Sohn soll in die F1

22. April 2019 20:25; Akt: 22.04.2019 20:25 Print

Russischer Milliardär will Formel-1-Team kaufen

Ein russischer Oligarch möchte bei einem Formel-1-Team einsteigen. Jener Rennstall könnte das Geld gut gebrauchen. Doch auch der Sohn spielt eine Rolle.

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Von Jochen Rindt bis Christian Klien, von Niki Lauda bis Gerhard Berger. 14 Österreicher sind in den 1000 Formel-1-Grand Prix in der "Königsklasse" an den Start gegangen. Hier alle im Überblick. Jochen Rindt war Österreichs erster Held in der Formel 1. Er bestritt zwischen 1965 und 1970 insgesamt 60 Rennen, feierte sechs Grand-Prix-Siege und wurde 1970 auf Lotus-Ford Weltmeister. Das erlebte er allerdings nicht mehr. Rindt verstarb am 5. September im Training zum Großen Preis von Italien in Monza. Auch der jetzige Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko blickt auf eine Formel-1-Karriere zurück. 1971 und 1972 bestritt er neun Rennen für BRM, blieb aber ohne WM-Punkte. Niki Lauda ist Österreichs größte Formel-1-Ikone. Von 1971 bis 1985 bestritt er 171 Rennen, feierte 25 Grand-Prix-Siege und krönte sich 1975, 1977 und 1984 zum Weltmeister. Unvergessen ist sein Comeback nach dem Feuerunfall beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring 1976. Auch Dieter Quester (links) hat es in den Kreis der österreichischen Formel-1-Piloten geschafft. Er fuhr 1974 ein Rennen für Surtees-Ford, blieb ohne Punkte. Zwei Rennen in der Motorsport-"Königsklasse" bestritt Helmut Koinigg. 1974 für Surtees-Ford, blieb ohne WM-Punkte. Er verunglückte im selben Jahr in Watkins Glen tödlich. Harald Ertl bestritt in den Saisonen 1976 bis 1978 insgesamt 19 Rennen in der Formel 1, blieb dabei ohne WM-Punkt. Er kam 1982 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Bekanntheit erlangte Ertl als einer der vier Lebensretter von Formel-1-Ikone Niki Lauda bei dessen Feuerunfall. Hans Binder bestritt in den Saisonen 1977 und 1978 insgesamt 13 Grand Prix für Surtees, Ensign-Ford und ATS-Ford, blieb dabei aber ohne WM-Punkt. Jo Gartner fuhr in der Formel-1-Saison 1984 acht Rennen, blieb aber offiziell ohne WM-Punkte, weil er für seinen fünften Platz beim Grand Prix von Italien als Gaststarter keine Punkte erhielt. Er verunglückte bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1986 tödlich. Karl Wendlinger bestritt zwischen 1991 und 1995 41 Rennen in der Motorsport-"Königsklasse", fuhr dabei 14 WM-Punkte ein. Gleich drei Mal landete Wendlinger auf dem vierten Platz. Unvergessen sein schwerer Unfall im Freien Training zum Großen Preis von Monaco 1994. Wendlinger krachte in der Hafenschikane in die Streckenbegrenzung, zog sich eine Hirnprellung und eine Knieverletzung zu. Er lag wochenlang im Koma. Roland Ratzenberger bestritt in der Saison 1994 nur ein einziges Rennen für Simtec-Ford, wurde Elfter. Im Qualifying zum Grand Prix von San Marino in Imola verunglückte Ratzenberger in der Villeneuve-Kurve tödlich. Genauso wie Ayrton Senna. Gerhard Berger ist Österreichs letzter Grand-Prix-Sieger in der Formel 1. Der Tiroler feierte in 210 Rennen zwischen 1984 und 1997 zehn Rennsiege, holte 48 Podestplätze und fuhr 385 WM-Punkte ein. In den Jahren 1988 und 1994 war er WM-Zweiter. Alexander Wurz ist der letzte Österreicher, der auf ein Formel-1-Stockerl fuhr. Der heutige ORF-Experte bestritt zwischen 1997 und 2007 insgesamt 69 Grand Prix für Benneton, McLaren Mercedes und Williams. Wurz holte 45 WM-Punkte und drei dritte Plätze. Zuletzt 2007 auf Williams in Kanada. Patrick Friesacher startete in der Saison 2005 in elf Rennen für Minardi, holte dabei insgesamt drei Punkte in der Weltmeisterschaft. Christian Klien ist der bislang letzte Österreicher, der an einem Formel-1-Grand Prix teilgenommen hat. Er bestritt zwischen 2004 und 2006 46 Rennen für Jaguar und Red Bull, sowie 2010 drei Starts für Hispania Racing. In seiner Karriere holte er 14 WM-Punkte. Den letzten Start bestritt Klien beim Saisonfinale 2010 in Abu Dhabi.

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Beim Formel-1-Team Williams läuft es zur Zeit ganz und gar nicht gut. Aktuell liegt das Team auf dem letzten WM-Platz. Doch das könnte sich schon bald ändern. Wie "Motorsport-total.com" berichtet, soll der russische Milliardär Dmitri Masepin an einem Einstieg beim britischen Rennstall interessiert sein.

Williams auf Talfahrt

Die Gerüchte über den Einstieg kursieren bereits seit geraumer Zeit. Das finanziell gebeutelte Team könnte das nötige Kleingeld für einen Umbruch dringend gebrauchen. Denn sportlich ist man der Konkurrenz weit hinterher. Rookie George Russell und Comebacker Robert Kubica konnten bisher keinen einzigen Punkt sammeln.

Masepins Sohn will in die F1

Das Vermögen von Masepin, dem Teile des Bergbauunternehmens Uralkali gehören, soll rund 1,5 Milliarden Euro betragen. Bereits vergangenes Jahr hat der Geschäftsmann ein Angebot für den insolventen Rennstall Force India abgegeben. Ausgestochen wurde er allerdings von Lawrence Stroll, dessen Sohn seither beim heutige Racing-Point-Team einen Stammcockpit hat. Masepin sollen diese Umstände ein Dorn im Auge sein.

Denn der schwerreiche Russe möchte seinen eigenen Sohn Nikita in die Formel 1 bringen. Der fährt aktuell in der Formel 2. Dort müsste er in die Top 5 kommen, um die für die Formel 1 nötige Superlizenz zu bekommen.

Ein Einstieg beim britischen Rennsportteam soll daher auch dem 20-Jährigen beim Sprung in die Königsklasse helfen. Masepin junior hat bereits im Simulator für Williams getestet. Zudem soll ihm sein Vater den 2017er-Formel-1-Mercedes besorgt haben, damit Nikita sich auf die Königsklasse vorbereiten kann.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • der peter am 23.04.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht die besten,

    sondern die reichsten fahren also auch dort. Alles eine Schieberei...Geld regiert die Welt, Moral ist kein gültiges Gesetz, sondern individuell das, was man selbst daraus macht.

  • hand am 23.04.2019 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    igarchen

    Eine Russe kommt natürlich mit Drogen, Prost........ und sonstiges zu Geld, nicht irgendwie, nur so!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • der peter am 23.04.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht die besten,

    sondern die reichsten fahren also auch dort. Alles eine Schieberei...Geld regiert die Welt, Moral ist kein gültiges Gesetz, sondern individuell das, was man selbst daraus macht.

  • hand am 23.04.2019 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    igarchen

    Eine Russe kommt natürlich mit Drogen, Prost........ und sonstiges zu Geld, nicht irgendwie, nur so!