Kickl will Gegnern "Schlag aufs Hosentürl versetzen"

Seine emotionale Rede beim FPÖ-Wahlkampffinale bringt Ex-Innenminister Herbert Kickl viel Kritik ein.
Für Zurückhaltung bei der Verbreitung ihrer politischen Botschaften war die FPÖ noch nie bekannt – nicht nur am politischen Aschermittwoch spucken die Freiheitlichen seit jeher große Töne. Eine Aussage des ehemaligen Innenministers Herbert Kickl beim Wahlkampffinale der FPÖ am Viktor-Adler-Markt am Freitag überschreitet aber für Kritiker eine Grenze.

Bei seiner flammenden Rede vor FPÖ-Anhängern sparte Kickl nicht an Kritik an Medien und den politischen Mitbewerbern. Er plädierte einmal mehr für ein restriktiveres Vorgehen bei der Migration, forderte eine Law-and-Order-Politik ein und zog die Proteste der "Fridays for Future"-Bewegung durch den Kakao. Man wolle die FPÖ "umbringen", die Aufdeckungen der letzten Wochen seien "ein Mordanschlag, der hier auf die FPÖ durchgeführt wird", gab er sich empört. Es handle sich um einen "Anschlag auf die Demokratie", so der Freiheitliche, der in seiner Rede auch die rechte Verschwörungstheorie eines "Staates im Staat" mitschwingen ließ, bevor er zum Verbalschlag ausholte:

"Schlag aufs Hosentürl versetzen"

"Liebe Freunde, sie wollen uns zermürben, sie wollen uns zerstören, und unsere Antwort kann nur sein, dass wir uns mobilisieren, dass wir kampfeslustig sind bis zum letzten Tag und, dass wir ihnen einen Schlag aufs Hosentürl versetzen am kommenden Sonntag", so der Ex-Innenminister. "Das wird notwendig sein, damit sie das einmal verstehen." (Video oben ab 25:20)

Von den FP-Anhängern vor Ort mit Applaus und Fahnenwedeln quittiert, sorgte der Sager in sozialen Netzwerken vor allem für Kritik. Beobachter sahen in der Aussage des Ex-Innenministers eine Grenze überschritten, nannten sie etwa "primitiv, abstoßend und widerwärtig".



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