Kraetschmer klärt auf

17. April 2019 12:40; Akt: 17.04.2019 12:40 Print

Geld-Sorgen? Austria hat Budget schon verkleinert

Die Wiener Austria hat die Bundesliga-Lizenz nur mit Auflagen erhalten. AG-Vorstand Kraetschmer erklärt, warum das Budget verkleinert wurde.

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Wie geht es der Wiener Austria nach der Horror-Saison im Vorjahr? Sind die "Veilchen" nach Platz sieben wieder am Weg nach oben und herrscht in Favoriten weiter Mittelmaß und Frust? "Heute" fasst die bisherige Saison mit den besten Bildern zusammen. Viel Spaß beim Durchklicken! Cheftrainer Thomas Letsch hatte bereits beim Trainingsstart alle Hände voll zu tun. 15 Spieler, unter ihnen lang verdiente Leistungsträger wie Raphael Holzhauser oder Robert Almer, verließen den Verein, während... ...insgesamt 13 neue Profis zur Kampfmannschaft der "Veilchen" stießen. Neben Coach Letsch grinsen hier die Neo-Austrianer Alon Turgeman, Maximilian Sax, Thomas Ebener, Christian Schoissengeyr, James Jeggo und Königstransfer Uros Matic in die Kamera. Ebenfalls rechts im Bild: Ralf Muhr, der vom Akademieleiter zum Wohlfahrt-Nachfolger als Sportdirektor aufstieg. "Die Austria ist endlich z´Haus" - unter diesem Motto kehrten die Wiener noch vor Saisonstart nach zwei Jahren im "Happel-Exil" endlich wieder in ihre generalüberholte Generali Arena zurück. Als Gegner bei der Stadioneröffnung beehrte der deutsche Spitzenklub Borussia Dortmund die "Veilchen". Es ging sofort zur Sache, am Ende setzte es eine 0:1-Niederlage, von der... ...sich die Fans auf den neuen Tribünen allerdings nicht die Stimmung und Vorfreude auf die neue Saison verderben ließen. Mit dem Cupspiel beim Wiener Stadtligisten Austria XIII stand wenig später das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Letsch-Elf gab sich dabei keine Blöße und zog mit einem souveränen 4:0-Sieg in die zweite Cup-Runde ein. Im ersten Liga-Spiel der Saison daheim gegen Wacker Innsbruck hatten die Austrianer schon wesentlich mehr zu kämpfen. Mit 0:1 gerieten die Hausherren in Rückstand, am Ende... Doch der erste Rückschlag folgte bereits in der zweiten Liga-Runde. Beim WAC mussten sich Matic und Co. mit 0:1 geschlagen geben. Auch in Runde drei setzte es eine Niederlage. Bei Meister Salzburg gab es mit einem 0:2 nichts zu holen. Dabei im Mittelpunkt: Ex-"Veilchen" Zlatko Junuzovic, der sehr zum Ärger mancher Austria-Fans nach seinem Bremen-Engagement im Sommer bei den "Bullen" anheuerte. Nach zwei Rückschlägen in Folge wurden sofort die üblen Erinnerungen an die Vorsaison wach. Doch dann kam die Admira in die Generali Arena und mit einem 4:0-Erfolg über die Südstädter konnten die "Veilchen" die erste Mini-Krise erfolgreich abwenden. Doch auswärts mussten die Wiener in Runde fünf den nächsten Dämpfer einstecken. Beim SKN St. Pölten reichte es nur zu einem 0:0-Unentschieden. "Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein", analysierte Trainer Letsch. Gegen Mattersburg feierten die Violetten einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg - drittes Spiel in Serie ohne Niederlage. Erster Höhepunkt: Im Derby feierte die Austria einen 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid. Alex Grünwald erzielte das Goldtor. In der Tabelle kletterten die "Veilchen" auf Rang vier. Danach gab es für die Austria aber nicht so viel zu jubeln. Im Heimspiel gegen den LASK setzte es eine klare 0:3-Abfuhr. Gegen Aufsteiger Hartberg gab es auswärts zumindest einen 1:0-Erfolg. Dann aber die sportliche Talfahrt: Gegen Altach setzte es eine 0:2-Niederlage in Vorarlberg. Auch im Heimspiel gegen Sturm reichte es nicht zu einem Sieg - 1:1. Die nächste Punkteteilung gab es auswärts bei Innsbruck mit einem 0:0. Darauf folgte ein 2:3 im Heimspiel gegen Wolfsberg. In der Tabelle rutschten die Violetten auf Platz sechs ab. Die Fans äußerten daraufhin lautstark ihren Unmut, von der Tribüne tönte es "Letsch raus!" Einen Wechsel gab es zunächst auf der Führungsebene. Klub-Boss Wolfgang Katzian verkündete seinen Rückzug. Die Nachfolge tritt Frank Hensel an. Er kündigt an: "Wenn man vorangehen will, muss man investieren. Das haben wir in den letzten Jahren konsequent und intensiv getan und werden das auch in Zukunft tun." Weiters will er die Entwicklung auf der Tribüne vorantreiben: "Mein Ziel ist, dass wir offener und attraktiver für Familien und Frauen werden." In der nächsten Runde setzte es die nächste Pleite. Gegen Meister Salzburg hielten die Veilchen hinten lange ihren Laden dicht, ehe ihnen die Bullen doch noch zwei Tore einschenkten. Gegen den SKN St. Pölten gab es den zweiten Sieg in Folge. Die Veilchen konnten sich in der Generali Arena mit 2:0 durchsetzen. Dann wieder der nächste Dämpfer. Auswärts in Mattersburg musste man sich 2:1 geschlagen geben. Im Wiener-Derby zeigte die Austria ein völlig anderes Gesicht. Mit einem deutlichen 6:1 fegten die Veilchen den Stadtrivalen aus Hütteldorf vom Platz. Nach der Winterpause konnte die Austria nicht gleich dort weitermachen, wo sie aufgehört hatte. Der LASK spielte eine extrem starke Saison und konnte sich in Pasching mit 2:0 durchsetzten. Gegen Hartberg fand man zurück auf die Siegerstraße und gewann mit 4:2. Gegen Altach folgte dann eine weitere desolate Vorstellung, das Spiel ging mit 1:3 verloren. Trainer Thomas Letsch wurde nur einen Tag später entlassen.

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Fehler gesehen?

Das Urteil des Senat 5 der Bundesliga überraschte am Freitag viele Fußballfans in Österreich. Die Wiener Austria hat zwar die Liga-Lizenz erhalten – allerdings unter Auflagen. Diese müssen bis zum 15. Oktober erfüllt werden.

AG-Vorstand Markus Kraetschmer zeigte sich allerdings kaum überrascht. Haben die Veilchen ein Finanz-Problem? "Es gibt im Budget derzeit einige Fragezeichen, aber wir werden alles fristgerecht erfüllen. Es gibt keinen Grund zur Sorge", so Kraetschmer zum Kurier.

Budget verkleinert

Doch Fakt ist: Bereits jetzt mussten die Wiener das Budget verkleinern. Statt 36 Millionen Euro beträgt es nur noch 31 Millionen Euro pro Saison. Einerseits, weil die Veilchen noch größere Beträge für die Generali Arena abzuzahlen haben, andererseits, weil die Einnahmen aus dem internationalen Geschäft fehlen.

"Der Europacup ist eben eine Bühne, um handeln zu können. Spieler werden interessant, können sich aufdrängen. Man hat dann bei Transfers mehr Spielraum. Und mit Sponsoren ist es auch einfacher", so Kraetschmer im Standard.

Sportliche Talfahrt

Auch in der Liga sieht es trüb aus. Die Veilchen sind in der Meistergruppe auf dem letzten Platz. Der als Ziel ausgegebene Europacup-Startplatz ist drei Zähler entfernt. Doch unter dem neuen Coach Robert Ibertsberger sind die Wiener weiter sieglos, holten beim 1:1 in Wolfsberg das erste Pünktchen. "Es kann nicht der Anspruch sein, nur Teil der Meistergruppe zu sein. Wir kriegen die PS nicht auf die Straße", analysiert der AG-Boss.

Bei einer weiteren Saison ohne internationales Geschäft müsste neuerlich der Sparstift angesetzt werden. "Dann wird der Gürtel enger geschnallt. Aber auch in diesem Fall hätten wir das drittgrößte Budget", so der 47-jährige.

Damit soll auch der Umbau des Kaders weiter vorangetrieben werden. Die Sommer-Neuzugänge konnten bisher kaum überzeugen. Wichtiger ist allerdings, wer neuer Cheftrainer wird. Bis Saisonende soll eine Entscheidung fallen. Parallel dazu treibt Sportdirektor Ralf Muhr die Kader-Planungen voran. Das Börserl ist für eine große Shopping-Tour aber nicht gefüllt.


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  • Auskenner am 17.04.2019 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Managment

    Auflösen und ja kein Steuergeld reinstecken. Wer ein neues Station bauen kann wird ja wohl auch den sportlichen Betrieb aufrechterhalten können. Und wen nicht kann man nur von strafrechtlich relevanten Managmentversagen ausgehen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Auskenner am 17.04.2019 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Managment

    Auflösen und ja kein Steuergeld reinstecken. Wer ein neues Station bauen kann wird ja wohl auch den sportlichen Betrieb aufrechterhalten können. Und wen nicht kann man nur von strafrechtlich relevanten Managmentversagen ausgehen.