Einwechslung verweigert

12. März 2018 21:04; Akt: 12.03.2018 21:04 Print

Sitzstreik! DFB-Ass macht Ajax-Coach lächerlich

Der deutsche WM-Kandidat Amin Younes sorgt bei Ajax Amsterdam für einen Skandal. Sein Trainer will ihn einwechseln – doch darauf hat er keinen Bock.

Skandal: Hier verweigert Ajax-Star Amin Younes seine Einwechslung.
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Amin Younes gilt als eines der größten Talente im deutschen Fußball. Doch die WM in Russland kann sich der 24-jährige Mittelfeldspieler trotz seiner guten Leistungen beim Confed-Cup im Vorjahr wohl in die Haare schmieren. Es ist kaum vorstellbar, dass Bundestrainer Joachim Löw auf einen Spieler zurückgreifen wird, der einfach mal so seine Arbeit verweigert und seinen Trainer so dreist brüskiert.

Aber was ist passiert? Im Spiel gegen Twente saß der Ajax-Legionär Younes wie so oft in dieser Saison zunächst nur auf der Ersatzbank. Doch sein Trainer Erik ten Haag wollte ihn "für die guten Trainingsleistungen unter der Woche belohnen" und in der Schlussphase einwechseln. Doch darauf hatte der 1,68 Meter große Edeltechniker mal so gar keinen Bock. Er schüttelte nur kurz seinen Kopf, zog die Mundwinkel und Augenbrauen nach oben und blieb einfach sitzen. In wenigen Sekunden hatte er seinen Trainer vor der ganzen Welt lächerlich gemacht.

"Natürlich bin ich der Chef, und ich wollte auch, dass er reinkommt. Ich werde darüber noch mit ihm reden", erklärte Ten Hag etwas verdutzt nach Spielende. "Ich denke, dass er rein muss, wenn ich das will. Aber er fand es unnötig."

Die Strafe für Younes folgte am nächsten Tag. "Ten Hag hat am Montagmorgen ein Gespräch mit Younes geführt und ihm mitgeteilt, dass er die nächsten zwei Wochen mit der zweiten Mannschaft von Ajax trainieren wird", erklären die Niederländer in einem Statement auf ihrer Homepage.

Verrückte Wechsel-Posse mit Napoli

Es ist nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass Younes für Negativ-Schlagzeilen sorgt. In der Winterpause sollte er für fünf Millionen Euro Ablöse zum italienischen Spitzenklub Napoli wechseln, absolvierte bereits einen Medizincheck.

Doch dann ließ er den Transfer platzen – bei einer kurzen Stippvisite soll ihm die Hafenstadt nicht gefallen haben. Da Younes laut Napoli aber bereits einen Vertrag unterschrieben hat, soll er jetzt im Sommer zum einstigen Maraona-Klub wechseln. Und eines ist klar: Nach dem ganzen Wechsel-Theater wird er bei den Napoli-Tifosi alles andere als einen leichten Stand haben...


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(red.)

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