Wiener AKH

06. September 2018 10:18; Akt: 06.09.2018 10:51 Print

Lauda nach der OP: "Niki sieht sich alle Rennen an"

Niki Lauda erholt sich von seiner Lungentransplantation. Mercedes-Teamchef Toto Wolff vermisst seinen Kollegen und Freund.

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Die Karriere von Niki Lauda in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feiert Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 der dritte WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring sitzt Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air 1991 kam es zu einer der gröten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hat aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda ist auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier macht er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda ist immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fährt immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewt er gerade Sebastian Vettel. Im Moment ist Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig. Im Jänner 2016 übernahm Lauda mit seiner NL Holding GmbH die Amira Air und taufte sie in Laudamotion um. Die Formel-1-Legende ist wieder unter die Airliner gegangen. Am 2. August 2018 der Schock! Niki Lauda musste im Wiener AKH eine neue Lunge transplantiert werden. Er schwebte lange in Lebensgefahr, ist aber auf dem Weg der Besserung. Sein altes Leben wird Lauda aber aufgeben müssen, zu den vielen verbotenen Dingen zählt auch Fliegen und Stress. Zweieinhalb Monate nach der Transplantation durfte Lauda das Wiener AKH am 24. Oktober 2018 wieder verlassen.

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Vor etwas mehr als einem Monat schockte eine Nachricht aus dem Wiener AKH die Motorsport-Welt. Niki Lauda brauchte eine neue Lunge. Hätte er keinen passenden Spender gefunden, hätte er nur wenige Tage überleben können.

Die Operation ist gut verlaufen. Für die Motorsport-Legende hat der lange und harte Weg zurück begonnen. Die Lunge ist noch nicht zu hundert Prozent vom Körper angenommen. Zudem bereitet die Niere (Lauda hatte schon zwei Nieren-Transplantationen) Sorgen.

Daher ist derzeit an Arbeitsreisen mit dem Formel-1-Zirkus für den Mercedes-Aufsichtsrat-Boss kein Hindenken. Im Lager der Silberpfeile vermisst man den Österreicher schmerzlich. Landsmann und Teamchef Toto Wolff sagte im Interview mit "Die Welt": "Der Niki fehlt uns allen. Vor allem aus menschlicher Sicht. Mir vor allem als Reisebegleiter, Sparringspartner und als Freund."

"Seine Gesundheit ist jetzt erst mal das Allerwichtigste, und er braucht deshalb Ruhe, aber ich bin mit ihm in regelmäßigem Kontakt", wird der Teamchef zitiert. "Er schaut sich alle Rennen an, und ich versuche, ihn - so gut es möglich ist - auf dem Laufenden zu halten."


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(Heute Sport)

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