Grüne fordern mehr Rechte für Prostituierte

Prostituierte am Straßenstrich
Prostituierte am StraßenstrichBild: Denise Auer
Die Grünen wollen rechtliche und soziale Besserstellung von Sexarbeiterinnen und -arbeitern. Anlass: der internationale "Hurentag" am Freitag.
„Am 2. Juni geht es darum, unsere Solidarität mit Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern zu zeigen", so die grüne Frauensprecherin Berivan Aslan in einer Aussendung. Die Politik habe die "Pflicht, Rahmenbedingungen für Sexarbeit zu schaffen, die es Frauen und Männern ermöglicht, ihre Tätigkeit sicher, selbstbestimmt und selbstständig ausführen zu können".

In den letzten Jahren seien einige Ungerechtigkeiten gegenüber Prostituierten ausgeräumt worden. Diese Verbesserungen seien aber nur punktuell und länderabhängig, kritisiert Aslan: „Eine bundesweite Regelung, die SexarbeiterInnen über Landesgrenzen hinweg ähnliche Arbeitsbedingungen ermöglicht, fehlt weiterhin."

Heiliges Land Tirol als Vorbild

Als Positivbeispiel führt die Grüne Nationalratsabgeordnete Tirol an, wo im Landtag kürzlich Sexarbeit entkriminalisiert und die Rechte von Prostituierten auch als Unternehmerinnen gestärkt wurden. „Die rechtliche und soziale Besserstellung von SexarbeiterInnen muss weiter vorangetrieben werden. Auch wenn es inzwischen zahlreiche Versuche in ganz Europa gibt, die Sexarbeit wieder in die Illegalität zu verbannen", so Aslan. Ein Verbot der Prostitution bringe käuflichen Sex nicht zum Verschwinden. Es komme einfach zu einer Verschlechterung der Situation der Betroffenen.

Internationaler Hurentag

Der internationale Hurentag geht auf eine Aktion der internationalen Hurenbewegung zurück. Am 2. Juni 1976 besetzten mehr als 100 Sexarbeiterinnen eine katholische Kirche im französischen Lyon. Seither wird der 2. Juni als internationaler Hurentag begangen, um bessere Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen zu fordern.
Der internationale Hurentag geht auf eine Aktion der internationalen Hurenbewegung zurück. Am 2. Juni 1976 besetzten mehr als 100 Sexarbeiterinnen eine katholische Kirche im französischen Lyon. Seither wird der 2. Juni als internationaler Hurentag begangen, um bessere Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen zu fordern.

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