Sohn (22) saß am Steuer, Mutter und Oma sind tot

Ein Unfall auf der Schweizer A1 forderte am Wochenende zwei Tote. Jetzt ist klar: Am Steuer saß der Sohn. Getötet wurden seine Mutter und die Großmutter.
Ein tragischer Verkehrsunfall hat am vergangenen Sonntag auf der Schweizer Autobahn A1 bei Oberbüren eine halbe Familie ausgelöscht.

Der 52-jährige Lenker eines ausrangierten Militärfahrzeugs hatte am Sonntagabend auf der A1 Motorprobleme und brachte sein Fahrzeug deshalb auf dem Pannenstreifen zum Stillstand. Kurz darauf gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Ein Auto mit französischem Kennzeichen krachte ungebremst in den geparkten Wagen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Militärfahrzeug in die Luft geschleudert. Es kam nach einem Überschlag auf dem Dach zu liegen. Zwei Frauen starben beim Unfall, vier weitere Personen wurden verletzt.

21-Jährige kämpft noch um ihr Leben

Wie die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstag gegenüber dem Nachrichtenportal "20 Minuten" bestätigt, hatte sich eine ganze Familie in dem Unfallauto aus Frankreich befunden. Bei den Insassen handelt es sich um den 22-jährigen Sohn (Fahrer) und seine 21-jährige Freundin (Beifahrerin). Hinten im Auto saßen die Mutter des Fahrers (58), sein Vater (61) und die Großmutter (88). Mutter und Großmutter wurden beim Unfall tödlich verletzt. Alle Insassen sind französische Staatsangehörige.

CommentCreated with Sketch.0 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Wie "20 Minuten" berichtet, ist der 61-Jährige soweit stabil, er befinde sich aber immer noch im Krankenhaus. Auch der Fahrer und die Beifahrerin sind noch im Krankenhaus. Sie beide wurden schwer verletzt. Die 21-Jährige sei noch nicht außer Lebensgefahr.

Zeugen gesucht

Der genaue Unfallhergang ist noch nicht geklärt. Die Kantonspolizei St. Gallen sucht Zeugen, die die Fahrt des schwarzen Renaults mit französischen Kontrollschildern beurteilen können.

Aus bislang unbekannten Gründen geriet das Auto kontinuierlich auf den Pannenstreifen und prallte gegen das Pannenfahrzeug. "Wie es dazu kam, ist derzeit noch unklar", so Schneider. Man ermittle in alle Richtungen. Möglich sei, dass der Fahrer abgelenkt war, oder in einen Sekundenschlaf fiel. Auch ein technischer Defekt könnte theoretisch in Frage kommen.

Der 52-jährige Lenker des Militärfahrzeugs hatte unterdessen großes Glück. Er wurde bei dem Crash unbestimmten Grades verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, konnte dieses aber bereits wieder verlassen.

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