Autofahren mit Kindern: So kommst du entspannt an

Eine lange Autofahrt mit Kindern kann für die Eltern zu einer wahren Herausforderung werden. Damit die Reise nicht im Chaos endet, sollte die Fahrt gut vorbereitet werden.

"Sind wir schon da?"

"Ich hab Hunger!"

"Ich muss mal!"

"Leon hat gepupst!"

"Sind wir jetzt da?"


Auf einer langen Autofahrt können Kinder ihre Eltern schnell an den Rand des Wahnsinns treiben. Damit die Reise zum Urlaubsort oder der Familienausflug nicht im Chaos endet, sollte die Fahrt gut vorbereitet werden.

Kurze Strecken mit vielen Pausen entspannen die Tour und geben dem Nachwuchs die Möglichkeit, die angestaute Energie beim Spielen und Toben zu entladen. Während des Fahrens können Rätsel- und Konzentrationsspiele die Sprösslinge beschäftigen und den Eltern Atempausen verschaffen.

Weniger ist mehr: Für Kinder sind kurze Fahrstrecken leichter zu verkraften

Die Frage "Sind wir schon da?" kennen wahrscheinlich alle Eltern, die mit ihren Sprösslingen bereits eine Autofahrt unternommen haben. Bereits wenige Minuten nach der Abfahrt kann es vorkommen, dass die Kinder über Langeweile klagen, sich gegenseitig ärgern oder auf die Toilette müssen.

Das kindliche Naturell ist nicht dafür geschaffen, über einen längeren Zeitraum still aus dem Fenster zu schauen. Dazu kommt, dass zahlreiche Zöglinge inzwischen an eine ständige Beschäftigung durch Smartphone, Computer oder Fernseher gewöhnt sind. Kehrt Ruhe ein – weil Mama und Papa auf die Straße achten oder konzentriert dem Navigationssystem lauschen – fühlt sich der Nachwuchs schnell gelangweilt und fordert aktiv die Aufmerksamkeit der Eltern ein.

Lautes Quengeln, Weinen oder wiederholte Tritte gegen den Vordersitz sind bewährte Methoden, wieder auf sich aufmerksam zu machen. Um dieses Verhalten zu vermeiden, ist die richtige Vorbereitung vor Fahrtantritt ein ausschlaggebender Faktor. Zunächst sollte genau geplant werden, wohin die Reise geht und welche Strecke am besten zum Zielort fühlt.

Autobahn oder Landstraße? – die Frage ist oftmals nebensächlich. Wichtig ist, dass die Fahrt möglichst schnell geht und die Kinder nicht überfordert. Daher empfiehlt der ADAC, nicht mehr als 500 Kilometer am Tag zurückzulegen. Ein gleichbleibendes Tempo kann sich lohnen, da es auf die Sprösslinge beruhigend wirkt. Verschlafen Babys und Kleinkinder den größten Teil der Fahrt, gestaltet sich die Reise entspannt.

Entertainment auf der Rückbank: So wird der Nachwuchs bei Laune gehalten

Auch die längste Fahrt mit Kindern kann zu einem spannenden Abenteuer werden, wenn sich die Kleinen zu beschäftigen wissen. Bilderbücher – für größere Kinder sind Comichefte geeignet – fesseln die Aufmerksamkeit der Sprösslinge. Damit sie auch bei Dämmerung lesen können, ist ein eReader eine gute Wahl.

Ebenso eignen sich Hörspiele, um die Autofahrt abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich müssen Eltern nicht mehrere Stunden hintereinander Benjamin Blümchen und Pipi Langstrumpf lauschen. Jedoch empfiehlt es sich, ein bis zwei "kinderfreundliche Unterhaltungselemente" einzuplanen.

Übrigens kann auch das Navigationssystem als "Bordentertainment" verwendet werden. Aus dem Internet laden die Eltern zu dem Zweck lustige Stimmen herunter. Statt der mechanischen Navigationsstimme beschreiben dann Pumuckl oder Donald Duck die Route.

Um die Fahrt für die Kinder möglichst kurz zu gestalten, kann sich ein früher Start lohnen. Beginnt die Reise vier Uhr morgens, schlummert der Nachwuchs während der ersten Kilometer.

Mit etwas Glück bringen Sie einen Großteil der Strecke hinter sich, bevor auf dem Rücksitz zum ersten Mal gefragt wird, wie weit es noch ist. Wer eine Nachtfahrt unternehmen will, sollte dabei die wesentlichen Punkte beachten:

- Kinder benötigen einen sicheren und gepolsterten Kindersitz, in dem sie eine bequeme Schlafposition einnehmen können.

- Ein Gurtschoner nimmt den starken Drucken vom Schulter-, Bauch- und Brustbereich der Kleinen.

- Für eine angenehme Nachtruhe brauchen viele Kinder ihr Kissen und die Lieblingskuscheldecke. Eine zusätzliche Decke verhindert, dass die Kleinen frieren.

Besonders wichtig: Bei einer Nachtfahrt müssen Fahrer und Beifahrer hellwach sein. Durch Müdigkeitsreaktionen kann es schnell zu einem Unfall kommen.

Das Geräusch eines schnurrenden Motors wirkt beruhigend, teilweise sogar einschläfernd auf Kinder. (Foto: Pixabay.com © rhonda_jenkins CCO Public Domain)

Hauptreisezeit meiden: Die Verkehrslage sollte frühzeitig geprüft werden

Kaum etwas ist auf dem Weg in den Urlaub schlimmer, als mit quengelnden Kindern in einem kilometerlangen Stau festzustecken. Aus dem Grund ist es ratsam, für den Familienausflug die Hauptreisezeit zu meiden. Speziell zu Beginn der Ferienzeit kann es auf den Straßen voll werden.

Wer früh genug losfährt, kann Hauptreiseverkehr entgehen. Gelingt das nicht, sollten sich die Eltern laufend über das Navigationssystem oder den Verkehrsfunk über die aktuelle Verkehrslage informieren. Alternativ helfen praktische Stau-Apps, überfüllte Straßen zu meiden: Wo die Möglichkeit besteht, kann bequem auf die Landstraße ausgewichen werden.

Bereits bei der Routenplanung können die Raststätten in Streckennähe ausgekundschaftet werden. Damit sich die Kleinen in den Fahrtpausen austoben können, eignen sich Rastplätze mit Spielplätzen. Wenn Rutsche, Schaukel und Co. fehlen, denken sich die Eltern Bewegungsspiele für den Nachwuchs aus. Fangen und Verstecken spielen die Kleinen problemlos in jeder Umgebung.

Wichtig: Achten Sie auf den Verkehr am Rastplatz. Sicherer ist es, mit den Kindern auf einer angrenzenden Grünfläche zu toben. Ist im Auto genug Platz, empfiehlt es sich, einen Ball oder sogar ein Federballspiel mit auf Reisen zu nehmen. Nach einer langen Fahrt genießen es Kinder, ihre angestaute Energie auszupowern.

Wenn der kleine Hunger kommt: Das Proviant auf der Fahrt ist wichtig

Während der Autofahrt beschweren sich Kinder nicht nur aufgrund von Langeweile. Auch Hunger und Durst können zu Unmut führen. Daher ist es ratsam, vor der Abfahrt eine Proviantbox zu packen. Belegte Brote, Obst und Trinkpäckchen sollten dabei zur Grundausstattung gehören.

Zu vermeiden sind klebrige und krümelige Lebensmittel. Sind diese auf der Rückbank verschmiert, wird die Weiterfahrt ungemütlich. Zusätzlich ist von Schokolade abzuraten. Durch zu viel Zucker werden die kleinen Mitfahrer unruhig. Schlimmer noch, die Süßigkeiten können ihnen auf den Magen schlagen.

Babys und Kleinkinder sollten während der Fahrt kein Essen in die Hände bekommen. Durch die Bewegung im Auto kann es passieren, dass sich die Kleinen verschlucken. Für Sprösslinge, die bereits bei kurzen Autofahrten über ein flaues Gefühl im Magen klagen, sollte zur Sicherheit eine Spucktüte eingepackt werden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Good NewsChina Life InsuranceKinderAutotests

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen