UNESCO tagt: Kommt Wien jetzt auf die Rote Liste?

Aktuell tagt das Welterbe-Komitee der UNESCO in Krakau (Polen). Auf der Agenda steht auch die Diskussion rund um das Projekt Heumarkt.

Neben dem Hotel Intercontinental will Projektbetreiber Wertinvest einen rund 66 Meter hohen Turm bauen. Nicht alle sind von diesem Vorhaben begeistert – vor allem die UNESCO nicht. Die Organisation stößt sich vor allem daran, dass Wiens Innenstadt-Ensemble – der historische Kern – dadurch maßgeblich beeinträchtigt wird.

Der Flächenwidmungsplan wurde im Gemeinderat ja bereits durchgewunken. Die Stadt beteuerte, dass keine weiteren Hochhäuser in der City geplant sind. "Die von der Stadt Wien in letzter Minute beschlossene Absichtserklärung (Resolution), keine weiteren Hochhausbauten mehr zu planen, reicht nicht als langfristige, gesetzliches Grundlage, um glaubwürdig die Welterbestätte zu schützen", stellt die UNESCO dazu klar – und droht, Wien auf die Rote List zu setzen.

Entscheidung fällt Mittwoch oder Donnerstag

Die Entscheidung, ob Wien tatsächlich auf die Rote Liste gesetzt wird, soll am Mittwoch oder Donnerstag fallen. Die Wahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall hoch. Landet Wiens Innenstadt auf der Roten Liste, ist das die Vorstufe zur möglichen Aberkennnung des Weltkulturerbe-Status.

„Wien ist eine der ersten Stätten Mitteleuropas, die durch offensive städtebauliche Entwicklungen der letzten Jahre – Vertikalisierung und Verdichtung im historischen Zentrum – ihren außergewöhnlichen Wert zu verlieren droht", warnt die Kommission.

Derzeit stehen laut UNESCO 1.052 Kultur-und Naturstätten in 165 Ländern auf der Welterbe-Liste laut UNESCO. Darunter befinden sich neun in Österreich. 35 weitere sind heuer weltweit nominiert. Der Erhaltungszustand von 99 Stätten sowie von 55 Stätten auf der Liste der gefährdeten Welterbes wird geprüft. (cz)

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