Israel impft weiter und schottet sich international ab

Schnelltests für Einreisende am Ben-Gurion Flughafen nahe Tel Aviv am 24. Jänner 2020
Schnelltests für Einreisende am Ben-Gurion Flughafen nahe Tel Aviv am 24. Jänner 2020JACK GUEZ / AFP / picturedesk.com
Israel will unbedingt verhindern, dass die neuen Corona-Mutationen ins Land kommen. Die Regierung verbietet deshalb internationale Flüge bis Sonntag.

Israel stellt wegen der jüngsten Mutationen des Coronavirus seine internationalen Flugverbindungen für fast eine Woche weitgehend ein. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag mitteilte, tritt die Flugsperre in der Nacht zum Dienstag um 00.00 Uhr Ortszeit in Kraft und gilt bis zum Sonntag. "Wir schließen die Lüfte hermetisch ab, von seltenen Ausnahmen abgesehen", sagte Netanjahu. Die Maßnahme solle verhindern, dass mutierte Coronavirus-Varianten ins Land gelangten.

Ausnahme

Ausnahmen von dem Flugverbot gelten unter anderem für medizinische Transporte, Warenlieferungen und Einsätze der Feuerwehr. Ein Gremium aus Gesundheitsexperten und Vertretern des Innenministeriums kann im Einzelfall Sondergenehmigungen für Flüge zu "humanitären und persönlichen Zwecken" erteilen.

Mutation

In Israel sind Fälle von Infektionen mit den neuen Formen des Coronavirus entdeckt worden, die zuerst in Großbritannien und Südafrika festgestellt worden waren und die als deutlich ansteckender gelten als die vorherigen Formen des Erregers. Das Gesundheitsministerium teilte zudem am Sonntag mit, dass ein Infektionsfall mit einer weiteren, aus Los Angeles kommenden Coronavirus-Variante diagnostiziert worden sei. Der Patient mit dieser Virus-Variante habe vier andere Menschen infiziert.

Lockdown

Israel befindet sich derzeit in seinem dritten Lockdown. Dieser war vor einigen Tagen bis Ende Januar verlängert worden. Zugleich läuft eine massive Corona-Impfkampagne im Land. Am Samstag war mit der Impfung von Jugendlichen begonnen worden. Seit Beginn der Impfkampagne vor einem Monat erhielten laut Gesundheitsministerium mehr als 2,5 Millionen der insgesamt rund neun Millionen Einwohner die erste Dosis. 900.000 Menschen bekamen bereits die zweite Spritze. Jetzt werden sogar schon Schüler geimpft.

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