Stauraum adé: Für mehr Ambiente sorgen kleinere Möbel

Eine üppige Schrankwand wie diese entspricht nicht dem Wunsch nach einer modernen Einrichtung. Heutzutage wird auf eine flexible Einrichtungsform mit kleineren Möbeln gesetzt: High-, Low- und Sideboards liegen im Trend.
Eine üppige Schrankwand wie diese entspricht nicht dem Wunsch nach einer modernen Einrichtung. Heutzutage wird auf eine flexible Einrichtungsform mit kleineren Möbeln gesetzt: High-, Low- und Sideboards liegen im Trend.pixabay.com © bedrck (CC0 Public Domain)
Hohe Schränke mit viel Stauraum waren lange Zeit angesagt. Inzwischen sorgen kleine und flexible Möbelstücke für Stauraum und ein schönes Ambiente.

Wer regelmäßig zu Gast ist bei Oma oder Opa, der wird sie kennen: Schränke, die bis knapp unter die Decke reichen. Einbaumöbel, die keinen Millimeter an Wand sichtbar lassen. Schrankwände, die zwar Stauraum bieten, damit aber jedes Ambiente im Keim ersticken. Fakt ist: Diese Möbelvarianten waren einmal angesagt, aber das ist lange Zeit vorbei. Heute ziehen zunehmend kleinere Möbel ein, die viel variabler platziert werden können.

Bye, bye, Schrankwand. Hallo, Boards – in ganz unterschiedlichen Höhen

Müsste das Zeitalter der aktuell modernen Möbel mit nur wenigen Worten beschrieben werden, wäre es ganz sicherlich das Zeitalter der Boards geworden. Boards – also Sideboards, Highboards und Lowboards – lassen sich ganz flexibel, variabel und dynamisch im Wohnraum aufstellen. Durch die unterschiedlichen Höhen entsteht eine dynamische Raumgestaltung. Unterschiedliche Modellvarianten – mit offenen Fächern, Glasfächern, Ablagen und Schubladen – sorgen für passgenauen Stauraum, der sich viel besser dafür eignet, das geliebte Hab und Gut ordentlich unter zu bringen.

Ein schickes Sideboard (wie hier rechts im Bild) ist heute das, was in einem Wohnzimmer Platz findet. Der Stauraum ist begrenzt, verleitet aber auch nicht dazu, Unnützes aufzubewahren.
Ein schickes Sideboard (wie hier rechts im Bild) ist heute das, was in einem Wohnzimmer Platz findet. Der Stauraum ist begrenzt, verleitet aber auch nicht dazu, Unnützes aufzubewahren.Bild: pixabay.com/yoosafabdulla (CC0 Public Domain)

Diese Modelle zählen aktuell zu den beliebtesten Board-Varianten:

Das Sideboard. Der Klassiker unter den Boards

In Omas und Opas Wohnung lässt es sich heute noch im Flur finden. In den Schubfächern ist Platz für Schlüssel und Geldbeutel, darunter finden nicht selten Schuhe, Schals und Taschen Platz. Die Rede ist vom Sideboard. Doch der Sideboard-Klassiker hat sich mittlerweile auch in Küchen oder Wohnzimmern einen Platz erkämpft.

In der Küche dient das Sideboard als zusätzliches Möbelstück, auf dem sich beispielsweise eine kleine Kaffeebar einrichten lässt. Auf dem Sideboard steht dann der Kaffeevollautomat, im Schrank darunter befindet sich das Kaffee-Service. Im Wohnzimmer genießt das Sideboard ganz unterschiedliche Funktionen. Es bietet viel vom heiß geliebten Stauraum für Geschirr, aber auch für die Spiele der Kinder. Im Wohnen.de Online Shop gibt es viele verschiedene Varianten des beliebten Klassikers, was wiederum zeigt: Sideboards gibt es im Vintage-Look, im Landhaus-Stil, mit skandinavischem Flair und in der Kombination aus Holz und Farbe. Welcher Einrichtungsstil der passende ist, lässt sich im Übrigen schnell und einfach mit diesem Test unter testedich.de herausfinden.

Das Lowboard (links im Bild) wird im Möbelhandel auch als TV-Board bezeichnet. Es scheint den Fernseher in einem modernen Wohnzimmer förmlich zu unterstreichen - und bietet darüber hinaus viel Platz für technisches Equipment.
Das Lowboard (links im Bild) wird im Möbelhandel auch als TV-Board bezeichnet. Es scheint den Fernseher in einem modernen Wohnzimmer förmlich zu unterstreichen - und bietet darüber hinaus viel Platz für technisches Equipment.pixabay.com © Victoria_Borodinova (CC0 Public Domain)

Das Lowboard bietet viel Platz für große Bildschirme

Das Lowboard wird in vielen Möbelhäusern als TV-Lowboard gehandelt, denn es unterstreicht auf vergleichsweise minimalistische Art und Weise das, was darüber hängt: Den Fernseher, der Teil des Heimkino-Luxus ist, den sich heute immer mehr Menschen in die eigenen vier Wände holen. Eine extreme Breite bei einer minimalen Höhe sind die charakteristischen Merkmale eines Lowboards. Funktional sind Lowboards dennoch, denn sie bieten Stauraum für das Equipment, das rund um den Fernseher heute verfügbar sein muss: für Pay-TV-Empfangsgeräte, Spielekonsolen oder Steuerungen für den perfekten Sound.

Das Highboard ist das Pendant zum Lowboard

Das Highboard ist die Antwort auf den Wunsch nach Stauraum, denn in vielen modernen Wohnzimmern ist das Highboard das höchste Möbelstück – und steht damit im Gegensatz zum Lowboard, obwohl es in puncto Design natürlich wie aus einem Guss sein kann. Im Highboard ist Platz für geschlossene Fächer. Auch indirekt beleuchtete Fächer mit Glastüren sind im Highboard denkbar und bieten punktuell die Möglichkeit, besonderes Geschirr, Preise, Pokale oder andere ausstellbare Details perfekt in Szene zu setzen.

Deswegen tut der Abschied von der Schrankwand nicht wirklich weh

Ob sie wirklich so viel praktischer war, darüber lässt sich mittlerweile nämlich trefflich streiten, denn es gibt mindestens diese drei Punkte, die gegen die klobigen Schrankwände von anno dazumal sprechen:

1. In den meisten Schrankwänden ist kein Platz für hoch-moderne Fernseher, die bei einer entsprechenden Raumgröße sogar bis zu 60 Zoll in der Diagonale messen dürfen. Laut einer Kaufberatung unter chip.de liegt der optimale Abstand zwischen einem 60-Zoll-Fernseher und dem Sofa bei 3,80 Meter. Wer nur etwa 2,50 Meter Platz hat, sollte demnach auf ein 40-Zoll-Gerät setzen.

2. Um die großen Schrankmonster wohnlicher zu gestalten, wurden viele Schrankwände mit offenen Fächern und Glasschränken optisch aufgelockert. Mit einer entsprechenden indirekten Beleuchtung sieht das zwar optisch ansprechend aus, doch in puncto Stauraum verlieren auch diese Modelle, denn: Hinter der durchsichtigen Glastür dürfen nur wohl-polierte, ausgewählte Gläser platziert werden. Voll gestellt wirken auch diese nicht, deswegen gilt es auch im Glas-Regal Abstand zu wahren – und der Stauraum ist dahin.

3. Die Idee, dass sich in einer Schrankwand leichter Ordnung halten lässt, ist darüber hinaus ein Trugschluss, denn: Ein üppiger Stauraum lädt förmlich dazu ein, für alles einen Platz zu finden (auch für echtes Gerümpel), wohingegen ein geringeres Platzangebot dazu verleitet, nur das aufzubewahren, was auch gebraucht wird. Zudem ermöglicht die Aufteilung von Hab und Gut auf kleine Möbel eine Form der Vor-Sortierung – thematisch, inhaltlich oder mit Blick auf die Position des Möbelstücks, was bei einer großen Schrankwand so nicht möglich ist.

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