Relegations-Duell

31. Mai 2018 19:57; Akt: 31.05.2018 22:00 Print

2:0! St. Pölten kann mit Bundesliga-Ticket planen

Vorentscheidung in der Relegation? St. Pölten bejubelt im Hinspiel gegen Wr. Neustadt einen Auswärtssieg. Es sieht gut aus mit dem Bundesliga-Verbleib.

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Experte Tim Armitage wählte für "Heute" das Bundesliga-Team der Saison, erklärt jede seiner Entscheidungen. Seit fünf Jahren sieht der Engländer jedes Spiel, zerlegt für die Analyse-Firma "Football Radar" Österreichs Fußball bis ins letzte Detail. Tor: (Sturm) Das Niveau auf der Goalie-Position ist in Österreich sehr hoch. Mehrere Keeper wie Alexander Walke, Pavao Pervan, Richard Strebinger und Andreas Leitner wären in Frage gekommen. Siebenhandl hat sich über die gesamte Saison hinweg als verlässlich erwiesen. Sogar, wenn er einen Fehler macht, behält er die Konzentration. Sein Kunststück im April mit Assists in zwei aufeinanderfolgenden Partien werden Sturm-Fans nicht so schnell vergessen. Rechtsverteidiger: (Red Bull) Lainer hat sich zu einem der besten Spieler der Liga entwickelt. Er ist für Größeres und Besseres bestimmt, sollte er sich für das Ausland entscheiden. Seine Schnelligkeit, Dribblings und sein ausgezeichnetes Positionsspiel machen ihn für Salzburg so wichtig. Hoffentlich kann er diese Stärken auch im Nationalteam einsetzen. Linksverteidiger: (Red Bull) Die Maschine! Ulmer hat bewiesen, dass auch Fußballer wie der Wein mit dem Alter besser werden können. Mit 32 lieferte er für die Bullen heuer unzählige starke Leistungen ab, steht für Konstanz. Nebenbei steuerte noch zehn Assists bei. Er ist ein großartiges Gegenstück zu Stefan Lainer auf der rechten Seite. Innenverteidiger: (Rapid) Rapid zahlte 800.000 Euro für den linksfüßigen Verteidiger. Er hat die Erwartungen erfüllt. Galvao ist unglaublich vielseitig, einer der Schlüsselspieler Rapids und einer der besten Verteidiger der Liga. Wer nicht überzeugt ist, braucht sich nur die Ergebnisse von Altach nach seinem Abschied oder Rapid, wenn er nicht dabei ist, ansehen. Innenverteidiger: (LASK) Ich glaube nicht, dass irgendein anderer Bundesliga-Spieler das Spiel so gut liest wie Trauner. Er ist einer der Hauptgründe, warum der LASK heuer so schwer zu schlagen war. Unter Trainer Oliver Glasner scheint er einfach immer in Top-Form zu sein. Defensives Mittelfeld: (Red Bull) Wenn du als defensiver Mittelfeldspieler Staubsauger genannt wirst, weißt du, dass du etwas richtig gemacht hast. Samassekou entwickelt sich zu einem fantastischen Spieler. Durch seine Fähigkeit, das gegnerische Spiel zu zerstören, hat er sich einen Namen gemacht. Er ist nicht so explosiv, wie andere Salzburger Mittelfeld-Spieler. Sein Positionsspiel und seine Arbeitsrate ermöglichen den Kollegen erst, in der gegnerischen Hälfte kreativ zu werden. Zentrales Mittelfeld: (Rapid) Wenn er fit und in Form ist, ist er der beste Mittelfeld-All-Rounder der Bundesliga. Der 27-Jährige steuert regelmäßig Tore und Assists bei. Seine tragende Rolle bei Rapid kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. In den letzten zwölf Monaten füllt er das Kapitänsamt souverän aus und machte so den schwierigen Abschied von Steffen Hofmann für den Klub etwas leichter. Zentrales Mittelfeld: (Sturm) Was für eine Saison! Zulj hat ohne jeden Zweifel den größten Leistungssprung hingelegt. Er ist fast nicht wiederzuerkennen, nicht mehr der selbe Spieler, den wir von Hartberg, der Admira, Wolfsberg und Ried kennen. Jeder Bereich seines Spieles wurde besser. Es ist eine wahre Freude, ihm zuzusehen. Er hat sich die Auszeichnung zum Spieler des Jahres verdient. Offensives Mittelfeld: (Red Bull) Schlager ist so ein großes Talent. Der Linzer hat eine riesige Zukunft vor sich. Seine Vielseitigkeit ist unglaublich. In so jungen Jahren ist er im defensiven Mittelfeld genauso effizient wie in der Offensive. Sein jüngster Auftritt als Linksverteidiger gegen Mattersburg hat gezeigt, dass er wirklich überall spielen kann. Offensives Mittelfeld: (Red Bull) Seine Aktien steigen steil, und das zurecht. Nach einer exzellenten Saison könnte ein Transfer in eine Top-Liga folgen. In Salzbug ist er von den heißesten Talenten Österreichs, vielleicht Europas, umringt. Mit 25-Jahren ist Berisha ein Routinier, der dieses junge Team führt. Er hat eine geniale Technik und hat gegen Dortmund gezeigt, dass er auch Nerven aus Stahl hat. Angriff: (Red Bull) Er ist der Topscorer der Liga. Deni Alar hat ihm in dieser Wertung das Leben richtig schwer gemacht. Trotz einiger Formschwankungen hat er gezeigt, dass in dieser Liga im Strafraum keiner tödlicher ist, als er.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wer spielt kommende Saison in der Bundesliga, wer in der zweithöchsten Spielklasse? Nach dem Relegations-Hinspiel zwischen St. Pölten und Wr. Neustadt scheint eine Vorentscheidung gefallen. Doch die "Wölfe" wissen: Der klare Auswärtssieg ist erst die halbe Miete.

Halbe Miete

Pak (34.) und Bajrami (70.) schossen die Truppe von Coach Didi Kühbauer vor 3.500 Fans zum Auswärtssieg. Am Sonntag (15.30 Uhr) steigt das Rückspiel. Dann steht fest, wer kommende Saison in der neuen Zwölfer-Bundesliga spielt und wer in der aus 16 Vereinen bestehenden neuen Zweiten Liga antreten muss.

Späte Entscheidung

Dass beide Teams überhaupt in der Relegation gegeneinander antreten, entschied sich erst in letzter Minute. Erste-Liga-Klub Hartberg bekam vom Ständigen Neutralen Schiedsgericht erst am Dienstag nach mehreren Einsprüchen die Bundesliga-Lizenz zugesprochen, somit kämpft das Bundesliga-Schlusslicht St. Pölten gegen den Erste-Liga-Dritten um den letzten verbliebenen Platz in der höchsten Spielklasse.


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(heute.at)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas am 31.05.2018 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    TV Übertragung

    Schade, dass keine TV-Übertragung zu Stande gekommen ist, eigentlich schwach. Man hätte ja mit der Relegation rechnen müssen.

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  • Karl Meister am 31.05.2018 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Fußball in Ö

    Bundesliga? Wo, wie, was, wann?! Operettenliga würde besser passen

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  • leopold F. am 01.06.2018 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    St. Pölten verdienter Sieger

    Ein fürchterliches Gegurke in dem Wr. Neustadt noch negativ aufgefallen ist. Diese Neustädter Hundstruppe hätten in der Bundesliga ohnehin keinen Punkt gemacht.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • leopold F. am 01.06.2018 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    St. Pölten verdienter Sieger

    Ein fürchterliches Gegurke in dem Wr. Neustadt noch negativ aufgefallen ist. Diese Neustädter Hundstruppe hätten in der Bundesliga ohnehin keinen Punkt gemacht.

  • Lukas am 31.05.2018 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    TV Übertragung

    Schade, dass keine TV-Übertragung zu Stande gekommen ist, eigentlich schwach. Man hätte ja mit der Relegation rechnen müssen.

    • Drakensang am 01.06.2018 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lukas

      Das sehe ich auch so. Eigentlich sehr Schade, dass der ORF unfähig war das Programm zumindest auf ORF Sport+ zu ändern. Hier sieht man es wieder mal, wie träge die Typen vom ORF tatsächlich sind.

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  • Karl Meister am 31.05.2018 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Fußball in Ö

    Bundesliga? Wo, wie, was, wann?! Operettenliga würde besser passen

    • Franz am 31.05.2018 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karl Meister

      Passend zur Politik

    • Ottibub am 01.06.2018 11:55 Report Diesen Beitrag melden

      Bravo

      @Franz Stimmt was die vorherige Regierung betrifft, die aktuelle aber ist weltweit anerkannt und gut unterwegs.

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