Kapitän gegen Schweden

06. September 2018 17:59; Akt: 06.09.2018 17:59 Print

Alaba: "Wir haben versagt, wenn's drauf ankommt!"

ÖFB-Ersatzkapitän David Alaba möchte mit dem Nationalteam einen weiteren Schritt in Richtung Weltspitze machen. Was noch fehlt, erklärt er hier!

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. Die Wurzeln: Alaba wurde am 24. Juni 1992 in Wien geboren. Seine Mutter Gina kommt von den Philippinen, sein Vater George stammt aus Nigeria. Die Fußball-Anfänge: David Alaba begann seine fußballerische Karriere im 22. Wiener Gemeindebezirk. Sein Vater brachte ihn im Alter von neun Jahren zum SV Aspern. Doch bereits nach einem Jahr verließ David die Donaustädter wieder. Alaba als Austrianer: Nach nur einem Jahr in Aspern kam der zehnjärige David bei der Wiener Austria unter. Im Dress der Veilchen kam er jedoch nur zu fünf Einsätzen bei den Amateuren. Alaba, das Schnäpchen: Nach sechs Jahren im Austria-Nachwuchs verließ Alaba mit 16 Jahren die Wiener Austria. Der teuerste Linksverteidiger der Welt (Marktwert 40 Millionen) kostete damals bloß 150.000 Euro. Linksverteidiger dank van Gaal: Im Verein als Linksverteidiger, im Nationalteam im zentralen Mittelfeld. Die Diskussion um die Position Alabas geht auf Louis van Gaal zurück. Der Niederländer war ein großer Förderer Alabas und lernte ihm zum Abwehrspieler um. Nationalteam ohne Profispiel: Welch großes Talent Alaba war, zeigte sich bei seinem Debüt für die österreichische Nationalmannschaft am 14. Oktober 2009 in Paris. Der erst 17-Jährige wurde für zehn Minuten eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Alaba noch kein einziges Profispiel absolviert. Alaba, der Hoffenheimer: David Alaba und Bayern München. Das gehört zusammen. Doch Alaba spielte auch für Hoffenheim. Nach einer Verletzung wurde Alaba im Frühjahr 2011 an den Liga-Rivalen verliehen. Dort wurde er sofort zum Stammspieler und erzielte sein erstes Bundesliga-Tor. Alaba und das "Finale dahoma": Die Niederlage im Champions-League-Finale 2012 im eigenen Stadion sah Alaba nur von der Tribüne. Im Halbfinal-Rückspiel verursachte er in der fünften Minute einen Handelfmeter und war im Endspiel gesperrt. "Alaba ist unser Gott": Mit Pep Guardiola fand Alaba 2013 einen neuen Förderer. Der Spanier entdeckte die Vielseitigkeit des Österreichers und setzte ihn als Linksverteidiger, im zentralen Mittelfeld und in der Innenverteidigung ein. Peps Adelung für Alaba: "Er ist unser Gott". Alaba und "Bro" Ribery: In Ribery hat Alaba einen Schmähbruder gefunden. Zahlreiche Social-Media-Videos sind Zeugnisse ihrer Streiche an Teamkollegen. Wenn die beiden nicht auf dem Rasen stehen, trifft man sie oft im Doppelpack an. Alaba, der Gunner: David machte nie einen Hehl daraus, dass er als Kind nicht die Bayern, sondern einen anderen Klub supportete. Der FC Arsenal hat es ihm angetan. Dieser Fakt sorgte schon für das eine oder andere Transfer-Gerücht. Der gläubige Alaba: "Meine Kraft liegt in Jesus." Dieser Spruch war schon öfter auf Shirts von David Alaba zu lesen. Der ÖFB-Star ist gläubig und trägt seinen Glauben auch nach außen. David Alabas zweiter Vorname könnte Erfolg sein, wenn er nicht schon Olatukunbo wäre. Mit seinen nun 25 Jahren ist Alaba: Sechs Mal deutscher Meister (2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017): Wer bei den Bayern spielt, hats gut. Als Stammspieler des Rekordmeisters durfte er schon sechs Mal die Meisterschale in die Höhe stemmen. Vier Mal DFB-Pokalsieger (2010, 2013, 2014, 2016): Dazu kommen vier Siege im DFB-Pokal. Alaba ist auch in Endspielen top. Champions Leauge Sieger 2013: Das durfte er auch in der Königsklasse unter Beweis stellen. Nach der Final-Niederlage 2012 ohne Alaba, siegten die Bayern 2013. Der Österreicher ist Champions-League-Sieger! Gewinner der Klub-WM 2013: Garniert wird die Titel-Sammlung durch einen Titel der FIFA-Klub-WM. Der Bewerb zählt nicht zu den prestigeträchtigsten, im Lebenslauf macht sich der Sieg trotzdem gut. Die Musik: David Alaba gilt als extrem musikalisch. Das wurde ihm wohl von seinem Vater in die Wiege gelegt. George Alaba ist DJ und war Ende der 1990er Jahre Teil der Pop-Formation Two In One. Seine jüngere Schwester Rose war Teil der Girlgroup BFF und ist nun solo als Sängerin unterwegs. Die Werbefigur: Ob Coco Cola, Kika oder Bank Austria. An David Alaba kommt man in Österreich nicht vorbei. Alaba zählt zu den beliebtesten heimischen Testimonials und ist Dauergast in TV-Werbungen. Die Streitpunkte: Nach den jüngsten Streits um seine Position im Nationalteam (Mittelfeld-Zentrum statt Linksverteidigung) wächst allerdings auch die Zahl seiner Kritiker. Trotz seiner Jugend steckt Alaba das gut weg. Der Wiener: David hat seine Wurzeln nicht vergessen. Regelmäßig kommt er auf Heimatbesuch nach Wien. Im Sommer ist es nicht ungewöhlich, ihn beim Abkühlen an der Alten Donau anzutreffen. Der Kitzbühel-Fan: David ist ein Freund des Sportes, dabei beschränkt er sich nicht nur auf den Fußball. Schon mehrmals war er zu Gast beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Dabei begleitete ihn Kumpel Franck Ribery. Der Football-Fan: Apropos Kumpel. Zu seinen Freunden zählt auch ein NFL-Star. Odell Beckham Jr. von den New York Giants bekam schon Besuch von Alaba und anderen Bayern-Kickern. Der Film-Star: David Alaba wird im dritten Teil des deutschen Kino-Hits fack ju göhte dabei sein. Gemeinsam mit Kollegen Mats Hummels, Jerome Boateng und Joshua Kimmich wird er im Streifen eine kleine Rolle spielen. Der Alaba-Doppelgänger: Tyler, the Creator ist ein berühmter Rapper. Der junge US-Amerikaner, für seine tiefe, raue Stimme bekannt, schaut David ähnlich. Das bewegte Tyler zu einem amüsanten Tweet: "Ich kann bestätigen, David Alaba ist meine kleine Schwester."

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David Alaba führt Österreich am Donnerstag gegen die Schweden als Kapitän auf's Feld. Im Vorfeld des hochkarätigen Testspiels lässt der Bayern-Legionär mit einiges brisanten Aussagen aufhorchen.

"Wir können unseren Kader so nicht vergleichen mit anderen Mannschaften, aber ich denke, dass wir uns in den letzten Jahren wirklich sehr weiterentwickelt haben. Wir haben sehr viele Legionäre, die wirklich auf höchstem Niveau Fußball spielen", erklärt Alaba was noch auf die Top-Nationen im Fußball fehlt.

Ziel: "Auf Augenhöhe mit Weltspitze"

"Natürlich wollen wir uns in unseren Schritten nach vorne bewegen und zu einer Mannschaft werden, die sich mit sehr vielen Nationen auf dieser Welt messen und auf Augenhöhe spielen kann", will der Bayern-Legionär weiter nach oben.

Alaba beklagt die mangelnde Turnier-Erfahrung: "Wir haben eine super EM-Quali gespielt und dann bei der EURO eigentlich versagt, als es darauf angekommen ist. Man muss parat sein, wenn es drauf ankommt."

"Ich weiß, dass viel Potenzial in unserer Mannschaft steckt, aber wir müssen es auch zur richtigen Zeit abrufen." Das soll schon gegen Schweden klappen", so der 26-Jährige weiter.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mario am 06.09.2018 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es scheint leider so zu sein,

    dass unser Adler in rot-weiß-rot meistens erst dann gut spielen, wenn der Zug schon abgefahren ist, Qualifikation nimmer möglich ist oder ein weiterkommen, sollten wir mal qualifiziert sein, ausgeschossen ist.Finde ich zwar schade und ärgere mich auch immer muss ich zugeben.Aber ich drücke ihnen auch immer wieder die Daumen.Sind sie doch für mich als Österreicher, der sein Land und seine Leute (großteils ;) liebt, "mein Nationalteam".Dies gilt aber nicht ausschließlich für Fußball, aber, als Flachland-Bergdeutscher (na servas, des passt zamm), in erster Linie außerhalb der kalten Jahreszeit.;)

  • Fussballfan am 07.09.2018 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hohes Niveau ist gefragt

    Ja Herr Alaba wann spielen sie auf höchstem Niveau. Sie sollten doch Vorbild sein als hochbezahlter Bayern-Spieler.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Fussballfan am 07.09.2018 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hohes Niveau ist gefragt

    Ja Herr Alaba wann spielen sie auf höchstem Niveau. Sie sollten doch Vorbild sein als hochbezahlter Bayern-Spieler.

  • Mario am 06.09.2018 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es scheint leider so zu sein,

    dass unser Adler in rot-weiß-rot meistens erst dann gut spielen, wenn der Zug schon abgefahren ist, Qualifikation nimmer möglich ist oder ein weiterkommen, sollten wir mal qualifiziert sein, ausgeschossen ist.Finde ich zwar schade und ärgere mich auch immer muss ich zugeben.Aber ich drücke ihnen auch immer wieder die Daumen.Sind sie doch für mich als Österreicher, der sein Land und seine Leute (großteils ;) liebt, "mein Nationalteam".Dies gilt aber nicht ausschließlich für Fußball, aber, als Flachland-Bergdeutscher (na servas, des passt zamm), in erster Linie außerhalb der kalten Jahreszeit.;)