Windows-10-Lumias, Smartband, Surface Pro und Book

In New York wurden am Dienstag die Neuigkeiten von Microsoft feierlich vorgestellt und der Konzern trumpfte dabei groß auf. Ein neuen Fitness-Armband "Microsoft Band 2" und das Surface Pro 4 standen im Mittelpunkt. Außerdem gab es die ersten Lumia-Smartphones mit Windows 10 und das Surface Book zu sehen. Die VR-Brille Hololens kommt erst im ersten Quartal 2016.

In New York wurden am Dienstag die Neuigkeiten von Microsoft feierlich vorgestellt und der Konzern trumpfte dabei groß auf. Ein neuen Fitness-Armband "Microsoft Band 2" und das Surface Pro 4 standen im Mittelpunkt. Außerdem gab es die ersten Lumia-Smartphones mit Windows 10 und das Surface Book zu sehen. Die VR-Brille Hololens kommt erst im ersten Quartal 2016.

Band 2

Das bereits letztes Jahr vorgestellte Fitness-Gadget wurde in der neuen Version "Band 2" präsentiert. Man habe sich bei der Entwicklung das Feedback der Nutzer des ersten Modells zu Herzen genommen. So soll ein Gerät für alle Menschen entstanden sein, "die gesünder Leben und mehr erreichen wollen".


Oberfläche. Die neue Microsoft-Wearable-Generation verfügt über eine neue, gebogene OLED-Display-Oberfläche, die von Gorilla Glass 3 geschützt wird.
Daten. Darunter steckt eine generalüberholte Technik, die wesentlich mehr Daten erfassen soll, als der Vorgänger. Alle Daten sammelt Microsoft in der Microsoft Health-App, die einen Überblick über relevante Werte bieten soll. So können Nutzer etwa ihren Sauerstoffaufnahme-Wert (VO2) überwachen. Bei Golfspielern soll das Microsoft Band zwischen leichtem Putting, Übungsschwüngen und einem echten Schlag unterscheiden können.
Tracking. Weiters verfügt das Band über GPS, Kalorien- und Schlaftracking, Verbesserung bei Benachrichtigungen und einem neuen Druck-Sensor. Insgesamt hat Microsoft elf Sensoren in dem kleinen Armband untergebracht, um es für Aktivitäten wie Wandern, Fahrradfahren oder Treppensteigen zum perfekten Tracking-Tool zu machen. Auch eine Sprachassistentin, die helfen soll, verpasstes Workout neu zu planen, ist integriert. 
Preis. Das neue Microsoft Band soll ab dem 30. Oktober zum Preis von 249 Dollar in den Handel gehen. Wann österreichische Kunden bestellen können, ist noch nicht bekannt.  


Lesen Sie auf der nächsten Seite: die neuen Smartphones Lumia 950 und 950XL

Auch die neuen "Lumia"-Smartphones 950 und 950 XL wurden präsentiert.

Die Details:


Speicher. Beide Modelle mit 32 GByte integriertem Speicher, der sich per MicroSD-Card-Einschub um bis zu 256 GB erweitern lässt. Als Anschluss dient USB Typ C – auch beim Laden. Sensationell: Über eine Schnellladefunktion soll nach 30 Minuten auf einem leeren Gerät wieder 50 Prozent Akkufüllung zur Verfügung stehen. Erwähnt wurde auch eine "Flüssigkühlung", ohne näher zu erklären, was darunter zu verstehen ist. 
Display. Das Lumia 950 ist mit einem 5,2-Zoll-OLED-Display ausgestattet, das Lumia 950 XL mit einem 5,7-Zoll-Display. Beide bieten 2K-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel). 
Kamera. Ein zentrales Merkmal ist laut Microsoft die rückseitige Kamera mit 20 Megapixeln, die über einen Dreifach-RGB-Blitz verfügt. Auch ohne Blitz verspricht Microsoft „unglaubliche“ Fotos auch bei miesen Lichtverhältnissen. Die Smartphones verfügen über spezielle Auslöserknöpfe und optische Bildstabilisierung.
Software. Als Betriebssystem dient Windows 10. Somit handle es sich laut Microsoft um das "produktivste Smartphone aller Zeiten": Schließlich seien Office, Cortana, Skype und OneDrive integriert. Über die Technik "Continuum" lässt sich mit Windows 10 nahtlos arbeiten: Per Microsoft Display Dock wird über den USB Typ C mit dem Smartphone Verbindung aufgenommen.
Preis. Das Lumia 950 wird in den USA ab November ab 549 Dollar verfügbar sein. Fürs Lumia 950 XL nannte Microsoft einen Preis von 649 Dollar. Beide Geräte verfügen über jeweils 3 GByte RAM. Wann die Smartphones bei uns erhältlich sind, ist noch unklar.
Lumia 550. Ab Dezember wird ein nebenher erwähntes weiteres, neues Lumia-Modell erhältlich sein, das sich an Einsteiger richtet. Es heißt Lumia 550 und wird 139 Dollar kosten.


Lesen Sie auf der nächsten Seite: Das Surface Pro4

Das Surface Pro4 dürfte ebenfalls großen Anklang finden. Laut Microsoft wurde das Vorgängermodell, das Pro 3, von 98 Prozent aller User weiterempfohlen. Es verspricht mehr Leistung, mehr Speicher, ein größeres Display und außerdem erstmals auch ein festes Keyboard-Dock. 

Spezifikationen:


Display. Das Gerät bringt ein etwas größeres Display (12,3 statt 12 Zoll) mit. Dank schmalerer Ränder ändert sich jedoch die Größe insgesamt nicht. Die Pixeldichte des Displays (2736x1824) liegt bei 267 PPI, fünf Millionen Pixel sind darauf untergebracht. Das Panel hat auch diesmal eine Abdeckung aus Gorilla Glass 4, die mit 0,4 mm Dicke noch dünner ausfallen soll, als je zuvor. Die Touch-Technik stecke in den Pixeln, weshalb Microsoft diese PixelSense nennt.
Form. Das Surface Pro 4 wird nur 8,4 Millimeter dick sein. Das Gewicht des neuen Surface-Tablets wird von Microsoft mit 766 Gramm für die Version mit Intel Core M-SoC und mit 786 Gramm für die Version mit Core i5- und i7-CPUs benannt, was nahelegt, dass es tatsächlich Unterschiede im Inneren gibt - etwa möglicherweise das Weglassen eines Lüfters bei der Einsteigerversion.  
Tastatur. Das bekannte Type-Cover-Konzept wurde grundlegend überarbeitet. Eingeführt wurde ein sog. "Chiclet-Design", bei dem ein Tastenabstand von 19 Millimetern eingehalten wird, während der Tastenhub jetzt bei 1,3 mm liegt. Das Cover hat außerdem ein Glas-Trackpad mit 40 Prozent größerer Fläche und verfügt über einen Fingerabdruckleser, der genauso schnell und einfach zu benutzen ist wie bei aktuellen Smartphones. Das neue Type-Cover kann auch am Surface Pro 3 verwendet werden. 
Stift. Ein separater, eigens entwickelter Prozessor zur Verarbeitung von Touch- und Stifteingaben, soll dafür sorgen, dass kaum ein Abstand zwischen Stiftspitze und Display-Inhalt entsteht. Microsoft führt außerdem unterschiedliche, austauschbare Stiftspitzen ein, die wie unterschiedliche Härtestufen von Bleistiften verschiedene Ergebnisse liefern sollen. Zudem gibt es einen Stift, bei dem ein sechseckiges Design verwendet wird. Der Stift mit 1.024 Druckstufen und Batterie mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr, verfügt zudem über einen Radierer. Das Ende des Stifts kann wie üblich gedrückt werden, um schnell auf OneNote zuzugreifen. Drückt man zweifach, werden die im Anschluss mit der Spitze ausgewählten Inhalte direkt per Sharing-Funktion an die eigenen Kontakte weitergeleitet. Der Stift bekommt außerdem eine Cortana-Funktion - bei langem Drücken nimmt Surface die Anfragen des Nutzers per Sprache entgegen. 
Arbeitsspeicher. Der Arbeitsspeicher des neuen Tablet-Modells, in das Intel Core "Skylake"-SoCs bis zum Intel Core i76500U (2,5 GHz Basistakt und 3,1 GHz Turbo-Geschwindigkeit) verbaut ist, wird mit max. 16 Gigabyte noch einmal verdoppelt, es können SSDs mit bis zu einem Terabyte Kapazität bestellt werden. 
Kameras & Docking Station. Die Kameras des Surface Pro 4 haben wie der Vorgänger 5 und 8 Megapixel. Gefunkt wird mittels Gigabit-WLAN und Bluetooth 4.0, eine LTE-Variante gibt es nicht. Die Laufzeit wird mit neun Stunden angegeben. Die neue Surface Pro 4-Docking-Station wird künftig auch für das Surface Pro 3 erhältlich sein. Sie verfügt über vier USB-3.0-Ports, zwei 4K-fähige DisplayPorts und einen Ethernet-Port. Die Verbindung zum Tablet selbst wird mittels USB Type-C-Port mit USB 3.1-Geschwindigkeit hergestellt.
Preis. Das Microsoft Surface Pro 4 wird ab dem 26. Oktober ausgeliefert und soll ab 999 Euro erhältlich sein. Die Vorbestellung wird in Kürze im Microsoft Store möglich sein.  
Surface-Book. Die Surface-Reihe wird um ein neues Gerät ergänzt. Angekündigt als den "ultimativen Laptop" stellte man das "Surface Book" vor. Der Laptop bringt einen 13,5 Zoll großen Pixel-Sense-Bildschirm mit 267 PPI/6 Millionen Pixel mit. Das Surface Book soll doppelt so schnell sein wie Apples MacBook Pro. Die Performance soll auch für viele Spiele und Bearbeitung von hochauflösenden Videos mit Echtzeiteffekten reichen.

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