Formel-1-Triumph

12. Mai 2019 14:44; Akt: 12.05.2019 17:00 Print

Mercedes feiert fünften Doppelsieg in Barcelona

Die Mercedes-Rekordshow geht weiter! Auch im fünften Saisonrennen kann die Konkurrenz den Formel-1-Silberpfeilen nicht das Wasser reichen.

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Von Jochen Rindt bis Christian Klien, von Niki Lauda bis Gerhard Berger. 14 Österreicher sind in den 1000 Formel-1-Grand Prix in der "Königsklasse" an den Start gegangen. Hier alle im Überblick. Jochen Rindt war Österreichs erster Held in der Formel 1. Er bestritt zwischen 1965 und 1970 insgesamt 60 Rennen, feierte sechs Grand-Prix-Siege und wurde 1970 auf Lotus-Ford Weltmeister. Das erlebte er allerdings nicht mehr. Rindt verstarb am 5. September im Training zum Großen Preis von Italien in Monza. Auch der jetzige Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko blickt auf eine Formel-1-Karriere zurück. 1971 und 1972 bestritt er neun Rennen für BRM, blieb aber ohne WM-Punkte. Niki Lauda ist Österreichs größte Formel-1-Ikone. Von 1971 bis 1985 bestritt er 171 Rennen, feierte 25 Grand-Prix-Siege und krönte sich 1975, 1977 und 1984 zum Weltmeister. Unvergessen ist sein Comeback nach dem Feuerunfall beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring 1976. Auch Dieter Quester (links) hat es in den Kreis der österreichischen Formel-1-Piloten geschafft. Er fuhr 1974 ein Rennen für Surtees-Ford, blieb ohne Punkte. Zwei Rennen in der Motorsport-"Königsklasse" bestritt Helmut Koinigg. 1974 für Surtees-Ford, blieb ohne WM-Punkte. Er verunglückte im selben Jahr in Watkins Glen tödlich. Harald Ertl bestritt in den Saisonen 1976 bis 1978 insgesamt 19 Rennen in der Formel 1, blieb dabei ohne WM-Punkt. Er kam 1982 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Bekanntheit erlangte Ertl als einer der vier Lebensretter von Formel-1-Ikone Niki Lauda bei dessen Feuerunfall. Hans Binder bestritt in den Saisonen 1977 und 1978 insgesamt 13 Grand Prix für Surtees, Ensign-Ford und ATS-Ford, blieb dabei aber ohne WM-Punkt. Jo Gartner fuhr in der Formel-1-Saison 1984 acht Rennen, blieb aber offiziell ohne WM-Punkte, weil er für seinen fünften Platz beim Grand Prix von Italien als Gaststarter keine Punkte erhielt. Er verunglückte bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1986 tödlich. Karl Wendlinger bestritt zwischen 1991 und 1995 41 Rennen in der Motorsport-"Königsklasse", fuhr dabei 14 WM-Punkte ein. Gleich drei Mal landete Wendlinger auf dem vierten Platz. Unvergessen sein schwerer Unfall im Freien Training zum Großen Preis von Monaco 1994. Wendlinger krachte in der Hafenschikane in die Streckenbegrenzung, zog sich eine Hirnprellung und eine Knieverletzung zu. Er lag wochenlang im Koma. Roland Ratzenberger bestritt in der Saison 1994 nur ein einziges Rennen für Simtec-Ford, wurde Elfter. Im Qualifying zum Grand Prix von San Marino in Imola verunglückte Ratzenberger in der Villeneuve-Kurve tödlich. Genauso wie Ayrton Senna. Gerhard Berger ist Österreichs letzter Grand-Prix-Sieger in der Formel 1. Der Tiroler feierte in 210 Rennen zwischen 1984 und 1997 zehn Rennsiege, holte 48 Podestplätze und fuhr 385 WM-Punkte ein. In den Jahren 1988 und 1994 war er WM-Zweiter. Alexander Wurz ist der letzte Österreicher, der auf ein Formel-1-Stockerl fuhr. Der heutige ORF-Experte bestritt zwischen 1997 und 2007 insgesamt 69 Grand Prix für Benneton, McLaren Mercedes und Williams. Wurz holte 45 WM-Punkte und drei dritte Plätze. Zuletzt 2007 auf Williams in Kanada. Patrick Friesacher startete in der Saison 2005 in elf Rennen für Minardi, holte dabei insgesamt drei Punkte in der Weltmeisterschaft. Christian Klien ist der bislang letzte Österreicher, der an einem Formel-1-Grand Prix teilgenommen hat. Er bestritt zwischen 2004 und 2006 46 Rennen für Jaguar und Red Bull, sowie 2010 drei Starts für Hispania Racing. In seiner Karriere holte er 14 WM-Punkte. Den letzten Start bestritt Klien beim Saisonfinale 2010 in Abu Dhabi.

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Die Formel 1 bleibt eine Mercedes-Show! Beim Rennen in Barcelona feierten die „Silberpfeile“ den fünften Doppelsieg im fünften Grand Prix – baute damit den Startrekord in der Motorsport-Königsklasse weiter aus. Lewis Hamilton raste vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas auf Platz eins, seinem 76. Karriere-Sieg und den dritten Erfolg in Barcelona in Serie. Mit seinem dritten Saisonsieg baute der Brite auch seine WM-Führung vor dem Finnen weiter aus. „Best of the Rest“ wurde Red-Bull-Pilot Max Verstappen als Dritter vor dem Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Charles Leclerc.

Schon beim Start war die Sache klar: Die Mercedes-Piloten konnten die Führung verteidigen, Verstappen schob sich an den Ferraris vorbei auf Rang drei. Zunächst holte Hamilton die Führung von Pole-Setter Bottas, der Finne kehrte nur bei den Boxenstopps vorübergehend zurück an die Spitze. In der Box erlebte Ferrari ganz schwache Momente, als sowohl beim Stopp von Vettel, als auch bei Leclerc gepatzt wurde. Damit konnten die Italiener die Hoffnung auf den ersten Rennsieg schnell begraben. Zwei Mal zog die „Rote Göttin“ übrigens vom Kommandostand die Fäden, als zunächst Leclerc an Vettel vorbeigelotst wurde, später der Deutsche am Monegassen.

In der Schlussphase des Rennens sorgte das Safety Car nochmals für etwas Action. Lando Norris und Lance Stroll berührten sich in Kurve zwei, bis ihre Boliden geborgen wurden, war das Safety Car unterwegs. Die Top-Piloten nutzten die Unterbrechung für einen weiteren Boxenstopp – und Hamilton für den endgültigen Anlauf zum Sieg.

Ob die Formel-1-Fans im sechsten Saisonrennen am 26. Mai einen neuen Sieger und neue Gesichter auf dem Stockerl sehen? Die Hoffnung lebt, denn als nächster Grand Prix steht Monte Carlo auf dem Programm. Doch eines steht fest: Trotz zahlreicher Updates ist die Konkurrenz Mercedes keinen Schritt näher gekommen.



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(pip)

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