Auch Kapfenberg fällt durch

30. April 2018 16:09; Akt: 30.04.2018 17:20 Print

Bitter! Keine Bundesliga-Lizenz für Hartberg

Der TSV Hartberg und der SV Kapfenberg stehen ohne Bundesliga-Lizenz in erster Instanz da. Der Rest der Liga atmet hingegen auf.

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"Heute" weiß, wie viel unsere heimischen Sportstars im Jahr 2017 verdienten. Das folgende Ranking ist nach dem Stundenlohn der Athleten gereiht. Marcel Hirscher (Ski) Stundenlohn: 3,5 Millionen Euro Jahresverdienst: 3 Mio. Euro Der Salzburger fuhr im Jahr 2017 50 Minuten lang Rennen und triumphierte dabei neun Mal. David Alaba (Fußball) Stundenlohn: 215.482 Euro Jahresverdienst: 13 Millionen Euro Der Wiener spielte 2017 insgesamt 3.620 Minuten für seinen Klub Bayern München und die ÖFB-Nationalmannschaft. Jakob Pöltl (Basketball) Stundenlohn: 138.554 Euro Jahresverdienst: 2,3 Millionen Euro Der 21-Jährige in Diensten des NBA-Klubs Toronto Raptors machte in der laufenden Saison bis jetzt 205 Punkte. Marko Arnautovic (Fußball) Stundenlohn: 137.228 Euro Jahresverdienst: 7 Millionen Euro Der West-Ham-Legionär hält in der laufenden Spielzeit bei zwei Toren und zwei Vorlagen. Thomas Vanek (Eishockey) Stundenlohn: 105.046 Euro Jahresverdienst: 1,8 Millionen Euro Der Steirer stand insgesamt 17 Stunden auf dem Eis. Seine Bilanz: 22 Scorerpunkte Dominic Thiem (Tennis) Stundenlohn: 33.696 Euro Jahresverdienst: 5,5 Millionen Euro Der Niederösterreicher drosch auf dem Court 161 Stunden lang auf die Bälle ein und gewann 2017 das ATP-Turnier in Rio. Bernd Wiesberger (Golf) Stundenlohn: 6.803 Euro Jahresverdienst: 2 Millionen Euro Die Nummer 39 der Golf-Welt trat 2017 bei 27 Turnieren an. Mensur Suljovic (Darts) Stundenlohn: 4.539 Euro Jahresverdienst: 300.000 Euro Der beste Darts-Spieler des Landes kann sein Preisgeld bei der laufenden WM aber noch gehörig aufstocken. Valentin Pfeil (Marathon) Stundenlohn: 250 Euro Jahresverdienst: geschätzte 50.000 Euro Der Steyrer spulte 2017 unglaubliche 7.000 Kilometer im Training ab. 200 Kilometer lief er in Wettkämpfen, sein reines Preisgeld dabei belief sich gerade einmal auf 200 Euro.

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Die Lizenzierung für die neue Bundesliga-Saison ist abgeschlossen. Bis auf den TSV Hartberg und den SV Kapfenberg haben alle Klubs die Spielberechtigung erhalten. Die beiden Klubs aus der Steiermark haben die Lizenz in der ersten Instanz nicht bekommen.

90 Prozent der Klubs atmen auf, die Lizenz ist für die Bundesliga-Vereine gesichert. Nur der TSV Hartberg und der Kapfenberger SV haben keine Spielgenehmigung erhalten. Bitter für Hartberg, die Steirer stehen auf einem Aufstiegsplatz.

Stadionumbau entscheidend

Die Ausgliederung des Spielbetriebs in eine Kapitalgesellschaft erfolgte nicht bestimmungsgemäß, zudem konnte der Stadionumbau in Hartberg nicht ausreichend nachgewiesen werden. So begründet die Bundesliga die Entscheidung.

Sollte Hartberg auch in zweiter Instanz keine Lizenz bekommen, dann würde sich St. Pölten die Relegation ersparen. Hartberg legt Protest ein, das bestätigte Präsidentin Brigitte Annerl: "Wir sehen das heutige Urteil als ein Zwischenergebnis. Wir werden die Bedenken vom Senat 5 genau analysieren und beim Protestkomitee in zweiter Instanz ausräumen."

"Das Lizenzierungsverfahren bildet die Grundlage für einen wirtschaftlich und sportlich fairen Wettbewerb. Es ist ein Qualitätsmerkmal für die Arbeit der Klubs, dass alle Klubs der Tipico Bundesliga die Lizenz in erster Instanz erhalten haben und Status Quo gleich vier Klubs aufgrund ihrer Rahmenbedingungen als potentielle Aufsteiger in die höchste Spielklasse in Frage kommen. Besonders erfreulich ist auch die Tatsache, dass es bei insgesamt 32 Bewerbern nur zu einer Lizenz- und zwei Zulassungsverweigerungen in erster Instanz gekommen ist", wird Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits in einer Aussendung zitiert.

Die Lizenzen im Überblick:

Tipico Bundesliga, Lizenz erteilt:
FC Red Bull Salzburg
FK Austria Wien
SK Puntigamer Sturm Graz
CASHPOINT SCR Altach
SK Rapid Wien
FC Flyeralarm Admira (bestehende Finanz-Auflagen: quartalsmäßiger Reorganisationsprüferbericht, monatliche Liquiditätsberichterstattung)
SV Mattersburg
RZ Pellets WAC
SKN St. Pölten
LASK

Sky Go Erste Liga, Lizenz erteilt:
SV Guntamatic Ried (bestehende Finanz-Auflage: quartalsmäßiger Reorganisationsprüferbericht)
SC Austria Lustenau (bestehende Finanz-Auflage: quartalsmäßiger Reorganisationsprüferbericht) / alternatives Heimstadion für Tipico Bundesliga: CASHPOINT Arena Altach
FC Wacker Innsbruck (bestehende Finanz-Auflage: quartalsmäßiger Reorganisationsprüferbericht)
SC Wiener Neustadt (bestehende Finanz-Auflage: quartalsmäßiger Reorganisationsprüferbericht) / Ausnahmegenehmigung Stadion Wiener Neustadt Saison 2018/19* / Ausweichstadion: NV-Arena für den Zeitraum 15.11.2018-15.03.2019 (Rasenheizung)

*Ausnahmegenehmigung: Im Zusammenhang mit dem nachgewiesenen Stadionneubau in Wiener Neustadt kann – zusätzlich zur Unterschreitungsmöglichkeit bei einem Neubau durch den Senat 3 – der Aufsichtsrat der Österreichischen Fußball-Bundesliga für maximal eine Saison die Unterschreitung eines A-Kriteriums (in diesem Fall „Gedeckte Sitz- und Stehplätze“) ermöglichen. Diese Unterschreitungsmöglichkeit wurde dem SC Wiener Neustadt für die Saison 2018/19 gewährt. Die Ausnahmegenehmigung gilt, solange der Baufortschritt im Zeitplan ist. Die Heimspiele von 15. November 2018 bis 15. März 2019 muss der Klub aufgrund der fehlenden Rasenheizung in der NV Arena austragen.

Lizenz verweigert:
TSV Prolactal Hartberg (rechtlich, infrastrukturell, finanziell)
Die Ausgliederung des Spielbetriebs in eine Kapitalgesellschaft erfolgte nicht bestimmungsgemäß (Fristverzug). Der Stadionumbau in Hartberg konnte nicht ausreichend nachgewiesen werden. Weiters wird der Verfügbarkeitsnachweis für das im Falle des Umbaus geplante Ausweichstadion Merkur Arena in Graz als nicht ausreichend erachtet.

Zulassung erteilt:
FC Liefering
WSG Swarovski Wattens
FC Blau Weiß Linz
FAC Wien (Auflage: Überarbeitung Zukunftsinformationen)
TSV Prolactal Hartberg

Zulassung verweigert:
KSV 1919 (finanziell)

Regionalligen, Zulassung erteilt:
SKU Amstetten (Ost)
SV Horn (Ost)
FC Karabakh (Ost)
SK Rapid II (Ost)
FK Austria Wien Amateure (Ost)
SV Lafnitz (Mitte)
FC Juniors OÖ (Mitte)
SK Vorwärts Steyr (Mitte)
SK Austria Klagenfurt (Mitte)
SK Puntigamer Sturm Graz Amateure (Mitte)
FC Wacker Innsbruck II (West)

Zulassung verweigert:
SV Allerheiligen (infrastrukturell/kein für die 2. Liga zugelassenes Stadion bzw. personell/kein Nachweis eines qualifizierten Physiotherapeuten/Sportwissenschaftlers) (Mitte)


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  • Hubert Huber am 30.04.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gegen die Kleinen

    Die Schreibtischtäter der Bundesliga wollen keine Überraschungsteams und kleineren Orte im Oberhaus - man schikaniert diese Klubs mit argen Folgen, Musterbeispiel Grödig: zu einem großen Stadion gezwungen, obwohl der Bedarf fehlte...

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