F1-Dominanz "inakzeptabel"

29. November 2018 17:05; Akt: 29.11.2018 17:06 Print

Nur zwei von 123 Stockerl gingen nicht an Top drei

Die Formel 1 wird wieder zur Formel fad. Mercedes, Ferrari und Red Bull sind drückend überlegen, wie ein Blick auf die Podiums der letzten zwei Jahre zeigt.

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Vollgas in der Formel 1! "Heute" hat die Übersicht über alle Teams und Piloten der PS-Königsklasse in der Saison 2018. Durchklicken! Die "Silberpfeile" wollen zum fünften Mal in Serie den Konstrukteurs-Titel. Auch Weltmeister will seinen Titel verteidigen. : Mehr als nur ein Edelhelfer? Wann beenden die Italiener die Durststrecke? Der letzte Kontrukteurs-Titel gelang 2008. fährt seit 2013 dem WM-Titel hinterher. Der "Iceman" gibt an der Seite des Deutschen für Ferrari Gas. Der Austro-Rennstall hofft, wieder mit Mercedes und Ferrari mithalten zu können. Gelingt der erste Titel im "Bullen"-Cockpit? gilt als das größte Talent im PS-Zirkus. ist wieder mit dem österreichischen Hauptsponsor BWT unterwegs. Das Fahrerteam in Rosa ist unverändert: ... ... und sitzen hinter dem Steuer. Zurück zu den glorreichen Zeiten? Der neunfache Konstrukteurs-Champion feierte zuletzt 1997 den Gesamtsieg. Millionärs-Sohn soll für Erfolge sorgen. Auch bringt Sponsor-Millionen mit. Der Russe feiert sein Formel-1-Debüt. Die Franzosen statten Red Bull und Honda mit Motoren aus und betreiben ihr eigenes Team. geht für die Franzosen an den Start ... ... ebenso der Deutsche . Das zweite Red-Bull-Team wagt den Wechsel zu Motor-Hersteller Honda. Ob es besser läuft als zuletzt für McLaren? Mit gibt ein Neuseeländer in der Formel-1-Gas. feierte 2017 sein Formel-1-Debüt und will regelmäßig punkten. Das US-Team geht in die dritte Formel-1-Saison. stand in seiner Debüt-Saison 2014 gleich im ersten Rennen als Zweiter am Stockerl. Gelingt ihm heuer eine ähnliche Leistung? hält bei zwei zweiten Plätzen und acht Mal Rang drei. Mit Honda tief in der Krise, jetzt soll mit Renault der Neustart gelingen. Ikone will es mit den Briten nochmals versuchen. wartet auf seine Stockerl-Premiere. Die Schweizer haben mit Alfa Romeo einen Formel-1-Rückkehrer als Motor-Partner. bestreitet seine vierte Saison für Sauber. geht zum ersten Mal in der Formel 1 an den Start.

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Mercedes, Ferrari, Red Bull – und dann lange nichts. Das Leistungs-Gefälle in der Formel 1 wird von Jahr zu Jahr größer. Die drei Top Teams fahren vorneweg, die Konkurrenz kommt kaum hinterher.

Das zeigt ein Blick in die Statistik der letzten beiden Jahre. In 41 Rennen wurden 123 Stockerlplätze ausgefahren. Davon gingen nur zwei nicht an einen Piloten der drei Dominatoren-Teams – das sind magere 1,6 Prozent! Je einen Podestplatz fuhren 2017 Lance Stroll (Williams) und 2018 Sergio Perez (Force India) beim Grand Prix von Aserbaidschan ein.

Noch besorgniserregender: Seit der Einführung der V6-Hybrid-Motoren in der Saison 2014 gingen alle Siege in den seither 100 gefahrenen Rennen an Mercedes, Ferrari und Red Bull. Fünffach-Weltmeister Lewis Hamilton gewann gleich 51 Rennen, holte in diesem Zeitraum vier seiner fünf WM-Titel.

Diese Statistiken bringen Ross Brawn, den Berater der neuen Formel-1-Eigentümer Liberty Media, so richtig auf die Palme. "Nur zwei Stockerl von 123 Möglichkeiten ist inakzeptabel. Vor allem weil die technische und finanzielle Kluft immer größer wird", so der 64-Jährige. "Dieses Problem müssen wir bekämpfen. Davon hängt die Zukunft der Formel 1 ab."

Schon in der nächsten Saison gibt es aerodynamische Änderungen. Bis 2021 kann am Motoren-Reglement allerdings nichts verändert werden.


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(Heute Sport)

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