'Teppichreiniger' betrogen Kunden um 1,3 Mio. Euro

Zwei Franzosen und ein Österreicher sollen ihre Kunden mit ihren "Teppichreinigungsfirmen" in großem Stil betrogen haben. Die Verdächtigen sind auf der Flucht.

Noch immer fahndet die Polizei nach zwei Franzosen und einem Österreicher, die mit ihren Teppichreinigungs-Firmen in großem Stil betrogen haben sollen.

Wie berichtet, wird bereits seit knapp einem Jahr nach Manuel Cortes und seinem Sohn Alfred gesucht, die teils gemeinsam mit dem Österreicher Peter Rothleitner, horrend überteuerte Preise für Orientteppich-Reinigungen verlangten. Mehr dazu auch hier.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte sich das Trio mit den kriminellen Machenschaften bisher rund 1,3 Millionen Euro ergaunert haben.

Die Masche war immer gleich: Die Tatverdächtigen schalteten Inserate in Zeitungen, schätzten Teppiche von Kunden auf völlig überteuerten Wert und kassierten dementsprechend viel – bis zu einem 1000-fach überhöhten Preis – für eine folgende "Reinigung" sowie "Reparatur". Nur: Einen Teil der zu reinigenden Teppiche wurden gar nicht mehr zurückgebracht, sie sollen auch an Dritte verkauft worden sein. 250 davon konnten bisher von der Polizei sichergestellt werden.

Mittlerweile meldeten sich mehr als 160 Personen, die auf die Betrüger hineingefallen waren. Dabei wurden Fälle in Niederösterreich, Wien, Tirol, Kärnten und der Steiermark bekannt. Die Exekutive nimmt an, dass es noch viele mehr sind.

"Sie unterließen es auch, ihre Partnerunternehmen, wo sie die Teppiche teilweise reinigen, reparieren oder in weiterer Folge zustellen ließen, zu bezahlen. Bei den unterschiedlichen Druckereien ließen sie die Rechnungen der Drucksorten (Flyer) einfach unbezahlt", heißt es in einer Aussendung der Landespolizeidirektion Niederösterreich am Freitag erneut.



Die Beschuldigten sind nach wie vor flüchtig, es bestehen EU-Haftbefehle.

Geschädigte werden gebeten, mit der Polizeiinspektion Melk, Telefonnummer 059133-3130, in Kontakt zu treten. Hinweise zum Aufenthaltsort der Beschuldigten werden ebenfalls an die Polizeiinspektion Melk oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.



(nit)

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