Brauchtum teilen und reflektieren.

"Heute": Der Pressetext verspricht einen "gnadenlosen und humorbegabten Bruch mit männlichen traditionellen Rollenbildern." Wie, wo findet dieser statt?

Mayer: Es geht weder um eine Abrechnung noch um einen Bruch. Sondern um die spielerische Suche nach heilsamen und rituellen Aspekten. Der Versuch, eine Welt aufzubauen, in der es normal ist, nackt zu musizieren und zu schuhplatteln. Nacktheit ohne Minderwert und ohne Angst.

"Heute": Wo beginnt, endet die musikalische Reise?

Mayer: Los geht’s beim Volksmusizieren in schrägen Trachten, am Ende jodeln wir im Adamskostüm.

"Heute": Wenn Nacktheit so wichtig ist, warum durften wir die dementsprechenden Pressebilder nicht verwenden? Verzerrt das nicht?

Mayer: Das Stück wurde aus unserer Sicht von Presse und Werbung sehr darauf reduziert. Wir sind aber mehr als "vier nackte Männer mit schönen Hintern".

"Heute": Am 22. 7. zeigen Sie das Werk als Sehbehindertenfassung. Warum das?

Mayer: Das Stück basiert sehr stark auf Sound und Musik und ist für blindes Publikum gut geeignet.

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