Digitaler Bilderrahmen von Nixplay spielt groß auf

Fotoalben und ausgearbeitete Bilder waren gestern. Nixplay liefert nun einen digitalen Bilderrahmen ab, der kaum Wünsche von Fotoliebhabern offen lässt.
In Zeiten von Smartphone-Kameras und Co. knipst beinahe jeder täglich Dutzende Fotos. Doch was früher wertvolle Erinnerungen an glückliche Zeiten waren, die liebevoll ausgearbeitet und eingerahmt wurden, artet heute zum digitalen Daten-Chaos und tausenden Fotos aus, die in Cloud-Alben liegenbleiben. Das will der Hersteller Nixplay ändern, indem er digitale Bilderrahmen anbietet, auf die man seine Schnappschüsse laden kann.

Das Unternehmen bietet aktuell mehrere Fotorahmen in verschiedenen Größen entweder mit Wi-Fi-Unterstützung oder als USB- beziehungsweise SD-Verbindungsgeräte an. "Heute.at" hat Nixplay Digitaler Smart Bilderrahmen mit 10,1 Zoll Größe um 179,99 Euro getestet. Dabei zeigt der Nixplay einige Funktionen, die man eigentlich gar nicht erwarten würde. Hier sind unsere Eindrücke im Detail.

Im Karton des Nixplay finden sich nicht nur der Rahmen selbst, sondern auch eine kleine Fernbedienung samt Batterien, ein Netzteil mit europäischem und amerikanischen Steckdosen-Adapter, Material für eine optionale Wandmontage sowie eine Schablone dafür und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch.

Kabel lässt sich wunderbar verstecken

Die Inbetriebnahme funktioniert problemlos. Das Netzteil wird an den Standfuß des Rahmens angeschlossen und lässt sich dadurch wunderbar hinter dem Rahmen verstecken, alle weiteren Schritte zeigt der Rahmen dann am Bildschirm an. Dazu zählt das Auswählen eines Netzwerks, das Herunterladen der Nixplay-App auf das Smartphone und das Anlegen eines Kontos in der App.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Beim Aufstellen haben sich die Entwickler sichtbar Gedanken um die Wünsche der Nutzer gemacht. Per einstellbarem Standfuß kann der Bilderrahmen im Hoch- oder Querformat aufgestellt werden. Schiebt man die Abdeckung an der Rückseite weg, braucht es nur ein paar mitgelieferte Schrauben und das Teil kann auch an der Wand montiert werden.

Dezent im Rahmen versteckt sind zwei Sensoren zu finden. Einer davon ist der Infrarotsensor und sorgt dafür, dass der Rahmen per Fernbedienung gesteuert werden kann. Der andere Sensor erfasst optional Bewegungen und schaltet den Bilderrahmen ein, wenn man sich in der Nähe befindet. So muss man den Rahmen nicht im Dauerbetrieb haben, um die Fotos bewundern zu können.

Lässt kaum Wünsche offen

Die Fernbedienung lässt ebenfalls kaum Wünsche offen. Neben Power-Knopf finden sich darauf eine Taste für die Auswahl der Fotoalben, Steuertasten für die Menüs, eine Play-Taste zum Anzeigen von Fotos sowie Einstellungs-, Zurück-, Lauter- und Leiser-Tasten. Letztere deuten es schon an: Der Rahmen kann auch Sound ausgeben, etwa für Videos.

Die Verarbeitung des Rahmens ist gut. Der überraschend leichte Rahmen (590 Gramm) besteht aus Kunststoff, der aber hochwertig wirkt und gleichzeitig keine Fingerabdrücke sichtbar macht. Die Maße des Rahmens betragen 187 x 268 x 31 Millimeter. Die Rückseite des Rahmens ist magnetisch, damit die Fernbedienung angedockt werden kann.

Hat man den Rahmen mit der Steckdose und dem WLAN verbunden, updatet er sich automatisch. Zur Einführung gibt es ein kurzes Video, das die Funktionen des Rahmens anzeigt. Nun ist der Nutzer dran: In der übersichtlichen App kann der Nutzer selbst Fotos als "Playlists" anlegen und auch andere Nutzer hinzufügen, damit diese ihre Fotos für das Gerät freigeben können.

Smarte Funktionen bei der Foto-Erkennung

Die Playlist-Erstellung funktioniert wie bei jeder traditionellen Foto-App. Man wählt per Häkchen mehrere Fotos in den Bilder-Ordnern am Smartphone aus, schon werden sie automatisch an den Rahmen übertragen. Im Rahmen selbst steht ein Speicher von rund 8 Gigabyte zur Verfügung, wovon aber das Betriebssystem einen Teil besetzt. Per Abo lässt sich aber auch Online-Speicherplatz kaufen und erweitern. Das wird aber nur bei riesigen Fotoalben nötig sein.

Die Playlists lassen sich auf Wunsch benennen, die Übertragung auf den Bilderrahmen dauert dann nur wenige Sekunden. Einziges Manko: Videos werden noch nicht in voller Länge unterstützt, sondern auf 15 Sekunden verkürzt. Und: Die Mono-Lautsprecher sind zwar überraschend klar, das Fehlen von Stereo aber hörbar. Das Video vom letzten Strandurlaub muss also am Smartphone bleiben. In der App lässt sich nun einstellen, wie schnell die Bilder am Rahmen wechseln sollen, ob sie zufällig oder nacheinander angezeigt werden sollen, welche Art des Übergangs es geben soll und ob sie in Originalgröße oder auf die Rahmengröße angepasst abgespielt werden sollen.

Da das Seitenverhältnis 16:10 beträgt, werden Fotos oft nicht optimal in den Rahmen passen. Hier hilft aber die Software smart aus. Der Rahmen erkennt automatisch den besten Bildausschnitt und blendet diesen ein. Will man lieber das ganze Foto sehen, ergänzt der Rahmen den Rand auf Wunsch mit einer weichgezeichneten Version der Hintergrundfarben, was durchaus schick aussieht.

Rahmen ist blickwinkelstabil und lichtbeständig

Bei den Foto-Optionen trumpft der Nixplay Smart Photo Frame groß auf. Acht Optionen sind einstellbar, die von Bildschirm-Ausfüllen über Bildschirm anpassen bis Schwenken und Zoomen reichen, jeweils mit unterschiedlichen Anpassungsmöglichkeiten und Übergängen wie verpixeln oder überblenden. Das HD-Display löst mit 1.280 x 800 Pixel auf. Das klingt etwas gering, reicht aber in der Praxis vollkommen für scharfe und klare Fotos aus.

Bonus: Das Display ist sehr blickwinkelstabil und trotzt auch Sonnenlicht. Dadurch sind Aufnahmen selbst aus extrem schrägen Positionen gut sichtbar und die Fotos lassen sich auch bei blendender Sonne noch erkennen. Auch die Helligkeitsanpassung hilft dabei. Ist der Bewegungssensor aktiviert, schaltet sich der Rahmen ein, wenn man in einem Abstand bis zu 2,5 Metern daran vorbei geht. Wie lange der Rahmen dann an bleiben soll, lässt sich einstellen.

Alternativ kann der Rahmen im Dauerbetrieb stehen, ein Schlafrhythmus eingegeben werden oder die Ein- und Abschaltung über Fernbedienung oder App erfolgen. Ganz ausschalten muss aber nicht sein: Auf Wunsch kann auch einfach die Uhrzeit und das Datum angezeigt werden, wenn gerade keine Fotos durchlaufen.

Smart und spielt groß auf

Klasse sind die vielen smarten Funktionen, die der Nixplay-Rahmen zu bieten hat. So kann man Freunden per versendetem Link Zugriff geben und die können auch unterwegs Bilder auf den Rahmen spielen. Klasse, wenn man etwa Weihnachten nicht bei den Liebsten verbringen kann. Der Rahmen kann auch als Social-Media-Tool eingesetzt werden. Erlaubt man den Zugriff auf Instagram, Facebook und Co., werden gepostete Inhalte direkt am Rahmen dargestellt.

Einziges Manko ist die bisher fehlende Möglichkeit, Videos mit einer Länge von mehr als 15 Sekunden wiederzugeben. Auch die Lautsprecher-Qualität ist nicht unbedingt eine Stärke. Abgesehen davon bleiben keine Wünsche von Foto-Fans offen. Das Display zeigt die Fotos scharf, hell und klar sowie mit guten Kontrasten an, die anpassbaren Funktionen sind zahlreich.

Vor allem für jene ist der Fotorahmen ein tolles Geschenk, die zwar immer und überall knipsen, deren Fotos dann aber ein verstecktes Dasein im Smartphone-Speicher fristen. Schlau gedacht ist auch der Bewegungssensor, der beim Strom sparen hilft und Bilder nur dann anzeigt, wenn jemand in der Nähe ist, der sie auch sehen kann. Die Einrichtung funktioniert schnell, die Funktionen sind selbsterklärend und die Qualität ist gut. Zudem fügt sich der dezente Rahmen schön in jede Wohnlandschaft ein.

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