14 Bergarbeiter in 1.000 Metern Tiefe verschüttet

Bei einer Gasexplosion in einem Bergwerk brachen mehrere Stollen ein. Mehrere Kumpel starben beim Versuch, ihre eingeschlossenen Kollegen zu retten.
Das Unglück ereignete sich am Mittwoch in einem Bergwerk bei Asad Schahr im Norden des Iran: Bei einer Gasexplosion stürzte ein Teil eines mehr als tausend Meter langen Stollens ein.

Für die 14 vermissten Kumpel, die in 1.000 bis 1.500 Metern Tiefe im Stollen festsitzen, besteht kaum noch Hoffnung. Die Suche nach ihnen dauere an. Doch die Hoffnung, die Minenarbeiter lebend zu finden, sei "minimal", sagte der Leiter des Katastrophenschutzes in Golestan.

Mindestens 35 Tote

Mittlerweile ist die Zahl der Todesopfer auf 35 angestiegen. Einige der Bergleute starben offenbar beim Versuch, ihre verschütteten Kollegen zu retten. Dutzende Leichen wurden 600 Meter unter der Erde gefunden. 30 verletzte Bergleute wurden in Spitäler eingeliefert. Zwölf weitere konnten sich unverletzt aus den Stollen retten.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Rettungskräfte versuchten die ganze Nacht über, die verschütteten Arbeiter zu retten und pumpten Sauerstoff in das Bergwerk. Doch wegen der hohen Gaskonzentration unter Tage gestalteten sich die Arbeiten schwierig, wie ein Vertreter der Einsatzkräfte sagte.



Die Helfer seien 800 Meter tief in den Stollen vorgedrungen, hätten aber selbst zu wenig Sauerstoff, sagte der örtliche Chef des Roten Halbmonds. Die Einsatzkräfte befürchteten zudem eine erneute Explosion durch die hohe Konzentration von Kohlenmonoxid.

Unglück könnte Ruhani politisch schaden

Der iranische Präsident Hassan Ruhani, der sich bei der Wahl in zwei Wochen um eine zweite Amtszeit bewirbt, entsandte seinen Arbeitsminister Ali Rabii zum Unglücksort.

Vizepräsident Eschak Dschahangiri sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und beauftragte Industrieminister Mohammed Resa Nemazadeh, die Unglücksursache zu untersuchen. Das Unglück könnte Ruhani politisch schaden: Seine Gegner werfen ihm vor, nicht genügend für die ärmeren Bevölkerungsschichten zu tun. (gux)

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