Österreich-Insider analysiert

30. Mai 2018 07:58; Akt: 30.05.2018 08:18 Print

Top-Elf! "Heute" zeigt die besten Spieler der Liga

von S. Klein - "Heute" zeigt die elf Top-Kicker der Bundesliga-Saison. Experte Tim Armitage analysiert, warum sie heuer die besten waren.

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Experte Tim Armitage wählte für "Heute" das Bundesliga-Team der Saison, erklärt jede seiner Entscheidungen. Seit fünf Jahren sieht der Engländer jedes Spiel, zerlegt für die Analyse-Firma "Football Radar" Österreichs Fußball bis ins letzte Detail. Tor: (Sturm) Das Niveau auf der Goalie-Position ist in Österreich sehr hoch. Mehrere Keeper wie Alexander Walke, Pavao Pervan, Richard Strebinger und Andreas Leitner wären in Frage gekommen. Siebenhandl hat sich über die gesamte Saison hinweg als verlässlich erwiesen. Sogar, wenn er einen Fehler macht, behält er die Konzentration. Sein Kunststück im April mit Assists in zwei aufeinanderfolgenden Partien werden Sturm-Fans nicht so schnell vergessen. Rechtsverteidiger: (Red Bull) Lainer hat sich zu einem der besten Spieler der Liga entwickelt. Er ist für Größeres und Besseres bestimmt, sollte er sich für das Ausland entscheiden. Seine Schnelligkeit, Dribblings und sein ausgezeichnetes Positionsspiel machen ihn für Salzburg so wichtig. Hoffentlich kann er diese Stärken auch im Nationalteam einsetzen. Linksverteidiger: (Red Bull) Die Maschine! Ulmer hat bewiesen, dass auch Fußballer wie der Wein mit dem Alter besser werden können. Mit 32 lieferte er für die Bullen heuer unzählige starke Leistungen ab, steht für Konstanz. Nebenbei steuerte noch zehn Assists bei. Er ist ein großartiges Gegenstück zu Stefan Lainer auf der rechten Seite. Innenverteidiger: (Rapid) Rapid zahlte 800.000 Euro für den linksfüßigen Verteidiger. Er hat die Erwartungen erfüllt. Galvao ist unglaublich vielseitig, einer der Schlüsselspieler Rapids und einer der besten Verteidiger der Liga. Wer nicht überzeugt ist, braucht sich nur die Ergebnisse von Altach nach seinem Abschied oder Rapid, wenn er nicht dabei ist, ansehen. Innenverteidiger: (LASK) Ich glaube nicht, dass irgendein anderer Bundesliga-Spieler das Spiel so gut liest wie Trauner. Er ist einer der Hauptgründe, warum der LASK heuer so schwer zu schlagen war. Unter Trainer Oliver Glasner scheint er einfach immer in Top-Form zu sein. Defensives Mittelfeld: (Red Bull) Wenn du als defensiver Mittelfeldspieler Staubsauger genannt wirst, weißt du, dass du etwas richtig gemacht hast. Samassekou entwickelt sich zu einem fantastischen Spieler. Durch seine Fähigkeit, das gegnerische Spiel zu zerstören, hat er sich einen Namen gemacht. Er ist nicht so explosiv, wie andere Salzburger Mittelfeld-Spieler. Sein Positionsspiel und seine Arbeitsrate ermöglichen den Kollegen erst, in der gegnerischen Hälfte kreativ zu werden. Zentrales Mittelfeld: (Rapid) Wenn er fit und in Form ist, ist er der beste Mittelfeld-All-Rounder der Bundesliga. Der 27-Jährige steuert regelmäßig Tore und Assists bei. Seine tragende Rolle bei Rapid kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. In den letzten zwölf Monaten füllt er das Kapitänsamt souverän aus und machte so den schwierigen Abschied von Steffen Hofmann für den Klub etwas leichter. Zentrales Mittelfeld: (Sturm) Was für eine Saison! Zulj hat ohne jeden Zweifel den größten Leistungssprung hingelegt. Er ist fast nicht wiederzuerkennen, nicht mehr der selbe Spieler, den wir von Hartberg, der Admira, Wolfsberg und Ried kennen. Jeder Bereich seines Spieles wurde besser. Es ist eine wahre Freude, ihm zuzusehen. Er hat sich die Auszeichnung zum Spieler des Jahres verdient. Offensives Mittelfeld: (Red Bull) Schlager ist so ein großes Talent. Der Linzer hat eine riesige Zukunft vor sich. Seine Vielseitigkeit ist unglaublich. In so jungen Jahren ist er im defensiven Mittelfeld genauso effizient wie in der Offensive. Sein jüngster Auftritt als Linksverteidiger gegen Mattersburg hat gezeigt, dass er wirklich überall spielen kann. Offensives Mittelfeld: (Red Bull) Seine Aktien steigen steil, und das zurecht. Nach einer exzellenten Saison könnte ein Transfer in eine Top-Liga folgen. In Salzbug ist er von den heißesten Talenten Österreichs, vielleicht Europas, umringt. Mit 25-Jahren ist Berisha ein Routinier, der dieses junge Team führt. Er hat eine geniale Technik und hat gegen Dortmund gezeigt, dass er auch Nerven aus Stahl hat. Angriff: (Red Bull) Er ist der Topscorer der Liga. Deni Alar hat ihm in dieser Wertung das Leben richtig schwer gemacht. Trotz einiger Formschwankungen hat er gezeigt, dass in dieser Liga im Strafraum keiner tödlicher ist, als er.

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Am Sonntag endete die vorerst letzte Bundesliga-Saison mit zehn Mannschaften, ehe ab Sommer die Liga-Reform greift. Meister Salzburg blamierte sich gegen die Veilchen (0:4), Rapid und Sturm gähnten sich jeweils zu einem torlosen Remis. "Heute" stellt das Bundesliga-Team der Saison vor, zeigt, wer die wahren Stars der Liga sind.

Dafür holte sich die Redaktion Unterstützung aus London. Dort sitzt Liga-Experte Tim Armitage jede Woche zig Stunden vor dem TV-Gerät, zerlegt für die Analyse-Firma "Football Radar" Österreichs Fußball bis ins kleinste Detail. Seit fünf Jahren entgeht dem Engländer nichts. Er sieht jede einzelne Bundesliga-Minute. Jetzt stellt er den Kickern sein Zeugnis aus. Das ist sein Team der Saison:

Tor: Jörg Siebenhandl (Sturm)

Das Niveau auf der Goalie-Position ist in Österreich sehr hoch. Mehrere Keeper wie Alexander Walke, Pavao Pervan, Richard Strebinger und Andreas Leitner wären in Frage gekommen. Siebenhandl hat sich über die gesamte Saison hinweg als verlässlich erwiesen. Sogar, wenn er einen Fehler macht, behält er die Konzentration. Sein Kunststück im April mit Assists in zwei aufeinanderfolgenden Partien werden Sturm-Fans nicht so schnell vergessen.

Rechtsverteidiger: Stefan Lainer (Red Bull)

Lainer hat sich zu einem der besten Spieler der Liga entwickelt. Er ist für Größeres und Besseres bestimmt, sollte er sich für das Ausland entscheiden. Seine Schnelligkeit, Dribblings und sein ausgezeichnetes Positionsspiel machen ihn für Salzburg so wichtig. Hoffentlich kann er diese Stärken auch im Nationalteam einsetzen.

Linksverteidiger: Stefan Ulmer (Red Bull)

„Die Maschine“! Ulmer hat bewiesen, dass auch Fußballer wie der Wein mit dem Alter besser werden können. Mit 32 lieferte er für die Bullen heuer unzählige starke Leistungen ab, steht für Konstanz. Nebenbei steuerte noch zehn Assists bei. Er ist ein großartiges Gegenstück zu Stefan Lainer auf der rechten Seite.

Innenverteidiger: Gernot Trauner (LASK)

Ich glaube nicht, dass irgendein anderer Bundesliga-Spieler das Spiel so gut liest wie Trauner. Er ist einer der Hauptgründe, warum der LASK heuer so schwer zu schlagen war. Unter Trainer Oliver Glasner scheint er einfach immer in Top-Form zu sein.

Innenverteidiger: Lucas Galvao (Rapid)

Rapid zahlte 800.000 Euro für den linksfüßigen Verteidiger. Er hat die Erwartungen erfüllt. Galvao ist unglaublich vielseitig, einer der Schlüsselspieler Rapids und einer der besten Verteidiger der Liga. Wer nicht überzeugt ist, braucht sich nur die Ergebnisse von Altach nach seinem Abschied oder Rapid, wenn er nicht dabei ist, ansehen.

Defensives Mittelfeld: Diadie Samassekou (Red Bull)

Wenn du als defensiver Mittelfeldspieler „Staubsauger“ genannt wirst, weißt du, dass du etwas richtig gemacht hast. Samassekou entwickelt sich zu einem fantastischen Spieler. Durch seine Fähigkeit, das gegnerische Spiel zu zerstören, hat er sich einen Namen gemacht. Er ist nicht so explosiv, wie andere Salzburger Mittelfeld-Spieler. Sein Positionsspiel und seine Arbeitsrate ermöglichen den Kollegen erst, in der gegnerischen Hälfte kreativ zu werden.

Zentrales Mittelfeld: Stefan Schwab (Rapid)

Wenn er fit und in Form ist, ist er der beste Mittelfeld-All-Rounder der Bundesliga. Der 27-Jährige steuert regelmäßig Tore und Assists bei. Seine tragende Rolle für Rapid kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. In den letzten zwölf Monaten füllt er das Kapitänsamt souverän aus und machte so den schwierigen Abschied von Steffen Hofmann für den Klub etwas leichter.

Zentrales Mittelfeld: Peter Zulj (Sturm)

Was für eine Saison! Zulj hat ohne jeden Zweifel den größten Leistungssprung hingelegt. Er ist fast nicht wiederzuerkennen, nicht mehr der selbe Spieler, den wir von Hartberg, der Admira, Wolfsberg und Ried kennen. Jeder Bereich seines Spieles wurde besser. Es ist eine wahre Freude, ihm zuzusehen. Er hat sich die Auszeichnung zum Spieler des Jahres verdient.

Offensives Mittelfeld: Valon Berisha (Red Bull)

Seine Aktien steigen steil, und das zurecht. Nach einer exzellenten Saison könnte ein Transfer in eine Top-Liga folgen. In Salzbug ist er von den heißesten Talenten Österreichs, vielleicht Europas, umringt. Mit 25-Jahren ist Berisha ein Routinier, der dieses junge Team führt. Er hat eine geniale Technik und hat gegen Dortmund gezeigt, dass er auch Nerven aus Stahl hat.

Offensives Mittelfeld: Xaver Schlager (Red Bull)

Schlager ist so ein großes Talent. Der Linzer hat eine riesige Zukunft vor sich. Seine Vielseitigkeit ist unglaublich. In so jungen Jahren ist er im defensiven Mittelfeld genauso effizient wie in der Offensive. Sein jüngster Auftritt als Linksverteidiger gegen Mattersburg hat gezeigt, dass er wirklich überall spielen kann.

Angriff: Munas Dabbur (Red Bull)

Er ist der Topscorer der Liga. Deni Alar hat ihm in dieser Wertung das Leben richtig schwer gemacht. Trotz einiger Formschwankungen hat er gezeigt, dass in dieser Liga im Strafraum keiner tödlicher ist, als er.

Aufsteiger der Saison

Auch die Youngsters zeigten in der abgelaufenen Saison auf. Armitage wählte neben dem Top-Team auch die Elf der "Rising Stars":

Tor: P. Pentz (Austria)

Abwehr: D. Caleta-Car (Red Bull) – D. Maresic (Sturm) – M. Ullmann (LASK)

Mittelfeld: H. Wolf (Red Bull) – T. Goiginger (LASK) – A. Haidara (Red Bull) – P. Michorl (LASK) – D. Ljubicic (Rapid)

Angriff: E. Eze (Sturm) – S. Prevljak (Mattersburg)

Vor kurzem nahm sich Tim Armitage für "Heute" die Sportdirektoren der vier größten Bundesligisten vor. Seitdem hat sich einiges getan. Franz Wohlfahrt tütete mit der Austria erste Sommer-Transfers ein. Dass es sich mit James Jeggo und Uros Matic um (Ex-)Spieler von Sturm Graz handelt, stößt in Graz bei Wohlfahrts Pendant Günter Kreissl auf Unverständnis. Armitages Analyse bietet einen interessanten Überblick über die Stärken und Schwächen, Errungenschaften und Versäumnisse von Austria, Rapid, Sturm und Salzburg:


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom Tom am 30.05.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    sind ma froh

    Na zu Glück ist der Berisha dabei sonst würd er wieder weinen warum nicht er.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tom Tom am 30.05.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    sind ma froh

    Na zu Glück ist der Berisha dabei sonst würd er wieder weinen warum nicht er.