Mama von Biss-Opfer: "Lukas weint seitdem viel"

Lukas (12), neben der neunjährigen Freundin Nora, wurde durch die Hundebisse schwer verletzt. Er liegt mittlerweile auf der Normalstation im Spital.
Lukas (12), neben der neunjährigen Freundin Nora, wurde durch die Hundebisse schwer verletzt. Er liegt mittlerweile auf der Normalstation im Spital.Bild: Privat
Die fürchterliche Hunde-Attacke in Ottensheim beschäftigt immer noch das ganze Land. "Heute" erreichte die Mama des schwer verletzten Lukas.
Nach der schrecklichen Hunde-Attacke in Ottensheim (Bez. Urfahr-Umgebung) konnte Lukas (12) im Keplerklinikum mittlerweile von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt werden. "Heute" erreichte Mama Anita W. (45) am Sonntag am Handy: "Er wurde aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt. Er hat immer noch große Schmerzen, vor allem beim Sprechen. Lukas schläft sehr viel."

Wie die Mutter berichtet, erinnert sich der Bub an jedes Detail der schlimmen Attacke. "Er erzählt etwas und fängt dabei immer wieder zu weinen an. Die psychische Belastung ist enorm."

Überall am Körper verdecken Verbände die Bisswunden des Hundes. Der rund 36 Kilo schwere Pitbull-Mischling "Tyson" ließ von dem Schüler nicht mehr ab, zerrte ihn sogar durch den Wald (wir berichteten). Er habe sich sogar tot gestellt, bis sein Papa und der Großvater seiner Freundin Nora (9) zu Hilfe kamen.

CommentCreated with Sketch.25 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Am schlimmsten hat es den Buben an den Oberschenkeln und am Hals erwischt.

Muss Lukas seinen Geburtstag im Spital feiern?



Wie lang der Zwölfjährige noch im Krankenhaus bleiben muss, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Eine weitere Operation sei laut der Mutter nach derzeitigem Stand aber nicht notwendig.

Gut möglich, dass Lukas seinen 13. Geburtstag am 1. August im Spital feiern müssen wird.

Indes steht mittlerweile fest, dass der Hund eingeschläfert wird. Dies habe auch Besitzer Martin M. (21) aus Feldkirchen/Donau (Bez. Urfahr-Umgebung) eingesehen.

Wie nun bekannt wurde, hat "Tyson" vor einem Monat schon einmal zugebissen. Sein Opfer sei schwer verletzt worden. Es kam aber zu keiner Anzeige. Der Grund: Das Opfer ist ein Freund des Hundehalters.

Anita W. ist erleichtert, dass der Vierbeiner nun eingeschläfert wird. Sie will auch den Hundebesitzer einmal treffen. "Ich will ihm in die Augen sehen. Derzeit ist es aber dafür noch zu früh. Jetzt geht es nur um die rasche Genesung meines Sohnes", so die Ottensheimerin.



(mip)

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