"Kratzgeräusche" – Suche nach Verschütteten läuft

Szenen der Zerstörung in Wien-Wieden: Bei einer Explosion wurde ein Teil eines Hauses in der Preßgasse weggerissen, das Gebäude ist teilweise eingestürzt.
Es sind Szenen, die man in Wien nicht oft sieht: Trümmer liegen auf den Straßen herum, rund um die Preßprgasse verhüllt dichter Staub die Luft. Die Einsatzkräfte haben die Umgebung des fünfstöckigen betroffenen Gebäudes weiträumig abgesperrt. Das Gebäude selbst ist vollkommen zerstört: Ein Teil des Objekts wurde einfach weggerissen, ein Großteil ist eingestürzt.

Passanten werden von der Polizei evakuiert. Geschockt zeigen sich Augenzeugen. "Die sind nicht alle draußen", sagt eine weinende Anrainerin zu "Heute". Videos zeigen, wie verletzte Personen aus dem Gebäude getragen werden.

Auch zweites Haus teilweise eingestürzt

"Mehrere Stockwerke von bis zu zwei Mehrparteienhäusern sind zum Teil eingestürzt. Näheres ist derzeit unbekannt", heißt es von der Polizei. Zu sehen war, wie zumindest eine Person mit einem Rettungsfahrzeug abtransportiert wurde. Die Berufsrettung Wien sprach von mindestens vier Schwerverletzten und sechs Leichtverletzten.

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Die Polizei korrigierte die Opferangaben kurz nach 18 Uhr auf zwei Schwerverletzte und zehn Leichtverletzte. Vermutet wird als Auslöser eine Gasexplosion.

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Die Straßen rundherum um das Wohnhaus wurden weiträumig abgesperrt. Polizei, Rettung und Feuerwehr sind im Großeinsatz.
Die Straßen rundherum um das Wohnhaus wurden weiträumig abgesperrt. Polizei, Rettung und Feuerwehr sind im Großeinsatz.
Erschütterung meterweit spürbar

Anrainer berichteten, dass sie noch einige Straßen weiter mehrere starke Erschütterungen gespürt und schließlich einen lauten Knall vernommen hätten. Gesperrt werden mussten die Preßgasse, die Heumühlgasse, die Operngasse ab Karlsplatz und die Margretenstraße. Die Verbindung zwischen Wiedner Hauptstraße und Wienzeile ist über die Schleifmühlgasse befahrbar, so die Polizei.



Die Explosion in einem Wohnhaus in der Preßgasse in Wien-Wieden beschäftigt nach wie vor Berufsfeuerwehr und Berufsrettung Wien. Die Feuerwehr ist mit 100 Mann und 30 Fahrzeugen im Einsatz, die Berufsrettung ist mit Teilen des Katastrophen-Zugs vor Ort und versorgt verletzte und evakuierte Personen sowie Anrainer aus den umliegenden Wohnhäusern.

Hundestaffel und Schallortung

Die Zahl der Schwerverletzten wurde mittlerweile auf zwei korrigiert, jene der Leichtverletzten ist auf zehn gestiegen. Die Schwerverletzten wurden in umliegende Spitäler gebracht. Im betroffenen Objekt gibt es 22 Wohneinheiten, insgesamt sind dort 42 Personen gemeldet.



Der Katastrophenhilfsdienst des Wiener Landesfeuerwehrverbandes ist indessen mit der Rettungshundestaffel und einer Schallortungsgruppe angerückt, um im betroffenen Gebäude nach etwaigen Verschütteten zu suchen.

Verschüttete unter Trümmerhaufen vermutet

Von den Einsatzkräften heißt es, dass es möglicherweise Verschüttete unter einem tonnenschweren Trümmerhaufen vor dem betroffenen Haus gibt. Die Trümmer hätten unter anderem ein Auto unter sich begraben.

Aus dem Trümmerhaufen seien Kratzgeräusche hörbar gewesen, bis zu zwei Verschüttete könnten sich darunter befinden. Auch Suchhunde hätten mitten in den Trümmern angeschlagen.





(rfi)

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