Klage wegen zu lauter Kirchenglocke abgewiesen

Bild: Harald Dostal

Im Kampf gegen das nächtliche Glockenläuten des Linzer Mariendoms holt sich Architekt Wolfgang Lassy (57) jetzt Beistand von ganz oben. Der Kläger bittet sogar Papst Franziskus um Hilfe.

Im Kampf gegen das nächtliche Glockenläuten des Linzer Mariendoms holte sich Architekt Wolfgang Lassy (57) zwar Beistand von ganz oben - der Kläger bat sogar Papst Franziskus um Hilfe. Genutzt hat dies nichts, die Klage wurde abgewiesen.

"Wir wenden uns an Seine Heiligkeit mit einem brennenden Problem" – mit diesen Worten beginnt ein zwei Seiten langer Brief von Wolfgang Lassy (57). Empfänger: Papst Franziskus höchstpersönlich. Der Linzer Architekt kämpft bereits seit Jahren erfolglos gegen das nächtliche Glockenläuten des Mariendoms.

Die Glocken der Kirchenturmuhr schlagen laut Lassys Anwalt Wolfgang List 222 (!) Mal in einer Nacht. "Schlafen ist für mich Stress. Ich muss oft Tabletten nehmen, um zur Ruhe zu kommen", so Lassy zu "Heute".

Der 57-Jährige, der die Linzer Dompfarre geklagt hat (Donnerstag beginnt der Prozess), schrieb am 4. Februar in seiner Verweiflung auch die höchste Instanz der Kirche an. Lassy: "Diese Lärm-Maschine ist gesundheitsgefährdend, gehört bei Nacht abgestellt. Beim Wiener Stephansdom funktioniert es doch auch."

Antwort kam vom Papst zwar keine, aber vom Gericht. Wie die Diözese am Freitag bekanntgab, wurde die Klage des Anrainers abgewiesen.

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