Deutschland-Test

20. März 2019 23:09; Akt: 21.03.2019 07:44 Print

"Die Konsequenz fehlt, wie auch schon letztes Jahr"

1:1 im Test gegen Serbien – hat Deutschland die Krise abgeschüttelt? DFB-Teamchef Joachim Löw bleibt vor dem EM-Quali-Auftakt gegen Holland kritisch.

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Die Fußball-EM 2024 steigt in Deutschland. "Heute" zeigt die zehn Stadien, in denen gespielt wird. Unverkennbar ist das Berliner Olympiastadion. 74.475 Zuschauer finden hier Platz. Das Oval war 2006 Schauplatz des WM-Finales. Die Münchner Allianz Arena fasst 75.000 Zuschauer. In der "Heimat" von David Alaba wird bereits bei der EM 2020, die über ganz Europa verstreut stattfindet, gespielt. Düsseldorf, Merkur Spiel-Arena. Auch in diesem Stadion gehen 2024 EM-Matches über die Bühne. 54.600 Zuschauer dürfen in das bislang selten für Länderspiele genutzte Schmuckkästchen. Für gewöhnlich bespielt Eintracht Frankfurt die Commerzbank-Arena. 2005 wurde sie umgebaut - und kann seitdem bei Regen überdacht werden. 51.500 Zuschauer dürfen hinein. Die ÖFB-Legionäre Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf kicken ebenfalls in einem künftigen EM-Stadion, nämlich in Schalkes Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Fassungsvermögen: 62.270 Zuschauer. "The Dome" verfügt ebenfalls über ein Schiebedach. Für viele Fußball-Fans ein Highlight: Der Signal-Iduna-Park von Dortmund. Nicht weniger als 81.000 Zuschauer passen in die gigantische BVB-Heimstätte. Die Red-Bull-Arena in Leipzig verfügt aktuell über 43.000 Plätze, soll aber ausgebaut werden. Der EM-Zuschlag ist ein gutes Argument dafür. Das Volksparkstadion in Hamburg fasst nach einigen Umbauten 57.000 Zuschauer. Aktuell gibt es hier nur Zweitliga-Fußball zu sehen. Spätestens 2024 wird sich das ändern. Auch in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart wird 2024 gekickt. Aktuell passen 60.500 Fußball-Begeisterte hinein. Louis Schaub jubelt mit dem 1. FC Köln im RheinEnergieStadion, das für die WM 2006 gebaut wurde. Ob der Ex-Rapidler 2024 auch mit dem ÖFB-Team im modernen Komplex aufgeigt, wird sich zeigen. Knapp 50.000 Fans finden jedenfalls Platz.

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1:1 gegen Serbien, die Heimpleite beim Länderspiel-Auftakt 2019 abgewendet. Ist dem verjüngten deutschen Nationalteam der "Neustart" gelungen? Am Sonntag wird es im EM-Quali-Auftakt gegen die Niederlande richtig ernst, der Probegalopp hätte wohl besser ausfallen können.

Jovic (12.) brachte die Serben in Wolfsburg 1:0 in Führung, Goretzka (69.) glich für die DFB-Auswahl aus. Teamchef Joachim Löw meinte zur Leistung seiner Mannschaft: "Die Automatismen haben in der ersten Halbzeit noch nicht so ganz funktioniert. Nach der Pause haben wir aber ein sehr gutes Signal ausgesendet. Am Ende fehlt die Konsequenz im Abschluss – wie auch letztes Jahr."

Reicht das für den "Ernstfall" im EM-Quali-Auftakt gegen die Niederlande? "Holland hat mehr Tempo, mehr Klasse und Qualität", glaubt Löw. "Das wird schon ein anderer Prüfstein für uns. Ich hoffe, dass Kroos und Gnabry da einsatzbereit sein werden."

Dabei wollte man mit dem Umbau – Müller, Boateng und Hummels wurden aus dem Nationalteam entfernt – das durchwachsene Jahr 2018 vergessen machen. Lichtblick: Die eingewechselten Reus und Goretzka, sowie Sane. "Reus ist immer torgefährlich, er zieht die Bälle an", meinte Löw. "Goretzka ist extrem wertvoll, weil er vom Mittelfeld in die Spitze geht. Das Tor hat er super gemacht. Sane wurde am Schluss übel gefoult, aber passiert ist zum Glück nichts."

Torschütze Goretzka analysierte die Partie so: "Es war angesichts der Torchancen zu wenig. Wir hätten gewinnen müssen. Wir haben im Aufbauspiel zu viel verschwendet, erst nach der Pause die Räume gefunden." Vor dem Duell mit Holland meint er: "Es wird ein spezielles Spiel. Wir spüren schon den Druck, brauchen aber keine Extra-Motivation, wenn wir gegen die Niederlande spielen dürfen." Sane ergänzte: "Wichtig ist, sich jetzt gut auszukurieren und gegen die Niederlande voll anzugreifen. Ich bin total heiß auf den Sonntag. Wir haben einiges gutzumachen."


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(red)

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