"Lästiger" Häftling saß tot in Sicherheitszelle

Der Tod eines unbequemen Häftlings im berüchtigten Häfen Stein wirft Fragen auf und beschäftigte auch die Gerichtsmedizin. Der 50-Jährige wurde ausgeblutet in seiner Sicherheitszelle gefunden.
Blutiger Fund am Wochenende auf der Sonder- und Sicherheitsabteilung der Justizanstalt Krems-Stein. Ein Sexual- und Gewaltstraftäter (Name der Redaktion bekannt) wurde sitzend auf seinem Bett gefunden, daneben eine Rasierklinge und überall Blut. Für den hünenhaften Insassen gab es keine Rettung mehr.

Herz blieb stehen

„Es gab immer wieder Hinweise von Justizwachebeamten und Aktenvermerke. Der Mann war nicht umsonst auf der Sicherheitsabteilung und stand unter besonderer Beobachtung. Der Insasse ist regelrecht ausgeblutet", meint ein Beamter.

Eine Obduktion wurde angeordnet, laut Anstaltsleiter Christian Timm starb der Mann an Herzversagen, obwohl auch Timm einen hohen Blutverlust bestätigt.

Mann war sehr unbequem

Zu hinterfragen: Der Häftling galt als unbequemer Querulant und Denunziant, zeigte ständig das Personal an, wechselte von einer Anstalt in die Nächste. „Zuletzt war er in der Josefstadt, bis es den Beamten dort zu viel wurde, dann kam er nach Stein. Er hat sich immer wieder selbst verletzt und zeigte gerne Beamte bzw. angebliche Missstände an", weiß eine Beamtin.

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