Nur in Ferien zu Besuch

22. Mai 2019 18:05; Akt: 22.05.2019 18:05 Print

Niki Lauda vermisste seine Zwillinge Max und Mia (9)

Die letzten Monate seines Lebens verbrachte Niki Lauda in der Schweiz, seine Zwillinge Max und Mia sah er nur noch sehr selten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Formel-1-Ikone Niki Lauda ist tot. Der 70-Jährige starb am Montag in der Universitätsklinik von Zürich. Der Familien mensch vermisste in den letzten Monaten seines Lebens vor allem seine Zwillinge Max und Mia (9).

Während Lauda in der Schweiz behandelt wurde und zahlreiche Therapien absolvierte, drückten Max und Mia die Schulbank. Die Zwillinge konnten nur in den Ferien und an Wochenenden zu ihrem Papa.

Die besten Bilder von Niki Lauda

Mit 60 wurde Lauda noch einmal Vater und genoss das Familienleben in vollen Zügen. "Kinder sind der perfekte Wegbegleiter in die Zukunft – und für Kinder gibt es bei den Eltern kein Alter", meinte Lauda vor ein paar Jahren.

"Sie freuen sich, sind frisch und munter, benehmen sich einfach normal – und sind vor allem nicht so blöd wie viele Erwachsene", kam "Niki Nationale" immer ein Grinser aus, wenn er von seinen Kids sprach. In den letzten Monaten vermisste er sie sehr.

Lauda im Kreis der Familie gestorben

Niki Lauda verstarb in der Nacht auf Dienstag an den Folgen seiner Lungentransplantation im Vorjahr. Die Motorsport-Legende entschlief in der Uniklinik in Zürich drei Monate nach seinem 70. Geburtstag im Kreise der Familie.

Lauda hatte sich seit März für eine Reha in der Klinik Cereneo nahe Luzern aufgehalten. Anfang Mai verschlechterte sich der Zustand des 70-Jährigen, er bekam Probleme mit der Spenderniere, musste zur Dialyse ins Zürcher Spital. Für Walter Klepetko, der Lauda seit seiner Lungentransplantation betreute, kam der Tod nicht unerwartet.

"Niki Lauda hat gekämpft. Er war ein toller Mann. Aber es war seit einiger Zeit klar, dass wir ihn nicht mehr auf die Rennstrecke zurückbringen können", so der Mediziner.

Die Krankenakte Lauda:
– Der Feuerunfall 1976 verletzte Laudas Lungen schwer. Die Hitze setzte hochgiftige Dämpfe frei.
– 1976 stellte eine Niere die Arbeit ein. Lauda wurde zum ersten Mal transplantiert. Bruder Florian spendete eine Niere.
–2005 wurde eine weitere Nieren-Transplantation nötig. Diesmal war Lauda-Frau Birgit die Spenderin.
– Im August 2018 schließlich wurde Lauda im Wiener AKH die Lunge transplantiert. Auslöser war eine schwere Lungenerkrankung.
– Lauda erholt sich in der Reha, durfte nach Hause.
–Im Jänner 2019 warf Lauda eine schwere Grippe zurück. Davon erholte er sich nicht mehr.
– Lauda starb am 21. Mai in der Uniklinik Zürich. Zuvor musste er sich Dialysen unterziehen, wurde künstlich beatmet.


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(pip)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz Trözter am 22.05.2019 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So bitter es für einen selbst ist

    Natürlich hat er sie vermisst und das ist bitter für einen selbst. Für die Kinder ist es aber nicht gut wenn sie ihren Papa langsam sterben sehen. Das vergessen sie nie.

  • Markus am 23.05.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig für die Kinder

    Für einen selbst ist es schön, spät noch Kinder zu haben, für die Kinder ist es leider nicht so schön. Mit 9 Jahren will man einen Vater, der jung und gesund ist und viel mit einem unternimmt. Mein Vater war 50, als ich geboren wurde und ich habe immer die anderen um die jungen Väter beneidet. Als ich 18 war ist er gestorben. Man will als Kind nicht Eltern im Großelternalter , denen man in Kinderjahren beim alt Werden und Sterben zusehen muss. Nikis Kinder leiden am meisten, da bin ich mir sicher.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Markus am 23.05.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig für die Kinder

    Für einen selbst ist es schön, spät noch Kinder zu haben, für die Kinder ist es leider nicht so schön. Mit 9 Jahren will man einen Vater, der jung und gesund ist und viel mit einem unternimmt. Mein Vater war 50, als ich geboren wurde und ich habe immer die anderen um die jungen Väter beneidet. Als ich 18 war ist er gestorben. Man will als Kind nicht Eltern im Großelternalter , denen man in Kinderjahren beim alt Werden und Sterben zusehen muss. Nikis Kinder leiden am meisten, da bin ich mir sicher.

    • Helene K. am 23.05.2019 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Meine Tochter war 8 Jahre als ihr Vater (46) bei einem Autounfall starb. Garantie gibts leider nicht für Eltern,oder Kinder.

    • Drakensang am 23.05.2019 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Dem kann ich mich nur anschließen! Ich weiß wovon Sie sprechen, auch wenn es bei mir nicht so arg war wie bei Ihnen wurde auch meine Mama als meine Oma angesehen, die mich von der Volksschule abholte. Das einzig Positive bei dem Thema ist wohl, daß meist die älteren Eltern eine sorgenfreie Jugend bieten können. Aber das war ' dann auch schon.

    einklappen einklappen
  • Fritz Trözter am 22.05.2019 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So bitter es für einen selbst ist

    Natürlich hat er sie vermisst und das ist bitter für einen selbst. Für die Kinder ist es aber nicht gut wenn sie ihren Papa langsam sterben sehen. Das vergessen sie nie.