EM-Quali

11. Juni 2019 20:34; Akt: 12.06.2019 07:16 Print

Deutschland mit Torparty, Türkei verliert auf Island

Jubel und Frust in der EM-Quali! Deutschland zündete gegen Estland ein Torfeuerwerk, für die Türkei gab es eine Pleite. Die Spiele in der Übersicht.

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Neues Jahr, neues Glück! Das österreichische Fußball-Nationalteam verfolgt ein klares Ziel: die Qualifikation für die EM 2020. Gelingt der Coup? Mit der "Heute"-Fotoshow sind Sie stets im Bilde. Die Auslosung der EM-Quali bescherte Österreich eine spannende Gruppe. Die Gegner: Polen, Israel, Lettland, Mazedonien, Slowenien. Belegt die ÖFB-Elf den ersten oder zweiten Platz, ist sie fix für die Endrunde qualifiziert. Hier ein Überblick aller Quali-Gruppen. Erste Amtshandlung im neuen Jahr: Teamchef Franco Foda und Co. wurden mit neuen VW-Dienstautos ausgestattet. Wichtiger: der Kader für Österreichs Auftaktmatch gegen Polen am 21. März. Foda verzichtete auf Experimente. Vorerst einziger Debütant: Stefan Posch. Der Hoffenheim-Legionär spielt in der Innenverteidigung und wurde von der U21 hochgezogen. Bitter: Noch vor dem ersten ÖFB-Lehrgang hagelte es Absagen. Guido Burgstaller musste für die Partien gegen Polen (21.3.) und Israel (24.3.) passen. Auch Philipp Lienhart und Hannes Wolf kam ein Krankenstand dazwischen. Und auch Michael Gregoritsch erwischte es. Teamchef Foda gingen langsam die Offensivkräfte aus. Gut, dass es Marc Janko gibt. Der 35-jährige Routinier erhielt einen Anruf von Foda - und sagte sofort zu. "Ich habe immer gesagt, dass ich zur Verfügung stehe, wenn ich gebraucht werde", freute sich der Schweiz-Legionär. Das ÖFB-Team traf am 18. März in Wien zusammen. Die Vorbereitung auf das Polen-Match fiel demnach relativ kurz aus. David Alaba, dessen Einsatz aufgrund einer Ischias-Reizung fraglich war, meldete sich rechtzeitig fit. Zum Auftakt in die EM-Qualifikation gab es für Arnautovic und Co. eine bittere 0:1-Heimpleite gegen Polen. Durch die mangelnde Chancenauswertung war für die Foda-Kicker nichts Zählbares im Happel-Stadion drin. Drei Tage später gastierte das Team auswärts in Israel. Ohne Alaba, der verletzt absagen musste. Unglaublich: Auch im zweiten Spiel setzte es eine Niederlage. Österreich musste sich in Haifa Israel mit 2:4 geschlagen geben. Für die beiden ÖFB-Treffer sorgte Marko Arnautovic. Für Israel-Teamchef Andreas Herzog war der 24. März ein besonderer Tag, für Franco Foda ein rabenschwarzer. Österreich stand nach zwei Quali-Spieltagen mit null Punkten da. Gegen Slowenien stand bereits so etwas wie ein Entscheidungsspiel an. Sollte Österreich nicht gewinnen, wäre die Chance auf ein EM-Ticket praktisch weg. Im Vergleich zum Israel-Spiel war beim ÖFB auf jeden Fall eine Leistungssteigerung nötig. Durchgehend überzeugen konnten die rot-weiß-roten Herren in Klagenfurt nicht, für drei Punkte reichte es dennoch aus. Der eingewechselte Guido Burgstaller besorgte den einzigen Treffer bei Österreichs 1:0-Sieg. Drei Tage später trat Österreich in Skopje gegen Nordmazedonien an, auch hier war ein Sieg Pflicht. Doch die Mannschaft von Teamchef Franco Foda hatte trotz haushoher Überlegenheit lange zu kämpfen. Ein Missverständnis zwischen Goalie Heinz Lindner und Abwehrchef Martin Hinteregger führte schließlich zu einem Eigentor und brachte die Osteuropäer unverhofft in Führung. Der rot-weiß-rote Sturmlauf blieb lange ohne Erfolg. Schlussendlich konnte der mazedonische Torbann doch noch gebrochen werden. Am Ende stand ein verdienter 4:1-Sieg zu Buche. Valentino Lazaro, ein Doppelpack von Marko Arnautovic und ein Eigentor, eingeleitet vom überragenden Konrad Laimer, sorgten für die Tore des ÖFB. Der Traum von der Euro 2020 wurde somit am Leben gehalten.

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Der vierte Spieltag in der EM-Quali ist Geschichte. Bei den Dienstags-Spielen gab es für die Fans ein Schützenfest von Deutschland zu sehen, die Türkei verlor das im Vorfeld emotional aufgeladene Gastspiel bei Island. Auch Italien ließ Punkte liegen. Hier die Übersicht:

Gruppe C

Deutschland jubelte in Mainz über einen mehr als deutlichen 8:0-Sieg gegen Estland. Die DFB-Auswahl hält damit bei drei Siegen aus drei Partien, Torbilanz 13:2. Dennoch liegt Nordirland nach einem 1:0 gegen Weißrussland in der Tabelle vor den Deutschen, hat aber ein Spiel mehr absolviert.

Gruppe E

Ungarn hielt mit einem 1:0 gegen Wales Platz eins vor der Slowakei. Die Slowaken fixierten in Aserbaidschan einen souveränen 5:1-Auswärtssieg und sind punktegleich mit Kroatien Zweiter. Wales liegt vor Aserbaidschan nur auf Platz vier.

Gruppe H

Im Vorfeld des Gastspiels der Türkei bei Island gab es Aufregung, weil die Türken bei der Einreise am Flughafen stundenlang warten mussten, außerdem hielt ein Unbekannter bei einem Spieler-Interview eine Bürste statt einem Mikrofon hin. Auch sportlich lief es für die Türkei mit einer 1:2-Auswärtspleite nicht rund. Platz eins ging damit an Weltmeister Frankreich verloren, das Andorra mit 4:0 besiegte. Island ist punktegleich mit den Franzosen und der Türkei Dritter. Albanien bleibt nach einem 2:0 gegen Moldawien Vierter.

Gruppe I

Top-Favorit Belgien hatte im Heimspiel gegen Schottland keine Mühe und siegte mit 3:0. Die „Roten Teufel“ bleiben damit ohne Punkteverlust auf Platz eins vor Russland, das einen knappen 1:0-Heimsieg gegen Zypern feierte. Kasachstan ist nach einem 4:0 gegen San Marino Dritter vor den Schotten.

Gruppe J

Italien mühte sich zu einem 2:1 gegen Bosnien und behält damit die „weiße Weste“. Weiter auf Platz zwei liegt Finnland nach einem 2:0 gegen Liechtenstein. Auch Armenien ist als Dritter dank eines 3:2-Erfolgs gegen Griechenland vor den Bosniern, die vor Liechtenstein Vorletzter sind.



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(red)

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