Klimaschutz

Das sind die größten Klimasünder

Den Großteil der Treibhausgase verursacht nicht der Verkehr, sondern andere Bereiche wie Landwirtschaft und Energiegewinnung.

Heute Redaktion
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Begriffe wie Klimasünder, ökologischer Fingerabdruck und Flugscham sind Teil der Begriffswelten des Alltags geworden. Ein Zeichen dafür, dass die Nachhaltigkeit geistig Fuß fasst, jedoch auch dafür, dass wir in einer Zeit leben, in der Umdenken nicht nur erwünscht ist, sondern gleichzeitig an Notwendigkeit gewinnt. Wo sich Bemühen um Erkenntnis zentriert, sammelt sich aber immer auch viel Halbwissen.

Der Wunsch die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, ist ein recht ambitioniertes Ziel. Bei dem aktuellen Verbrauch würde es jedoch keine acht Jahre dauern, ehe das CO2-Budget erschöpft wäre. Wie eine Klimabilanz deutlich macht, sind es unter allen Klimasündern die Sektoren der Landwirtschaft und Energiebranche, die am meisten Treibhausgase verursachen.



Die Hälfte der Treibhausgase kommen aus Landwirtschaft und Energiegewinnung

In diese beiden Bereiche fällt die Hälfte der Treibhausgasemissionen. Ein Viertel der globalen Treibhaus-Emission fällt in den Bereich der Energie- und Wärmegewinnung, ein weiteres Viertel in die Landwirtschaft. Ein Fünftel Verantwortung trägt der Sektor der Industrie. Der globale Verkehr macht vergleichsweise nur 14 Prozent aus. Der Flugverkehr ist davon für circa 2 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Bei der Zementproduktion sind es 8 Prozent.

„Die größten Treibhausgasemittenten als einzelne Quelle sind eigentlich weltweit Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke", erklärt Fabian Wagner, Forscher am IIASA, am International Institute for Applied Systems Analysis in Laxenburg, im Gespräch mit dem ORF. CO2 selbst steht stark im öffentlichen Interesse, meint jedoch nur einen Teil von verschiedenen Treibhausgasen, die die globale Erwärmung zu verantworten haben.