Verzagter Hilferuf eines Neustädter Unternehmers

Thomas Strohschneider, Geschäftsführer von "GreenPower" in Wr. Neustadt, beschäftigt elf Mitarbeiter - jetzt steht er vor den Scherben der Existenz.
Die Firma "GreenPower" in Wr. Neustadt (Photovoltaik und Wärmetechnik) beschäftigt elf Mitarbeiter, Thomas Strohschneider hat das Business seit 2018 sukzessive aufgebaut. Doch die Corona-Krise brachte für ihn die wirtschaftliche Katastrophe, die Bundesmaßnahmen helfen nicht.

"Die Maßnahmen zur Eindämmung sind wohl allen klar. Aber wie sollen kleine Unternehmen in einer solchen Zeit überleben? Es werden großartige Hilfestellung verkündet, doch diese bleiben aus", so der Geschäftsführer in einem Hilferuf. "Das Modell der Kurzarbeit wird in den Himmel gelobt. Jedoch müssen 80 bis 90 % des Gehaltes von den Firmen vorgestreckt werden. Wie sollen diese Lohnkosten ohne Einnahmen finanziert werden?", fragt der 50-Jährige.

AMS rät zu Kündigungen

"Das AMS gibt Auskunft darüber, dass der Zuschuss erst drei Monate später ausbezahlt werden kann und rät zur Kündigung der Mitarbeiter", so der Chef verzagt.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Lösung sollen laut Strohschneider Überbrückungskredite sein. "Die Anforderung einer Garantie über die AWS ist schnell erledigt und sollte Abhilfe schaffen. Nur: Schlussendlich entscheidet die Hausbank, ob ein Kredit genehmigt wird oder nicht. Diese ist nicht bereit, einen Kredit zu vergeben, da sie weiterhin Bonitäten gemäß Basel 3 verlangt. Die AWS (Anm.: Wirtschaftsservice) kann keinen Druck auf Banken ausüben und ist ebenfalls hilflos."

Strohschneider fragend: "Wer hilft nun einem kleinen Unternehmen wie uns? Wer hilft unseren Mitarbeitern? Ich will die Mitarbeiter nicht aufgeben."



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