Scuderia will ersten Sieg

26. April 2019 08:27; Akt: 26.04.2019 09:08 Print

Ferrari droht Mercedes: "Wir haben neue Updates!"

Ferrari ist in Baku heiß auf den ersten Saisonsieg! Die Scuderia bringt neue Updates mit nach Aserbaidschan und will am Stadtkurs gewinnen.

Bildstrecke im Grossformat »
Von Jochen Rindt bis Christian Klien, von Niki Lauda bis Gerhard Berger. 14 Österreicher sind in den 1000 Formel-1-Grand Prix in der "Königsklasse" an den Start gegangen. Hier alle im Überblick. Jochen Rindt war Österreichs erster Held in der Formel 1. Er bestritt zwischen 1965 und 1970 insgesamt 60 Rennen, feierte sechs Grand-Prix-Siege und wurde 1970 auf Lotus-Ford Weltmeister. Das erlebte er allerdings nicht mehr. Rindt verstarb am 5. September im Training zum Großen Preis von Italien in Monza. Auch der jetzige Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko blickt auf eine Formel-1-Karriere zurück. 1971 und 1972 bestritt er neun Rennen für BRM, blieb aber ohne WM-Punkte. Niki Lauda ist Österreichs größte Formel-1-Ikone. Von 1971 bis 1985 bestritt er 171 Rennen, feierte 25 Grand-Prix-Siege und krönte sich 1975, 1977 und 1984 zum Weltmeister. Unvergessen ist sein Comeback nach dem Feuerunfall beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring 1976. Auch Dieter Quester (links) hat es in den Kreis der österreichischen Formel-1-Piloten geschafft. Er fuhr 1974 ein Rennen für Surtees-Ford, blieb ohne Punkte. Zwei Rennen in der Motorsport-"Königsklasse" bestritt Helmut Koinigg. 1974 für Surtees-Ford, blieb ohne WM-Punkte. Er verunglückte im selben Jahr in Watkins Glen tödlich. Harald Ertl bestritt in den Saisonen 1976 bis 1978 insgesamt 19 Rennen in der Formel 1, blieb dabei ohne WM-Punkt. Er kam 1982 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Bekanntheit erlangte Ertl als einer der vier Lebensretter von Formel-1-Ikone Niki Lauda bei dessen Feuerunfall. Hans Binder bestritt in den Saisonen 1977 und 1978 insgesamt 13 Grand Prix für Surtees, Ensign-Ford und ATS-Ford, blieb dabei aber ohne WM-Punkt. Jo Gartner fuhr in der Formel-1-Saison 1984 acht Rennen, blieb aber offiziell ohne WM-Punkte, weil er für seinen fünften Platz beim Grand Prix von Italien als Gaststarter keine Punkte erhielt. Er verunglückte bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1986 tödlich. Karl Wendlinger bestritt zwischen 1991 und 1995 41 Rennen in der Motorsport-"Königsklasse", fuhr dabei 14 WM-Punkte ein. Gleich drei Mal landete Wendlinger auf dem vierten Platz. Unvergessen sein schwerer Unfall im Freien Training zum Großen Preis von Monaco 1994. Wendlinger krachte in der Hafenschikane in die Streckenbegrenzung, zog sich eine Hirnprellung und eine Knieverletzung zu. Er lag wochenlang im Koma. Roland Ratzenberger bestritt in der Saison 1994 nur ein einziges Rennen für Simtec-Ford, wurde Elfter. Im Qualifying zum Grand Prix von San Marino in Imola verunglückte Ratzenberger in der Villeneuve-Kurve tödlich. Genauso wie Ayrton Senna. Gerhard Berger ist Österreichs letzter Grand-Prix-Sieger in der Formel 1. Der Tiroler feierte in 210 Rennen zwischen 1984 und 1997 zehn Rennsiege, holte 48 Podestplätze und fuhr 385 WM-Punkte ein. In den Jahren 1988 und 1994 war er WM-Zweiter. Alexander Wurz ist der letzte Österreicher, der auf ein Formel-1-Stockerl fuhr. Der heutige ORF-Experte bestritt zwischen 1997 und 2007 insgesamt 69 Grand Prix für Benneton, McLaren Mercedes und Williams. Wurz holte 45 WM-Punkte und drei dritte Plätze. Zuletzt 2007 auf Williams in Kanada. Patrick Friesacher startete in der Saison 2005 in elf Rennen für Minardi, holte dabei insgesamt drei Punkte in der Weltmeisterschaft. Christian Klien ist der bislang letzte Österreicher, der an einem Formel-1-Grand Prix teilgenommen hat. Er bestritt zwischen 2004 und 2006 46 Rennen für Jaguar und Red Bull, sowie 2010 drei Starts für Hispania Racing. In seiner Karriere holte er 14 WM-Punkte. Den letzten Start bestritt Klien beim Saisonfinale 2010 in Abu Dhabi.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zum vierten Mal geht an diesem Wochenende der Grand Prix von Baku über die Bühne, in Aserbaidschan gab es bislang immer spektakuläre Rennen. Ferrari will auf dem Straßenkurs ganz vorne mitmischen, die Dominanz von Mercedes brechen.

Teamchef Mattia Binotto warnt die Konkurrenz: "Wir bringen ein paar Updates mit nach Baku. Das ist der erste Schritt in der Weiterentwicklung des SF90!"

Doch welcher Ferrari-Pilot wird die Nase vorn haben? Sebastian Vettel hat in Baku noch nicht gewonnen, hat reichlich schlechte Erfahrungen. Im Vorjahr warf er mit einem Verbremser den Sieg weg, wurde nur Vierter, 2017 zuckte er mit seinem Ramm-Angriff gegen Lewis Hamilton komplett aus.

Der 21-jährige Teamkollege Charles Leclerc stellt Vettel die Rute ins Fenster: "Baku ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken!" Der Monegasse hat dort in der Formel 2 schon einen Sieg und einen Stockerlplatz eingesackt.

"Nachdem die ersten drei Rennen definitiv nicht so gelaufen sind, wie wir wollten, ist dieser Grand Prix ein weiterer wichtiger Moment für uns", weiß auch Teamchef Binotto.


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(pip)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 26.04.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zu großes Sprachgerät

    welch ein Gelächter wenn sich wieder mal der Vettel von der Strecke dreht und kein Ferrari ins Ziel kommt oder langsam herumkriecht. Die Fiats sind halt Fehlerhaft In Allen Teilen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 26.04.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zu großes Sprachgerät

    welch ein Gelächter wenn sich wieder mal der Vettel von der Strecke dreht und kein Ferrari ins Ziel kommt oder langsam herumkriecht. Die Fiats sind halt Fehlerhaft In Allen Teilen