Fünf Tipps gegen die Langeweile in Quarantäne

Ein Frühjahrsputz hat sich selten so gelohnt wie in diesem Jahr. Denn in einer aufgeräumten und sauberen Umgebung lassen sich die Tage besser verbringen.
Ein Frühjahrsputz hat sich selten so gelohnt wie in diesem Jahr. Denn in einer aufgeräumten und sauberen Umgebung lassen sich die Tage besser verbringen.Bild: pixabay.com/Pexels (CCO Creative Commons)
Das Corona-Virus hält die Welt in Atem und stoppt in großen Teilen von Europa das öffentliche Leben. Eine Quarantäne kann zur Nervenprobe werden. Unsere Tipps helfen gegen Langeweile.
Aktuell haben die Menschen in Österreich deutlich mehr Zeit zur Verfügung. Aus einem prallen Alltag heraus geht es entweder in die Quarantäne oder ins Home-Office mit oder ohne Kinder. Die erzwungene Zeit daheim ist eine Herausforderung für die Bevölkerung.

Viele Europäer nutzen die Zeit für das Schauen von Filmen und Serien. Tatsächlich ist die Nutzung so sehr angestiegen, dass der Streaming-Anbieter Netflix auf Bitten der Regierung europaweit den Datenverbrauch beim Streaming drosselt. Binge Watching ist keine tagesfüllende Lösung, denn der Serienmarathon schadet dem Gehirn. Folgende Alternativen zum Binge Watching sind gesünder und bringen nachhaltigen Gewinn.

Frühjahrsputz

Passend zur Jahreszeit bietet sich ein gründlicher Frühjahrsputz an. Am besten mit dem Frühjahrsputz starten und danach die Sauberkeit genießen. Zu einem gründlichen Frühjahrsputz gehören:

- saubere Fenster

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. - saubere Türen

- gewaschene Gardinen

- Abstauben von allen Flächen

- Waschen von Kissen

- Reinigen von Polstern und Teppichen

- Saugen und Wischen von Bodenflächen

- gründliche Badreinigung

- Reinigung von Deko-Gegenständen

Wer sein Zuhause gerne entsprechend der Jahreszeiten dekoriert, kann dies nach der Reinigung tun. Die dunkleren Farben des Winters verschwinden und die frischen Frühlingstöne ziehen ein. Details wie Kissenbezüge und Bilder beim Dekorieren nicht vergessen. Nach einer solchen Aktion mit einem leckeren Getränk hinsetzen und die eigenen vier Wände genießen.

Tipp: Im Anschluss jeden Tag eine halbe Stunde in die Ordnung und Sauberkeit investieren.

Aussortieren

Marie Kondo ist in aller Munde. Es muss nicht so radikal wie bei Kondo sein, aber Aussortieren tut der Seele gut. Mit etwas Zeit lässt es sich gut durch die einzelnen Räume und Schränke gehen. Wer täglich einen Raum schafft, freut sich schnell über Ergebnisse. Aktuell lassen sich die aussortierten Gegenstände nicht direkt abgeben, aber sie lassen sich bereits in Kartons oder Tüten packen.

Fragen sind beim Aussortieren:

- Was brauche ich?

- Was macht mir Freude?

- Was habe ich schon lange nicht mehr gebraucht?

- Was belastet mich?

Denn nicht nur im Kleiderschrank sammelt sich mit der Zeit vieles an. In jedem Raum unseres Zuhauses finden sich Gegenstände, die wir nicht brauchen. Solange wir uns von diesen nicht trennen, nehmen sie uns Platz weg.

Jetzt ist ein idealer Zeitraum, sich von alten Büchern, Magazinen, Deko-Objekten, ungeliebten Geschenken sowie unnützen Artikeln zu verabschieden. Kaputtes und Unvollständiges direkt wegschmeißen. Andere Artikel gegebenenfalls reinigen und für den Abtransport bereitstellen.

Tipp: Auch wenn es schwer fällt, im Kleiderschrank ausmisten gehört dazu. Kritisch überlegen, welche Kleidungsstücke zur aktuellen Figur und zur Person passen. Abgetragene Kleidung entsorgen. Schöne Ergänzungen in frischen Frühlingsfarben finden sich zu einem fairen Preis im Online Outlet. Neue Kleidung hebt die Stimmung.

Ernährung umstellen

Im Alltag bleibt oft wenig Zeit für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Ungesunde Snacks schleichen sich in unsere Gewohnheiten ein. Nun ist Zeit für leckere Salate und Kochen nach Kochbüchern. Ungesundes aussortieren und Platz schaffen für neue Routinen.

Jetzt ist Zeit für gesundes und leckeres Essen. Schön angerichtet, wird die Mahlzeit zu einem Highlight des Tages.(Foto: pixabay.com © Wow Pho (CCO Creative Commons)

Als gesunde Nervennahrung bieten sich Mandeln, Nüsse oder Sonnenblumenkerne an. Selbstzubereitete Smoothies mit Gemüse sind ideal als Zwischenmahlzeit. Warum nicht die Mahlzeiten in dieser Zeit zelebrieren? Den Tisch besonders schön decken und am Abend Kerzen dazustellen. Oder sich durch unterschiedliche Landesküchen kochen? – In herausfordernden Zeiten ist Selbstfürsorge wichtig.

Tipp: Vitamin D nicht vergessen. Da die Zeiten in der Sonne aktuell beschränkt sind, leert sich der Vitamin-D-Speicher schnell. Vitamin-D-Mangel wirkt sich negativ auf die Knochen, das Befinden, die Blutzuckerwerte und sogar auf die Fruchtbarkeit von Frauen aus.

Bücher lesen

Wer kennt das nicht: Die Bücher stapeln sich, aber die Zeit zum Lesen findet sich nicht? Nun lassen sich all die Romane und Sachbücher lesen, die unberührt im Regal stehen. Oder die Klassiker bestellen, die uns lange interessieren. Wer einen zusätzlichen Anreiz braucht, erstellt sich eine Lese-Challenge mit einer Liste von Büchern. Jeden Tag ein Buch lesen.

Tipp: Ein Lesekreis lässt sich im kleinen Rahmen über das Telefon, Skype, Zoom oder FaceTime organisieren. Sich schnell auf eine Liste einigen und im Ein- bis Zwei-Tagesrhythmus zu einer abgemachten Zeit über das letzte Buch reden.

Neue Sprache lernen

Unser Gehirn braucht nun Beschäftigung. Warum nicht endlich Spanisch, Schwedisch oder Französisch lernen? Aktuell bleibt genug Zeit, um täglich zu lernen. Unterlagen gibt es entweder als Sprachkurs-Bücher oder als Online-Materialien. Es ist nie zu spät für eine neue Sprache. Studien zeigen, wie positiv sich das Erlernen einer Fremdsprache auf unser Gehirn auswirkt.

Eine neue Fremdsprache fordert unser Gehirn und bringt Abwechslung. (Foto: pixabay.com © Pexels (CCO Creative Commons)

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass zusätzlicher Spracherwerb zu einer ausgeprägten Großhirnrinde führt. Hiermit wirken Fremdsprachenkenntnisse aktiv Entwicklungen wie Gedächtnisverlust oder Erkrankungen wie Demenz entgegen.

Tipp: Neue Vokabeln in der Wohnung aufkleben und beim Zähneputzen, Treppensteigen oder Kaffeekochen die neuen Worte lernen. Filme aus den Ländern mit Untertiteln im Streaming schauen. So erlernen sich der Klang und die eigene Melodie einer Sprache besser.

Tagesstruktur schaffen

Es geht uns besser, wenn unsere Tage eine Struktur haben. Wer mit einem Plan durch diese Tage geht, übersteht die Zwangspause besser und nutzt die Zeit effektiver. Kreative können hierfür einen Plan aufmalen und einzelne Punkte nach dem Erledigen abhaken.

Neben den Aufgaben ist es wichtig, für sich Routinen zu schaffen. Wie wäre es mit einer Viertelstunde Gymnastik, Yoga, Pilates oder Ähnlichem am Morgen nach dem Aufstehen? Duschen, Anziehen und etwas frühstücken. Danach könnte das Ausmisten auf dem Programm stehen. Oder es gibt eine Selbstlerneinheit in einer neuen Sprache. Diese Routinen müssen nicht auf die Minute eingehalten werden, aber ein fester Tagesablauf hilft in der Quarantäne.

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen

Nav-AccountCreated with Sketch. heute.at TimeCreated with Sketch.| Akt:
ÖsterreichNewsWohnen