Miese Rotlicht-Gerüchte um Eva Glawischnig

Wiens legendäre Puffmutter Madame Nina (r.) beschäftigte einst eine spätere Politikerin in ihrem Nobel-Bordell  es war aber dezidiert nicht Eva Glawischnig.
Wiens legendäre Puffmutter Madame Nina (r.) beschäftigte einst eine spätere Politikerin in ihrem Nobel-Bordell es war aber dezidiert nicht Eva Glawischnig.Bild: edition a, Helmut Graf Montage
Nach den abstrusen Anschuldigungen eines bekannten Verschwörungstheoretikers zieht die ehemalige Grünen-Frontfrau vor Gericht.
Bei diesen Anschuldigungen sieht die Grüne rot – und klagt: Ein Verschwörungstheoretiker verbreitete im Internet, dass Eva Glawischnig sich einst in der Bar der legendären Puffmutter „Madame Nina" als Prostituierte verdingt haben soll.

Prozess am Dienstag in Wien

Eine Ex-Grünen-Chefin als Rotlicht-Arbeiterin – um diesen absurden Anwurf dreht sich morgen ein Verfahren am Grauen Haus an der Wiener Zweierlinie. Eva Glawischnig (48) wehrt sich gerichtlich gegen das von Diplomingenieur Walter E. verbreitete Gerücht, sie habe früher in der Sex-Bar von „Madame Nina" als Liebesdienerin gejobbt.

AKH-Aufenthalt befeuerte Gerücht

Ihren Ursprung hat die wirre Story in den im Mai vorgelegten Memoiren von „Puffmutter" Nina Janousek: Als „Madame Nina" betrieb sie 30 Jahre lang ihr Etablissement am Wiener Bauernmarkt, in dem auch ein Ex-Präsident, Falco oder Charlie Sheen verkehrten.

CommentCreated with Sketch.12 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Und eine spätere Politikerin soll sich hier als leichtes Mädchen das Geld für ein schweres Studium verdient haben. Das schrieb Nina in ihrem Buch unter dem Kapitel „Eva" – stellte aber klar, „dass Eva nicht der richtige Name dieser Dame" ist.

Da Glawischnig just zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wegen eines allergischen Schocks in die Notaufnahme des AKH eingeliefert wurde, hatten ein Polit-Hinterbänkler und Walter E. ihren Aufreger.

"Madame Nina" sagt Gerichtstermin ab

Sinngemäßer Inhalt: Zusammenbruch, weil die Vergangenheit sie einholte. Glawischnig brachte daraufhin eine Privatklage wegen übler Nachrede ein. „Madame Nina" ist nach einem Schlaganfall zu krank für eine Klarstellung vor Gericht. Walter E. droht ein Jahr Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Und noch eine Vermutung: Seine Ankündigung („Der Wahrheitsbeweis vor Gericht kommt") wird morgen rasch verpuffen.

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