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Iran warnt vor "umfassendem Krieg"

Irans Außenminister Sarif warnt vor einer drastischen Eskalation des Konflikts mit Saudi-Arabien und den USA.

Heute Redaktion
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Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif warnt vor einer drastischen Eskalation des Konflikts mit Saudi-Arabien und den USA, sollte sein Land angegriffen werden.
Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif warnt vor einer drastischen Eskalation des Konflikts mit Saudi-Arabien und den USA, sollte sein Land angegriffen werden.
Bild: EPA

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif warnt vor einer drastischen Eskalation des Konflikts mit Saudi-Arabien und den USA, sollte sein Land angegriffen werden. Das Ergebnis eines Militärschlags gegen den Iran wäre ein umfassender Krieg, sagte Sarif dem Sender CNN am Donnerstag. Der Iran wolle keinen Krieg und er wolle sich nicht an einer militärischen Konfrontation beteiligen. "Aber wir werden nicht einen Augenschlag zögern, unser Territorium zu verteidigen."

Die USA und Saudiarabien wollen die internationale Gemeinschaft nach den Angriffen auf wichtige Erdölanlagen im Saudischen Königreich für Beratungen konsultieren. Es soll um Reaktionen gegen den Iran gehen.

Iranisches Regime eine Bedrohung

US-Außenminister Mike Pompeo und der saudische Kronprinz und Verteidigungsminister des Königreiches, Mohammed bin Salman, hätten bei ihrem Treffen am Mittwochabend die Notwendigkeit besprochen, "dass die internationale Gemeinschaft zusammenkommt, um der anhaltenden Bedrohung durch das iranische Regime zu begegnen."

Dies teilte das US-Außenministerium nach einem Treffen der zwei Akteure im saudischen Dschidda mit. Sie hätten darin übereingestimmt, "dass das iranische Regime für sein anhaltend aggressives, rücksichtsloses und bedrohliches Verhalten verantwortlich gemacht werden muss".

Trump und Johnson wollen diplomatische Lösung

US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Boris Johnson haben sich in einem gemeinsamen Telefonat für eine diplomatische Antwort auf den Ölraffinerie-Angriff in Saudiarabien ausgesprochen ("Heute.at" hat berichtet). "Sie verurteilten die Anschläge und diskutierten die Notwendigkeit einer vereinten, diplomatischen Antwort der internationalen Partner", teilte das Büro Johnsons am Mittwoch mit.

Weiterhin seien sich die Regierungschefs einig gewesen, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Ein Sprecher des Weißen Hauses betonte nach dem Gespräch die spezielle Beziehung der beiden Länder. Sie verfolgten die gleichen sicherheitspolitischen Ziele, "insbesondere in Hinsicht auf Irans destabilisierendes Verhalten."

Auch wenn Trump eine diplomatische Lösung sucht, twitterte er Mittwochabend ein Video anlässlich des 72. Geburtstags der US-Air Force. Womöglich ein Hinweis an den Iran?