Bruni soll Website mit Steuern finanziert haben

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Eine Internetseite der früheren First Lady Carla Bruni-Sarkozy, die mit 410.000 Euro aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde, sorgt für heftige Polemik in Frankreich. Bis Dienstagvormittag unterschrieben mehr als 85.000 Menschen eine Online-Petition, in der die Sängerin aufgefordert wird, das Geld "den Franzosen zurückzugeben" und den Betrag zu spenden.
Eine Internetseite der früheren First Lady Carla Bruni-Sarkozy, die mit 410.000 Euro aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde, sorgt für heftige Polemik in Frankreich. Bis Dienstagvormittag unterschrieben mehr als 85.000 Menschen eine Online-Petition, in der die Sängerin aufgefordert wird, das Geld "den Franzosen zurückzugeben" und den Betrag zu spenden.

Der französische Rechnungshof hatte Mitte Juli in einem Bericht festgehalten, dass aus dem Präsidentschafts-Budget zwischen Jänner 2011 und Mai 2012 insgesamt 410.000 Euro für die Internetseite carlabrunisarkozy.org ausgegeben wurden. Der Zeitraum umfasst die letzten 16 Monate der Präsidentschaft von Brunis Ehemann Nicolas Sarkozy.

Bruni sieht ihre "Ehre" attackiert

Die Internetseite existiert nach wie vor, auf ihr werden die Aktivitäten der Stiftung von Bruni-Sarkozy vorgestellt, unter anderem der Kampf gegen den Analphabetismus. Während Sarkozys Amtszeit informierte die Seite aber auch über Carla Brunis Aktivitäten als Präsidentengattin.

Das Ex-Model hat gereizt auf die Petition reagiert und über einen Anwalt mit einem juristischen Vorgehen gegen jene gedroht, die ihre "Ehre" attackierten. Unterdessen haben sich Webdesigner erstaunt über die hohen Kosten von 410.000 Euro geäußert. Der Initiator der Petition, der Webdesigner Nicolas Bousquet, sagte, mit dem Geld könne er 18 Monate lang zehn Mitarbeiter für ein Internetseiten-Projekt beschäftigen.
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