Hirscher lacht über die "Ligety-Verschwörung"

Ted Ligety glaubt, dass der Ski-Weltcupauftakt in Sölden wegen Marcel Hirscher abgesagt wurde. Der ÖSV-Star lacht über die Verschwörungstheorie.
Wie mächtig ist Marcel Hirscher? Offenbar mächtig genug, um sogar den Weltcup-Auftakt absagen zu lassen. Das glaubt zumindest Ted Ligety. Der US-Skistar meinte am Sonntag: "Es ist etwas seltsam, wenn ein Rennen schon um 6.45 Uhr früh abgesagt wird, an dem Österreichs größter Star nicht teilnehmen kann." Tatsache ist aber, dass der heftige Sturm ein Rennen unmöglich machte. Hirscher selbst zeigt sich von Ligetys Verschwörungstheorie erheitert.

Hirscher muss lachen



"Das ist amüsant, muss ich sagen. Wenn man so weit greifen kann mit den Gedanken, dann ist das schon lustig. Ich hab schon lachen müssen", meint Hirscher im Ö3-Interview. Die Entscheidung der Rennleitung hält er angesichts des Sturms für richtig: "Wenn man die Bilder aus Sölden sieht, wie es am Gletscher abgeht, dann muss man froh sein, dass richtig entschieden worden ist. Natürlich ist es für mich nicht schlecht, aber ob ich dabei bin oder nicht, macht das Kraut nicht fett."

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Weniger erheitert auf die Ligety-Wortmeldung reagierte Hirschers ÖSV-Kollege Manuel Feller: "Ted, ich habe großen Respekt vor dir und du bist/warst eines meiner großen Vorbilder. Aber hat dir deine Mutter nicht gelernt, keine Lügen zu erzählen? Wir alle wären heute gerne gefahren und niemand ist für diese Absage verantwortlich. Dem Österreichischen Verband oder dem Veranstalter Vorwürfe zu machen, ist eine Schande", schrieb er auf Facebook. ÖSV-Coach Andreas Puelacher erklärte: "Ich verstehe so etwas nicht. Bis jetzt war Ted ein großer, fairer Sportsmann. Vielleicht haben ihn seine Trainer schlecht informiert darüber, wie es am Berg ausschaut."

Comeback-Pläne



Während die Kollegen noch den Ligety-Sager verdauen gibt Hirscher noch einen Einblick in seine Comeback-Pläne: "Ich bin nicht arm, habe im Alltag keine Schmerzen, aber die Belastung beim Skifahren ist einfach zu viel", verrät er. ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel meinte zuletzt, dass Hirscher zu früh wieder mit dem Training angefangen hätte. Der Salzburger zur Kritik: "Ob es zu früh war, ist brutal schwer zu sagen. Fakt ist, es hat nicht funktioniert mit der Belastung. Der Körper hat mit dem Schmerz klipp und klar ein Zeichen gesendet, aber es war einen Versuch wert. Das war kein Fehler, es war einfach nicht möglich."

Der Slalom in Levi am 12. November sei jedenfalls noch kein Thema: "Das geht sich nicht aus. Da müsste sehr viel passieren. Auch ein Marcel Hirscher muss trainieren." (gr)

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