Politik

ÖVP beschimpft Kickl als "Hassprediger"

Der Schlagabtausch zwischen ÖVP und FPÖ geht weiter. ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker spricht von einer "inakzeptablen Grenzüberschreitung".

Heute Redaktion
ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker kritisiert FPÖ-Chef Herbert Kickl.
ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker kritisiert FPÖ-Chef Herbert Kickl.
picturedesk.com; "Heute"-Montage

Der Normalitätsstreit zwischen ÖVP und FPÖ geht weiter. Herbert Kickl forderte zuletzt Neuwahlen, "Heute" berichtete. Die Debatte darüber, was "normal" ist und was nicht, setzte der FPÖ-Chef dann in einem Facebook-Posting fort. "Wenn eine gewisse Frau Edtstadler und die ganzen andere Folterknechte der Volkspartei aus der Corona-Zeit für die Normalität in diesem Land stehen, dann habe ich hier und heute ein weißes Leiberl an", sagte er mit Sonnenbrille und schwarzem T-Shirt.

"Rechter Extremismus ist nicht normal"

Die ÖVP reagierte am Sonntag in einer Aussendung: "Rechter Extremismus ist nicht normal, da gibt es kein Wenn und Aber", repliziert der Generalsekretär der Volkspartei, Christian Stocker, auf die abermalige verbale Entgleisung Herbert Kickls.

"Wenn sich Herbert Kickl aus dem Urlaub zu Wort meldet, weiß man schon im Vorhinein, dass es sich um keinen konstruktiven Diskussionsbeitrag handelt. Die Bezeichnung von politischen Mitbewerbern als 'Folterknechte' ist einmal mehr eine inakzeptable Grenzüberschreitung und beweist einmal mehr, dass Kickl nicht regierungsfähig ist. Diese Wortwahl entspricht der eines Hasspredigers", so Stocker in der Aussendung.

ÖVP-Kritik: FPÖ hat keinen inhaltlichen Plan

"Gerade aus der Covid-19-Pandemie haben wir eines gelernt: rasch, aber wohlüberlegtes Handeln schützt Menschenleben. Was hat der blaue Obmann indes gemacht? Bitterstoffe gegen Corona empfohlen. Und seither hat er sich an Putin angebiedert und 'Sky Shield' verteufelt. Das ist nicht normal - sondern das Gegenteil: radikal, extrem und sicherheitsgefährdend", heißt es weiter.

Stocker lobt die Arbeit des Kanzlers und kritisiert, dass die FPÖ keinen inhaltlichen Plan habe: "Deswegen ist gut und richtig, dass Bundeskanzler Karl Nehammer eine Koalition mit Kickl ausgeschlossen hat. Kickls Kritik an Ministerin Karoline Edtstadler unterstreicht das einmal mehr deutlich. Sein Hetzvideo aus dem Urlaub beweist, dass er keine inhaltlichen Argumente und schon gar keinen inhaltlichen Plan hat. Russlandhörigkeit, radikale Parolen und die Gesellschaft spalten: das ist Kickl-Politik", betont der Generalsekretär abschließend.

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