Schallplatten-Revolution kommt jetzt aus Tulln

Die HD-Schallplatte soll wesentlich besser klingen und billiger herzustellen sein.
Die HD-Schallplatte soll wesentlich besser klingen und billiger herzustellen sein.Bild: iStock
Millionen-Investition für ein Tullner Start-Up, das im nächsten Jahr die weltweit ersten HD-Schallplatten herstellen will.
Vor zwei Jahren hatte das Tullner Start-Up Rebeat die Idee, High Definition-Schallplatten aus Vinyl mit Hilfe eines Laser herzustellen. Patente würden dafür angemeldet. Jetzt hat das Unternehmen von Gründer und Chef Günter Loibl 4,8 Millionen Euro als Unterstützung erhalten, damit bis spätestens 2019 serienmäßig HD-Schallplatten produziert werden können.

Mit dem Geld will das Unternehmen einen neuen Laserschneide-Prozess finanzieren. Mit dem gemeinsam mit dem Forschungszentrum Joanneum entwickelten High Definition Vinyl-Verfahren will Günter Loibl Spieldauer und Frequenzumfang von Schallplatten erhöhen und Produktionskosten senken. Zahlreiche große Platten-Labels zeigten bereits Interesse.

Laser brennt die Rillen

Anstatt wie bisher Toninformationen mechanisch in die Schallplatten-Rohlinge zu kratzen, kommt bei HD Vinyl ein Laser zum Einsatz. Dadurch kann mehr Informationen in der Plattenrille untergebracht werden. Auch ein größerer Frequenzbereich kann abgedeckt werden, weil mit der Lasermethode das gesamte Frequenzspektrum der Tonaufnahme auf der Matrize abgebildet werden kann.

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Die neuen HD-Vinyl-Scheiben können auch auf herkömmlichen Plattenspielern abgespielt werden, versichert Rebeat-Gründer Loibl.

Rebeat-Chef Günter Loibl.
Rebeat-Chef Günter Loibl.
Die Finanzspritze von 4,8 Millionen Euro stammt von der österreichischen Investmentgesellschaft GW Invest und der Förderbank austria wirtschaftsservice (aws), teilte das Start-up in einer Aussendung mit.

(red)

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