Reichelt: "Riss mir Boden unter den Füßen weg"

Hannes Reichelt sieht sich mit Doping-Vorwürfen konfrontiert. Der Ski-Star weist jede Schuld von sich – und nennt Details.
Natur pur – oder doch nicht? Hannes Reichelt, der Sieger von 13 Weltcup-Rennen und einer WM-Goldenen, hat Erklärungsbedarf. Der Name des 38-jährigen Ski-Stars wird seit Montag mit der Doping-Razzia "Operation Aderlass" in Verbindung gebracht. Der Verdacht der Einnahme verbotener Medikamente steht im Raum.

Reichelt, der am Freitag von Beamten des Bundeskriminalamtes verhört wurde, dementiert vehement. "So etwas tue ich nicht. Ich habe immer dafür gekämpft, dass ich meinen Sport sauber mache. Doping ist gesundheitsschädlich und auch Betrug an anderen. Ich wurde so erzogen, dass man das nicht tut und da hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen", wird der Speed-Spezialist auf der ÖSV-Homepage zitiert.



CommentCreated with Sketch.1 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Der Routinier fordert Aufklärung. "Ich muss Akteneinsicht bekommen, damit ich weiß, welche konkreten Vorwürfe hier im Raum stehen. Erst dann kann man die nächsten Schritte setzen. Ich kann nur für mich sagen, dass ich nie unerlaubte Mittel zu mir genommen habe. Am Freitag hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen und es ist auch für die Familie nicht einfach. Ich habe mich auf eine schöne Zeit mit der Familie gefreut und jetzt muss ich mich für etwas rechtfertigen, was ich nie gemacht habe."

Reichelt glaubt zu wissen, woher der Wind weht. "Die Anschuldigungen kommen aus dem Langlaufbereich. Sie sind von einem ehemaligen Servicemann und einem guten Freund von Johannes Dürr. Dieser Servicemann behauptet, Dopingmittel für Gerald H. besorgt zu haben, die anscheinend für mich bestimmt gewesen sein sollen. Da kann ich ganz klar sagen, dass das nicht der Fall ist."



Gerald H., den Reichelt nennt, wurde am Freitag festgenommen. Der ehemalige-Langlauf-Coach wird verdächtigt, Sportler beim Dopen unterstützt zu haben.

"Gerald ist mit mir in die Schule gegangen und ein guter Freund von mir", sagt Reichelt. "Seit 2005 hat Gerald für mich Trainingspläne geschrieben und in den letzten zwei Jahren haben wir auch ein paar Male zusammen trainiert. Ich kann nur sagen, dass Gerald mir gegenüber nie das Thema Doping erwähnt hat und es war auch nie ein Thema. Wenn man jedes Hustenzuckerl und alles andere auch über die NADA Plattform kontrollieren lässt, damit man nichts Unerlaubtes zu sich nimmt, dann sind das schon brutale Vorwürfe."

Für Reichelt und alle anderen genannten Personen gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. (red)

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