Mobbing-Prozess gegen das AKH: 29 Betroffene

Nächste Runde: AKH-Chirurgin Prof. E. klagte MedUni und Republik Österreich wegen Mobbings auf 235.000 Euro Schmerzensgeld. Insgesamt 29 Opfer und Zeugen meldeten sich indes bei E.s Anwalt.
"Das ist kein Einzelfall mehr. 29 Betroffene haben uns angerufen, allein 22 aus dem AKH", sagt Johannes Öhlböck. Der Anwalt kämpfte am Montag vor Gericht für seine Mandantin, AKH-Thoraxchirurgin Prof. E. um Schmerzensgeld. Ihre Vorwürfe: Sie sei im AKH beruflich isoliert worden, habe kaum OPs zugeteilt bekommen. "10 Anrufer bestätigten die Übergriffe auf E.", so Öhlböck.

Am Montag argumentierten die Beklagten MedUni und Republik Österreich, die Mobbing-Vorwürfe seien verjährt. Rechtsanwalt Öhlböck ist empört: "Das ist moralisch verwerflich und ein verzweifelter Versuch, sich der Verantwortung zu entziehen." Die MedUni kontert: Bei Schadenersatz-Verfahren prüfe jedes Gericht zuerst die Verjährung, erst dann das Inhaltliche.

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