Frau (49) nach Nussschnaps-Feier mit Dodge Ram getötet

Der Dodge des Verdächtigen
Der Dodge des VerdächtigenChristelli
Lokalaugenschein im Falle der toten 49-Jährigen in Eibesbrunn: Ein 55-Jähriger soll seine Freundin im Rausch angefahren und getötet haben.

"Es war eine funktionierende Beziehung. Mein Mandant ist am Boden zerstört. Nach einigen Bieren hat das Paar auf einem Reiterhof noch einige Stamperl Nussschnaps getrunken. Dann fuhr das Paar zu jener Tankstelle, sie wollte weiteren Alkohol besorgen. Und dabei dürfte er beim Wegfahren nach links geschaut und mit dem Auto die Frau rechts erwischt haben", skizziert Verteidiger Farid Rifaat. 

Frau starb im Spital

Der 55-Jährige fuhr dann von der Unfallstelle in Eibensbrunn (Mistelbach) nach Gerasdorf, stellte den Dodge Ram ab und ließ sich von seiner Schwester abholen. Währenddessen wurde die Schwerstverletzte ins Donauspital geflogen und starb dort kurz nach der Einlieferung. 

Am nächsten Morgen wurde der 55-Jährige von der Polizei angerufen und zum Verhör zitiert - der Hufschmied erschien freiwillig am Posten. Dann wurde der Verdächtige in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert, die Staatsanwaltschaft beantragte eine Verhängung der U-Haft - mehr dazu hier.

In rund drei Stunden wurde am Montag die Tat nachgestellt. Zwei Opferanwälte (Johannes Öhlböck und Florian Höllwarth) vertraten die Angehörigen der passionierten Reiterin. Laut Öhlböck haben die Zeugen die Tat beim Lokalaugenschein anders dargestellt als der Beschuldigte. Auch der Sachverständige soll laut Öhlböck seine Zweifel haben. "Es muss eine Mordanklage geben", so die beiden Anwälte.

Bisher wird nur wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, der Beschuldigte kam auf Kaution auf freien Fuß. Es werden nun weitere Gutachten (Gerichtsgutachten und Kfz-Gutachten eingeholt). Die Unschuldsvermutung gilt.

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