Rumäne zwang 13-Jährigen zu Diebstählen

Rumäne auf der Anklagebank.
Rumäne auf der Anklagebank.Bild: privat
Ein Rumäne (17) hatte einen Buben im Bezirk Krems zu mehreren Diebstählen verleitet bzw. gezwungen. Der 13-Jährige stahl seiner Oma 6.000 Euro.
Mit vermeintlich lukrativen Waffengeschäften im Kosovo hatte ein Rumäne (17) bei Max (13) aus NÖ Eindruck gemacht. Der Ältere animierte den Jüngeren zu Diebstählen, versprach dem Buben hohe Gewinne. "Zuerst aber brauchen wir Geld, damit wir investieren können", log der 17-Jährige.

Der 13-Jährige stahl daraufhin seiner Mutter regelmäßig kleinere Geldbeträge (10er und 20er). Die 42-Jährige bemerkte die Diebstähle, stellte ihren Sohnemann zur Rede und versteckte die Geldbörse. In der Folge machte der 17-Jährige weiterhin Druck, der Bub erzählte dem Rumänen vom Safe der Oma.

Im Safe waren 19.000 €

Der 17-Jährige bearbeitete den Buben ordentlich, der Schüler stahl der Oma 6.000 Euro, lieferte einen Großteil der Beute ab. Dann sollte der 13-Jährige in den Tresor greifen (es lagen 19.000 Euro drin), doch der Bub traute sich dann doch nicht, stahl der Oma "nur" weitere 90 Euro aus dem Geldbörsel.

Vor Gericht wusch der Rumäne seine Hände in Unschuld, gab sich lammfromm. "Ich hab zu Max nur gesagt, wenn er kein Geld habe, solle er sich welches von der Mama nehmen." Der Rumäne beteuerte Besserung, versprach einen Beruf zu erlernen. Die Staatsanwältin warf ein: "Das hatten wir doch schon letztes Mal, dann haben Sie einen AMS-Kurs besucht - für einen Tag." Der 17-Jährige wurde zu zehn Monaten teilbedingter Haft verurteilt. Ein Monat muss er davon absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (Lie)

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