Iraker hetzte gegen Islam: Geldbuße für 61-Jährigen

Der Angeklagte
Der AngeklagteBild: privat
Ein 61-Jähriger hatte auf Facebook seinem Unmut Luft gemacht, schrieb: "2.800 Moscheen hat die CDU gebaut und das Land mit islamischen Messerstechern und Vergewaltigern überschwemmt."
Von Einsicht war letzte Woche am Landesgericht Sankt Pölten wenig zu sehen. "Ich bin Christ und Opfer und werde hier zum Täter gemacht", schüttelte ein 61-jähriger Iraker den Kopf auf der Anklagebank.

Der Angeklagte hatte auf Facebook geschrieben: "2.800 Moscheen hat die CDU in Deutschland gebaut und das Land mit islamischen Messerstechern und Vergewaltigern überschwemmt" sowie: "Wenn alle Täter psychisch krank sind, dann ist der Islam die Psychose." Die Postings des Irakers wurde gemeldet, der 61-Jährige wurde schließlich wegen Verhetzung angezeigt.

Laut Staatsanwaltschaft Sankt Pölten hat der Mann aus dem Raum Tulln auf seinem allgemein zugänglichen Facebookprofil öffentlich alle Angehörigen muslimischer Religionszugehörigkeit als Terroristen und Kapitalverbrecher gleichgestellt und somit das Vergehen der Verhetzung begangen. Das Urteil am Landesgericht St. Pölten: 500 Euro Geldbuße im Rahmen einer Diversion. (Lie)



CommentCreated with Sketch.46 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.

Nav-AccountCreated with Sketch. Lie TimeCreated with Sketch.| Akt:
Sankt PöltenNewsNiederösterreichGericht

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema