Nach U6-Messerstecherei: Zwei Männer in U-Haft

Ein Streit in der Nacht auf Sonntag bei der U6-Station Thaliastraße endete tödlich. Zwei Männer stehen nun unter Mordverdacht.
Das Landesgericht hat am Mittwochabend über drei Verdächtige, die im Zusammenhang mit dem Mord an einem 21-jährigen Serben in Wien-Ottakring stehen sollen, U-Haft verhängt. Demnach stehen ein 22-jähriger Tschetschene und ein 26-jähriger Afghane unter Mordverdacht.

Der Jüngere solle das Opfer mit einem Klappmesser niedergestochen haben. Als der 21-jährige Serbe zu Boden ging, soll ihm der ältere Afghane daraufhin noch mehrere Tritte und Schläge gegen den Kopf verpasst haben.

Danach sollen die beiden auf das zweite Opfer, einen 31-jährigen Bulgaren, losgegangen sein. Dieser erlitt bei der brutalen Attacke lebensgefährliche Verletzungen, ist mittlerweile aber stabil. In Bezug auf diese Tat wird gegen den Tschetschenen wegen versuchten Mordes, gegen den Afghanen wegen Raufhandels mit schweren Verletzungsfolgen ermittelt.

CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Vierter Inhaftierter wieder frei

Die Untersuchungshaft wurde auch über einen zweiten Tschetschenen (25) verhängt. Dieser war zwar unbewaffnet, sei an der Tat allerdings dennoch erheblich beteiligt gewesen. Gegen ihn wird wegen Raufhandels mit Todesfolge und Raufhandels mit schweren Verletzungen ermittelt.

Ein zuerst festgenommener, vierter Verdächtiger - ein 23-jähriger Afghane - wurde indessen wieder auf freien Fuß gesetzt. Laut Aufnahmen einer Überwachungskamera habe er lediglich versucht, die Situation zu beruhigen.

Wieso die Auseinandersetzung derart eskalierte, ist nach wie vor unklar. Motiv der Streitigkeiten waren laut Polizei "Nichtigkeiten". Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag im Bereich Thaliastraße/ Lerchenfelder Gürtel.



(ek)

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