Straßensperren gegen "Sklavengesetz" in Ungarn

Auch in Ungarn sorgt ein neues Arbeitsgesetz für heftige Proteste durch Arbeitnehmerverbände. Sie nennen es ein "Sklavengesetz" und machen mobil.
Mit Straßensperren haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Ungarn auch heute gegen die Arbeitsgesetzreform der rechtspopulistischen Regierung von Ministerpräsidenten Viktor Orban demonstriert. Bereits am Samstag kamen Tausende Menschen zu einem vom Gewerkschaftsbund MASZSZ organisierten Protest.

Die Änderung des Arbeitsgesetzbuches soll am Mittwoch im Budapester Parlament verabschiedet werden und sieht unter anderem eine starke Ausweitung der erlaubten Überstunden von bisher 250 auf 400 im Jahr vor.

Arbeitnehmerverbände reden von "Sklavengesetz"

Die Arbeitnehmerverbände nennen es deshalb bereits "Sklavengesetz". Sie werfen der Regierung vor, mit der geplanten Novelle Arbeitnehmer wehrloser zu machen und multinationalen Firmen und damit internationalen Geschäftsinteressen zu dienen.

CommentCreated with Sketch.16 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Orban weist die Kritik zurück und betont, die Novelle ermögliche, dass jene, der mehr arbeiten wollen, das auch freiwillig tun und mehr verdienen könnten. (red)

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